Die Steinsoldaten aus Itzehoe
von Webmaster
Dieser Text stammt aus der Truppenzeitschrift "Tinchen Husum (Informationen aus der FlaRak-Truppe und der Husumer Garnisonsstadt)" - Ausgabe 11/19. Ich veröffentliche ihn hier, damit die Geschichte der Steinsoldaten, die ihren Ursprung in der Hanseaten-Kaserne (IZ) haben und mit der Geschichte des Sanitätsbataillon 6 verbunden sind, nicht in Vergessenheit gerät.
Die neuen steinernen Kameraden in der Fliegerhorst-Kaserne
Im Zeitraum 1939/40 wurden die Steinplastiken „vier Soldatenfiguren“ vom Bildhauer Blohm aus Dägeling (Kreis Steinburg) modelliert und im Steinmetzbetrieb Kolbe in Itzehoe gegossen. Die steinernen Soldaten stellen vier Epochen der Militärgeschichte dar. Hauptaugenmerk wird hierbei auf die Entwicklung der Uniformen gelegt. Den Informationstafeln kann man entnehmen, um welche Uniform es sich handelt und welche Besonderheiten sie beinhalten.
Die älteste Uniform (linke Figur) stammt aus der Zeit des „Soldatenkönigs“ Friedrich Wilhelm I. und zeigt einen preußischen Grenadier von 1750. Die zweite Uniform repräsentiert die eines preußischen Musketiers von 1808-1814 und deren Verbesserung nach russischem und französischem Vorbild. Die nächste große Veränderung stellt der preußische Infanterist um 1846 mit der “Pickelhaube“ dar. Der Infanterist von 1935-1945 trägt letztendlich eine Uniform, die mehr auf die Praxis bezogen entwickelt wurde (die Darstellung des Soldaten aus der Zeit der Wehrmacht entspricht den Vorgaben des neuen Traditionserlasses).
In den Jahren 1940 bis 1994 standen die vier Soldatenfiguren auf Wandsockeln über den Eingängen der Nebengebäude des Wirtschaftsgebäudes in der Hanseaten-Kaserne in Itzehoe. 1992 wurde die Kaserne aufgegeben und unsere vier steinernen Kameraden begleiteten das Sanitätsbataillon 6 nach einer Restaurierung 1994 in die Freiherr-von-Fritsch-Kaserne in Itzehoe. Mit dem aus dem SanBtl 6 hervorgegangenem Lazarettregiment 11 gelangten die vier Soldaten nach Breitenburg/Nordoe und mit dessen Verlegung in die Stapelholmer Kaserne nach Seeth. Durch die Aufgabe der Stapelholmer Kaserne Seeth 2015 beschloss das dortige Objektmanagement (das Heutige der Fliegerhorstkaserne), die vier gemeinsam mit den Spezialpionieren nach Husum zu bringen.
Hier wurden die Kameraden, die durch die ganzen Umzüge doch ein wenig gelitten hatten, zunächst teilrestauriert und dann in aufwändiger Arbeit durch die Maler des BwDLZ Husum nach historischem Vorbild farblich so gestaltet, wie sie zur jeweiligen Zeit wohl ausgesehen hätten. Zusätzlich brachte der Tischler die Postenhäuschen wieder auf Vordermann. So stehen die vier steinernen Kameraden seit Mai 2019 in der Fliegerhorstkaserne und zeigen die geschichtliche Entwicklung der Uniform nun, auch in Farbe und gut behüt(t)et. Die vier Kameraden begrüßen Euch auf der Freifläche zwischen Gebäude 2 und 5 und würden sich über einen interessierten Besuch Ihrer Nachfahren sicher freuen! Ausführliche Info-Tafeln vor den Figuren verraten dabei weitere Details zu ihren zeitgenössischen Umständen und Uniformen.
Text: RIA´in Patricia Enghuber und RIA´in Michaela Gaisenkersting Bilder: RAmtm Hennig (1), histor. Unterlagen (1)
Im Zeitraum 1939/40 wurden die Steinplastiken „vier Soldatenfiguren“ vom Bildhauer Blohm aus Dägeling (Kreis Steinburg) modelliert und im Steinmetzbetrieb Kolbe in Itzehoe gegossen. Die steinernen Soldaten stellen vier Epochen der Militärgeschichte dar. Hauptaugenmerk wird hierbei auf die Entwicklung der Uniformen gelegt. Den Informationstafeln kann man entnehmen, um welche Uniform es sich handelt und welche Besonderheiten sie beinhalten.
Die älteste Uniform (linke Figur) stammt aus der Zeit des „Soldatenkönigs“ Friedrich Wilhelm I. und zeigt einen preußischen Grenadier von 1750. Die zweite Uniform repräsentiert die eines preußischen Musketiers von 1808-1814 und deren Verbesserung nach russischem und französischem Vorbild. Die nächste große Veränderung stellt der preußische Infanterist um 1846 mit der “Pickelhaube“ dar. Der Infanterist von 1935-1945 trägt letztendlich eine Uniform, die mehr auf die Praxis bezogen entwickelt wurde (die Darstellung des Soldaten aus der Zeit der Wehrmacht entspricht den Vorgaben des neuen Traditionserlasses).
In den Jahren 1940 bis 1994 standen die vier Soldatenfiguren auf Wandsockeln über den Eingängen der Nebengebäude des Wirtschaftsgebäudes in der Hanseaten-Kaserne in Itzehoe. 1992 wurde die Kaserne aufgegeben und unsere vier steinernen Kameraden begleiteten das Sanitätsbataillon 6 nach einer Restaurierung 1994 in die Freiherr-von-Fritsch-Kaserne in Itzehoe. Mit dem aus dem SanBtl 6 hervorgegangenem Lazarettregiment 11 gelangten die vier Soldaten nach Breitenburg/Nordoe und mit dessen Verlegung in die Stapelholmer Kaserne nach Seeth. Durch die Aufgabe der Stapelholmer Kaserne Seeth 2015 beschloss das dortige Objektmanagement (das Heutige der Fliegerhorstkaserne), die vier gemeinsam mit den Spezialpionieren nach Husum zu bringen.
Hier wurden die Kameraden, die durch die ganzen Umzüge doch ein wenig gelitten hatten, zunächst teilrestauriert und dann in aufwändiger Arbeit durch die Maler des BwDLZ Husum nach historischem Vorbild farblich so gestaltet, wie sie zur jeweiligen Zeit wohl ausgesehen hätten. Zusätzlich brachte der Tischler die Postenhäuschen wieder auf Vordermann. So stehen die vier steinernen Kameraden seit Mai 2019 in der Fliegerhorstkaserne und zeigen die geschichtliche Entwicklung der Uniform nun, auch in Farbe und gut behüt(t)et. Die vier Kameraden begrüßen Euch auf der Freifläche zwischen Gebäude 2 und 5 und würden sich über einen interessierten Besuch Ihrer Nachfahren sicher freuen! Ausführliche Info-Tafeln vor den Figuren verraten dabei weitere Details zu ihren zeitgenössischen Umständen und Uniformen.
Text: RIA´in Patricia Enghuber und RIA´in Michaela Gaisenkersting Bilder: RAmtm Hennig (1), histor. Unterlagen (1)
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