Panzerpionierkompanie 510

Im Zuge der Umgliederung der Bundeswehr in die Heeresstruktur 5 wurde beschlossen, die Pionierkompanie 510 aus Plön zum 01.10.1992 an die Panzerbrigade 18 abzugeben. Dabei gliedert sie sich unter Fusionierung mit der Panzerpionierkompanie 180 zur Panzerpionierkompanie 510 um.

Die Auflösung der Kompanie erfolgte 2007.

Wappen

Das gespaltene Wappenfeld mit unten eingetropfter Spitze zeigt im heraldisch rechts gelegenen Feld im Hintergrund die Landesfarben Schleswig-Holsteins, davor den Wagrienschen Stier als Symbol für Kraft und stärke. Das links gelegene, schwarzgrundige Wappenfeld ist ausgefüllt mit dem weißen holsteinischen Nesselblatt und zeigt damit sowohl die Waffenfarbe der Pioniere, als auch die Stationierung im Raum Holstein an. In der Spitze steht in schwarz auf weißem Grund das stilisierte Zeichen der Panzerpioniere.

Geschichte

  • Aufstellung der Kompanie

    access_time 01.01.1986 - Plön

    Die Kompanie wird zum 1. Januar 1986 als Pionierkompanie 510 in Plön aufgestellt.

  • Heeresstruktur 5

    access_time 01.10.1992

    Im Zuge der Heeresstruktur 5 wird die Pionierkompanie 510 aus Plön der Panzerbrigade 18 zugeordnet und unter Fusionierung mit der Panzerpionierkompanie 180 zur Panzerpionierkompanie 510 umgegliedert.

  • Umbenennung

    access_time 01.04.1993

    Zum 1. April 1993 erfolgt die offizielle Umbenennung in Panzerpionierkompanie 510.

  • Verlegung nach Kellinghusen

    access_time August 1996

    Mit der Auflösung des Standortes Plön verlegt die Kompanie im August 1996 in die Liliencron-Kaserne nach Kellinghusen.

  • Vorbereitung KFOR

    access_time Februar bis Mai 1999

    Für die ersten KFOR-Kontingente nimmt die Kompanie 1999 an der Einsatzvorbereitung teil, darunter am Minenparcours in Münsingen sowie an der Ausbildung in Munster mit dem Schwerpunkt Mine Awareness.

  • Übung in Dänemark

    access_time Oktober 1999

    Im Oktober 1999 nimmt die Kompanie gemeinsam mit der 4. Kompanie des Pionierbataillons 801 aus Storkow an einer Übung in Skive in Dänemark teil.

  • SFOR-Ausbildung

    access_time März bis Mai 2001

    Von Ende März bis Anfang Mai 2001 wird die Kompanie im Rahmen der Ausbildung für das SFOR-Kontingent eingesetzt; Ausbildungsorte sind Putlos, Boostedt und Klietz.

  • Hochwasserhilfe an der Elbe

    access_time August bis September 2002

    Beim Elbe-Hochwasser unterstützt die Kompanie in Dömitz und Boitzenburg die zivile Bevölkerung mit Personal und Material.

  • Bewachungsaufträge

    access_time 2003 bis 2006

    Zwischen 2003 und 2006 stellt die Kompanie wiederholt Protection Forces zur Bewachung amerikanischer Liegenschaften in Kitzingen, Darmstadt und Kaiserslautern.

  • ISAF und KFOR

    access_time 2004 bis 2006

    Am 5. ISAF-Einsatzkontingent 2004 nimmt rund die Hälfte des Personals teil. 2005 errichtet die Kompanie in Boostedt ein Feldlager und unterstützt die Panzerbrigade 18 bei der Ausbildung für ISAF- und KFOR-Einsätze 2006.

  • Katastrophenhilfe auf Rügen

    access_time 2006

    2006 unterstützt die Kompanie das Panzergrenadierbataillon 182 bei der Katastrophenhilfe zur Eindämmung der Vogelgrippe auf Rügen.

  • Auflösung

    access_time 31.03.2007

    Bis zum 31. März 2007 wird die Kompanie endgültig aufgelöst. Im Vordergrund stehen zuletzt Personalveränderungen, die Aussteuerung des Geräts und die Übergabe der Kompanieblöcke.

Gliederung

  1. Ein Wappen zeigt einen Stierkopf, ein gezacktes Emblem und ein stilisiertes Brückensymbol auf farbigen Feldern.
    Panzerpionierkompanie 510

    in der Heeresstruktur 5 (1992 - 1996)

    1. KpFüGrp

    2. I.
      Panzerpionierzug

    3. II.
      Panzerpionierzug

    4. Pioniermaschinen-
      /Panzerbrückenzug

    5. Mineneinsatz-
      /Kampfmittelzug

    6. Pioniergerätetrupp

    7. Versorgungsgruppe

Standorte

Fünf-Seen-Kaserne

In Plön Stadtheide befand sich das Areal der Fünf-Seen-Kaserne, in der vorwiegend Pioniereinheiten stationiert waren.

Das Haupttor der Liliencron-Kaserne zeigt parkende Autos und Besucher bei sonnigem Wetter im Jahr 2008.

Liliencron-Kaserne

In Kellinghusen war ein Großteil der Artillerieverbände der Division in der Liliencron-Kaserne stationiert.

Waffensysteme

TPz Fuchs der Pioniertruppe

TPz Fuchs

Der TPzFuchs ist ein geländegängiges, gepanzertes Radfahrzeug und kann neben Fahrer und Beifahrer bis zu acht Soldaten im hinteren Kampfraum transportieren. Der Fuchs wird mit verschiedenen Rüstsatzvariationen in verschiedensten Bereichen der Truppe genutzt.

Bergepanzer 2

Der Bergepanzer 2 (BPz-2) ist ein gepanzertes Arbeitsgerät und basiert auf dem Leopard 1-Chassis. Zu seinem Aufgabengebiet zählen: Sicherstellung der Mobilität der gepanzerten Truppen, das Bergen von Schadfahrzeugen im Gefecht, Hilfeleistung beim Ein- und Ausbau von Triebwerken und Türmen sowie Unterstützung im Instandsetzungsbetrieb.

Ein Pionierpanzer mit Brücke wird bei einer Vorführung von Soldaten inspiziert.

BrLgPz M48

Der Brückenlegepanzer M48 war (bis zur Einführung des Brückenlegepanzers Biber) der aus US-amerikanischer Produktion stammende standardmäßige Brückenleger der Bundeswehr. Die Basis war die Panzerwanne des M48. Die knapp 20 Meter lange Faltbrücke wurde mit insgesamt vier Hydraulikzylindern verlegt bzw. aufgenommen. Bei der Bundeswehr wurden je vier Stück in den Panzerpionierkompanien der Brigaden geführt. Bis 1992 wurden die verbliebenen Geräte zugunsten des Biber ausgemustert.

Ein Panzerschnellbrücke Biber überquert in Boostedt eine Brücke vor einem bewaldeten Hintergrund im Jahr 2004.

PzSchnBr Biber

Der Brückenlegepanzer mit der namensgebenden Panzerschnellbrücke Biber ist dazu vorgesehen, im Gefecht je nach Geländebeschaffenheit Geländeeinschnitte wie Gewässer und Schluchten bis 20 Meter Breite zu überwinden.  Er gehört zur Gruppe der Kampfunterstützungsfahrzeuge und basiert auf dem Fahrgestell des Leopard 1.

Ein Panzer bewegt sich durch eine sandige Grube, während Zuschauer aus sicherer Entfernung zusehen.

PiPz Dachs

Der Pionierpanzer Dachs ist das Arbeitsgerät der Pioniertruppe und wurde auf der Basis des Kampfpanzers Leopard 1 entwickelt. Er wird noch heute in den Panzerpionierkompanien und Pionierbataillonen eingesetzt. Der Dachs kann mit seinem 9,15 Meter langem Baggerarm und seinem Löffel, der 1,1 Kubikmeter fasst, sehr rasch größere Erdmassen bewegen. Außerdem verfügt der Dachs über weitere Werkzeuge und Pioniergerät an Bord.

Ein militärischer LKW zieht ein schweres Geschütz durch den schlammigen Boden eines Übungsgeländes im Herbst.

Minenverlegesystem 85

Beim Minenverlegesystem 85 handelt es sich um einen einachsigen Anhänger, der Panzerabwehrminen vom Typ DM-31 verlegt. Als Zugmaschine ist jeder geländegängige militärische Lkw ab einem zulässigen Gesamtgewicht von sieben Tonnen geeignet. Auf der Ladefläche des Lkw werden die Minen gelagert. Diese gelangen über eine Rutsche in den Anhänger, der sie anschließend auf dem Boden oder unterirdisch mithilfe eines integrierten Pflugs in einer Tiefe von bis zu 20 Zentimetern ausbringt.

Minenwurfsystem Skorpion

Minenwurfsystem Skorpion

In den Jahren 1981/82 wurden von der Bundeswehr 300 in den USA gefertigte Basisfahrzeuge des Typs M 548 A1 G beschafft, die auf dem Fahrgestell des M113 basieren. Jede der sechs Minenwurfeinheiten kann 5 Magazine à 20 Minen aufnehmen. Die Gesamtanzahl beträgt 600 Minen. In einem Verlegedurchgang ist das Minenwurfsystem in der Lage, eine Minensperre von 1.500 Meter Länge und rund 50 Meter Breite in fünf Minuten zu legen. Seit 2011 wurde das System komplett ausgemustert.

Patenschaft

Ein Wappen mit einem blauen Bärenkopf auf gelbem Schild, umgeben von rot-weißen Strahlen.

Scharbeutz

(fortgeführt von der Panzerpionierkompanie 180)

Personal

Kompaniechefs
M Thoma, M Lammel, M Nachbar, M Lühring, M Schuckmann, M Panzer, OLt Lenhard

Kompaniefeldwebel
SF Schröder, OSF Timmermann