Verbände der 6. Panzergrenadierdivision

Die 6. Panzergrenadierdivision war personell und materiell eine der am stärksten ausgerüsteten Divisionen der Deutschen Bundeswehr im Kalten Krieg. In der nachfolgenden Übersicht findet sich die Gliederung der Division in den verschiedenen Heeresgliederungen von der Gründung bis zur Auflösung.

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Gliederungen

  1. Wappen 6. PzGrenDiv
    Aufstellungsstab der 6. Grenadierdivision

    in der Heeresstruktur 1 (1958)

    1. Wappen 6. PzGrenDiv
      Divisionstruppen

        1. Ein graues Schild zeigt ein großes, weißes X in der Mitte, das auf das Fehlen eines Wappens hinweist.
          SchwBrKp 733

      1. Ein graues Schild zeigt ein großes, weißes X in der Mitte, das auf das Fehlen eines Wappens hinweist.
        leichte Feldzeuginstandsetzungskompanie 6

      2. Ein graues Schild zeigt ein großes, weißes X in der Mitte, das auf das Fehlen eines Wappens hinweist.
        Chirurghisches Lazarett 6

      1. Ein graues Schild zeigt ein großes, weißes X in der Mitte, das auf das Fehlen eines Wappens hinweist.
        Panzeraufklärungskompanie 168

      2. Ein graues Schild zeigt ein großes, weißes X in der Mitte, das auf das Fehlen eines Wappens hinweist.
        3./Sanitätsbataillon 6

  1. Wappen 6. PzGrenDiv
    6. Panzergrenadierdivision

    in der Heeresstruktur 2 (Stand: 1959)

    1. Wappen 6. PzGrenDiv
      Divisionstruppen

      1. Ein graues Schild zeigt ein großes, weißes X in der Mitte, das auf das Fehlen eines Wappens hinweist.
        Panzeraufklärungskompanie 160

      2. Ein graues Schild zeigt ein großes, weißes X in der Mitte, das auf das Fehlen eines Wappens hinweist.
        Flugabwehrbatterie 160

      1. Ein graues Schild zeigt ein großes, weißes X in der Mitte, das auf das Fehlen eines Wappens hinweist.
        Panzeraufklärungskompanie 170

  1. Wappen 6. PzGrenDiv
    6. Panzergrenadierdivision

    in der Heeresstruktur 3

    1. Wappen 6. PzGrenDiv
      Divisionstruppen

    2. Wappen Panzergrenadierbrigade 16
      Panzergrenadierbrigade 16

      1. Ein gelbes Wappen zeigt eine schwarze Adlerkralle mit roten Krallen, darüber steht "Pz Späh Zug 160".
        Panzerspähzug 160

      2. Ein graues Schild zeigt ein großes, weißes X in der Mitte, das auf das Fehlen eines Wappens hinweist.
        Sanitätskompanie 160 (n. a.)

    3. Wappen Panzergrenadierbrigade 17
      Panzergrenadierbrigade 17

      1. Ein graues Schild zeigt ein großes, weißes X in der Mitte, das auf das Fehlen eines Wappens hinweist.
        Panzerspähzug 170

    4. Ein Wappen mit einem schwarzen Panzer auf rotem Hintergrund symbolisiert eine Brigade.
      Panzerbrigade 18

  1. Wappen 6. PzGrenDiv
    6. Panzergrenadierdivision

    in der Heeresstruktur 4 (1982 - 1991)

    1. Wappen 6. PzGrenDiv
      Divisionstruppen

        1. Ausbildungskompanie 11/6

        2. Ein gelbes Wappen zeigt zwei gekreuzte Speere mit schwarzen Flaggen und einem zentralen Wolfskopf, umgeben von zwei Fledermäusen.
          Panzeraufklärungskompanie 70

      1. Wappen Sicherungsbataillon 68
        Sicherungsbataillon 68

  1. Ein Wappen zeigt ein stilisiertes Wikingerschiff mit rot-blauen Segeln auf einem dreifarbigen Hintergrund.
    Wehrbereichskommando I/ 6. Panzergrenadierdivision

    in der Heeresstruktur 5 (1995)

    1. Wappen 6. PzGrenDiv
      Divisionstruppen

      1. Ein blaues Wappen zeigt einen goldenen Buchstaben "F" über zwei stilisierten weißen Wellenlinien.
        Führungsunterstützungsregiment 10 / 11

      2. Ein graues Schild zeigt ein großes, weißes X in der Mitte, das auf das Fehlen eines Wappens hinweist.
        Topographiezug 100

      3. Ein graues Schild zeigt ein großes, weißes X in der Mitte, das auf das Fehlen eines Wappens hinweist.
        Fernmeldebataillon 61

      4. Ein blaues Wappen zeigt ein rotes Schiff und ein Emblem mit einem Adler in der Mitte, inspiriert von nordischen Designs.
        Feldjägerbataillon 620

      5. Ein Wappen mit blauem Hintergrund zeigt ein grünes Schild mit Pfeilen, umgeben von einem grauen Zackenmuster.
        Feldersatzbataillon 61

      6. Ein Wappen zeigt einen blauen Löwen auf gelbem Hintergrund und ein Schwert mit Eichenlaub auf grünem Hintergrund.
        Jägerregiment 71


        1. Jägerbataillon 713
          (GerEinh)

      7. Ein Wappen zeigt gekreuzte Raketen und einen blauen Löwen auf rotem Hintergrund, inspiriert von FlaRgt 600.
        Flugabwehregiment 600


      8. Verteidigungsbezirkskommando 10

      9. Ein goldenes Wappen zeigt zwei schwarze Löwen übereinander, die nach rechts blicken.
        Verteidigungsbezirkskommando 11

      10. Ein Wappen zeigt ein gelbes Kreuz mit Blumen auf blauem Schild, umgeben von einem roten Rand mit weißer Zackenform.
        Verteidigungsbezirkskommando 12

      11. Ein Wappen zeigt zwei blaue Löwen auf gelbem Grund und eine schwarze Brücke auf rotem Grund mit einem weißen Stern.
        Pionierbrigade 10

    2. Ein rotes Wappen zeigt zwei weiße Pferdeköpfe und ein gekreuztes Schwert, symbolisierend die Panzergrenadierbrigade.

      Panzergrenadierbrigade 7

      1. Stab / Stabskompanie
        Panzergrenadierbrigade 7

      2. Panzerpionierkompanie 80

      3. Panzerjägerkompanie 80

      4. Panzeraufklärungskompanie 70

      5. Panzergrenadierbataillon 72

      6. Panzerbataillon 84

        1. Panzerbataillon 83 (n.a.)

      7. Panzerartilleriebataillon 85

      8. Feldersatzbataillon 70

      1. Panzeraufklärungskompanie 180

      2. Feldersatzkompanie 180

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Die organisatorische Vielfalt der Division spiegelte ihre Rolle als mechanisierter Großverband wider, der für das gesamte Spektrum des Gefechts der verbundenen Waffen ausgelegt war. Neben den klassischen Panzergrenadier- und Panzerbrigaden verfügte die Division über ein außergewöhnlich breites Spektrum an Divisionstruppen. Hierzu zählten nicht nur spezialisierte Artillerie- und Flugabwehrregimenter, sondern auch weitreichende Unterstützungselemente wie Pionier-, Fernmelde-, Sanitäts- und Logistikbataillone. Diese Struktur ermöglichte es der Division, über lange Zeiträume hinweg weitgehend autark zu operieren und gleichzeitig die unterstellten Brigaden mit massiertem Feuer und technischer Expertise zu unterstützen.

Dass die 6. Panzergrenadierdivision als die größte Division des deutschen Heeres galt, war kein Zufall, sondern das Ergebnis ihrer spezifischen Zuweisung im Verteidigungsdispositiv der NATO. Mit einer Friedensstärke von zeitweise über 20.000 Soldaten und einer beeindruckenden Anzahl an Kampf- und Schützenpanzern übertraf sie die Standardstärken anderer Divisionen deutlich. Ihre Gliederung umfasste in der Hochphase des Kalten Krieges nicht nur die drei aktiven Brigaden (PzGrenBrig 16, PzGrenBrig 17 und PzBrig 18), sondern auch zusätzliche Heimatschutz- und Verstärkungsverbände, die im Mobilmachungsfall die personelle und materielle Schlagkraft nochmals massiv erhöhten.

Ein entscheidender Faktor für diese außergewöhnliche Größe war die geografische und strategische Verantwortung im "Flaschenhals" Schleswig-Holstein. Als zentrales Element des deutsch-dänischen Korps LANDJUT (Allied Forces Baltic Approaches) war die Division für die Verteidigung der jütischen Halbinsel und damit für die Sicherung der Ostseeausgänge verantwortlich. Diese exponierte Lage zwischen Nord- und Ostsee erforderte zusätzliche Kapazitäten, wie etwa spezialisierte Amphibische Pioniereinheiten und eine verstärkte Heeresfliegerkomponente, um im schwierigen Gelände des Nordens beweglich und reaktionsfähig zu bleiben.

Im Kontext der allgemeinen Bundeswehr-Struktur nahm die 6. Panzergrenadierdivision eine Sonderstellung ein. Während viele andere Divisionen im Rahmen der verschiedenen Heeresstrukturen (von Heeresstruktur 2 bis 4) vereinheitlicht wurden, behielt die "Sechste" aufgrund ihrer binationalen Einbindung und der besonderen Bedrohungslage im Norden stets eine gewisse organisatorische Eigenständigkeit. Sie war das Rückgrat der Verteidigung im Bereich AFNORTH und fungierte als Bindeglied zwischen den dänischen Streitkräften und den Verbänden der Bundeswehr im Bundesgebiet.

Die historische Entwicklung von der Aufstellung im Jahr 1958 bis zur Fusion mit dem Wehrbereichskommando I im Jahr 1994 zeigt den stetigen Aufwuchs und die Anpassungsfähigkeit des Verbandes. Aus den ersten Einheiten in Neumünster entwickelte sich über Jahrzehnte ein hochkomplexer Militärapparat, der die gesamte Region Schleswig-Holstein und Hamburg militärisch wie gesellschaftlich prägte. Die nachfolgende Übersicht bietet einen detaillierten Einblick in diese gewachsene Struktur und würdigt die einzelnen Verbände, die über 36 Jahre lang das Gesicht der 6. Panzergrenadierdivision bildeten.