Verbände der 6. Panzergrenadierdivision
Die 6. Panzergrenadierdivision war personell und materiell eine der am stärksten ausgerüsteten Divisionen der Deutschen Bundeswehr im Kalten Krieg. In der nachfolgenden Übersicht findet sich die Gliederung der Division in den verschiedenen Heeresgliederungen von der Gründung bis zur Auflösung.
Mit Klick auf die meisten Wappen können Portraitseiten zu den jeweiligen Verbänden aufgerufen werden, wo sich Informationen zur Geschichte, dem Personal, Gliederungen, Videos und vielem mehr gefunden werden.
Haben Sie Ergänzungen, Korrekturen oder weiteres Material, schreiben Sie uns gerne über das Kontaktformular.
info Klicken Sie auf ein Wappen, um mehr über den entsprechenden Verband zu erfahren.
Gliederungen
-

Aufstellungsstab der 6. Grenadierdivisionin der Heeresstruktur 1 (1958)
-

Divisionstruppen-
-

SchwBrKp 733
-
-

leichte Feldzeuginstandsetzungskompanie 6 -

Chirurghisches Lazarett 6
-
-

Panzeraufklärungskompanie 168 -

3./Sanitätsbataillon 6
-
-
-

6. Panzergrenadierdivisionin der Heeresstruktur 2 (Stand: 1959)
-

Divisionstruppen -
-

Panzeraufklärungskompanie 160 -

Flugabwehrbatterie 160
-
-

Panzeraufklärungskompanie 170
-
-
-

6. Panzergrenadierdivisionin der Heeresstruktur 3
-

Divisionstruppen -

Panzergrenadierbrigade 16-

Panzerspähzug 160 -

Sanitätskompanie 160 (n. a.)
-

Panzergrenadierbrigade 17-

Panzerspähzug 170
-

Panzerbrigade 18
-
-
6. Panzergrenadierdivisionin der Heeresstruktur 4 (1982 - 1991)
-
Divisionstruppen-
-
-
-
Ausbildungskompanie 11/6
-
Panzeraufklärungskompanie 70
-
-
-
-
Sicherungsbataillon 68
-
-
-
-
-
-

Wehrbereichskommando I/ 6. Panzergrenadierdivisionin der Heeresstruktur 5 (1995)
-

Divisionstruppen-

Führungsunterstützungsregiment 10 / 11 -

Topographiezug 100 -

Fernmeldebataillon 61 -

Feldjägerbataillon 620 -

Feldersatzbataillon 61 -

Jägerregiment 71-

Jägerbataillon 713
(GerEinh)
-
-

Flugabwehregiment 600 -

Verteidigungsbezirkskommando 10 -

Verteidigungsbezirkskommando 11 -

Verteidigungsbezirkskommando 12 -

Pionierbrigade 10
-
Panzergrenadierbrigade 7
-
Stab / Stabskompanie
Panzergrenadierbrigade 7 -
Panzerpionierkompanie 80
-
Panzerjägerkompanie 80
-
Panzeraufklärungskompanie 70
-
Panzergrenadierbataillon 72
-
Panzerbataillon 84
-
Panzerbataillon 83 (n.a.)
-
-
Panzerartilleriebataillon 85
-
Feldersatzbataillon 70
-
-
-
Panzeraufklärungskompanie 180
-
Feldersatzkompanie 180
-
-
-
info Klicken Sie auf ein Wappen, um mehr über den entsprechenden Verband zu erfahren.
Die organisatorische Vielfalt der Division spiegelte ihre Rolle als mechanisierter Großverband wider, der für das gesamte Spektrum des Gefechts der verbundenen Waffen ausgelegt war. Neben den klassischen Panzergrenadier- und Panzerbrigaden verfügte die Division über ein außergewöhnlich breites Spektrum an Divisionstruppen. Hierzu zählten nicht nur spezialisierte Artillerie- und Flugabwehrregimenter, sondern auch weitreichende Unterstützungselemente wie Pionier-, Fernmelde-, Sanitäts- und Logistikbataillone. Diese Struktur ermöglichte es der Division, über lange Zeiträume hinweg weitgehend autark zu operieren und gleichzeitig die unterstellten Brigaden mit massiertem Feuer und technischer Expertise zu unterstützen.
Dass die 6. Panzergrenadierdivision als die größte Division des deutschen Heeres galt, war kein Zufall, sondern das Ergebnis ihrer spezifischen Zuweisung im Verteidigungsdispositiv der NATO. Mit einer Friedensstärke von zeitweise über 20.000 Soldaten und einer beeindruckenden Anzahl an Kampf- und Schützenpanzern übertraf sie die Standardstärken anderer Divisionen deutlich. Ihre Gliederung umfasste in der Hochphase des Kalten Krieges nicht nur die drei aktiven Brigaden (PzGrenBrig 16, PzGrenBrig 17 und PzBrig 18), sondern auch zusätzliche Heimatschutz- und Verstärkungsverbände, die im Mobilmachungsfall die personelle und materielle Schlagkraft nochmals massiv erhöhten.
Ein entscheidender Faktor für diese außergewöhnliche Größe war die geografische und strategische Verantwortung im "Flaschenhals" Schleswig-Holstein. Als zentrales Element des deutsch-dänischen Korps LANDJUT (Allied Forces Baltic Approaches) war die Division für die Verteidigung der jütischen Halbinsel und damit für die Sicherung der Ostseeausgänge verantwortlich. Diese exponierte Lage zwischen Nord- und Ostsee erforderte zusätzliche Kapazitäten, wie etwa spezialisierte Amphibische Pioniereinheiten und eine verstärkte Heeresfliegerkomponente, um im schwierigen Gelände des Nordens beweglich und reaktionsfähig zu bleiben.
Im Kontext der allgemeinen Bundeswehr-Struktur nahm die 6. Panzergrenadierdivision eine Sonderstellung ein. Während viele andere Divisionen im Rahmen der verschiedenen Heeresstrukturen (von Heeresstruktur 2 bis 4) vereinheitlicht wurden, behielt die "Sechste" aufgrund ihrer binationalen Einbindung und der besonderen Bedrohungslage im Norden stets eine gewisse organisatorische Eigenständigkeit. Sie war das Rückgrat der Verteidigung im Bereich AFNORTH und fungierte als Bindeglied zwischen den dänischen Streitkräften und den Verbänden der Bundeswehr im Bundesgebiet.
Die historische Entwicklung von der Aufstellung im Jahr 1958 bis zur Fusion mit dem Wehrbereichskommando I im Jahr 1994 zeigt den stetigen Aufwuchs und die Anpassungsfähigkeit des Verbandes. Aus den ersten Einheiten in Neumünster entwickelte sich über Jahrzehnte ein hochkomplexer Militärapparat, der die gesamte Region Schleswig-Holstein und Hamburg militärisch wie gesellschaftlich prägte. Die nachfolgende Übersicht bietet einen detaillierten Einblick in diese gewachsene Struktur und würdigt die einzelnen Verbände, die über 36 Jahre lang das Gesicht der 6. Panzergrenadierdivision bildeten.


























