Briesen-Kaserne


Die Briesen-Kaserne wurde 1957/58 erbaut. Im April zogen die ersten Truppenteile der damaligen Kampfgruppe A6 in die fast fertiggestellte Kasernenanlage ein. Das Vorkommando traf bereits am 14.03.1958 ein. Die Kasernenanlage war für zwei Bataillone und einige selbständige Einheiten ausgelegt. Im Laufe der Jahre wurde die Kaserne erweitert, sodass insgesamt folgende Verbände und Einheiten bis zum 31.03.1970 untergebracht wurden:

  • Stab u. StKp der PzGrenBrig 16
  • Panzergrenadierbataillon 163
  • Panzerbataillon 164
  • Versorgungsbataillon 166
  • Panzerpionierkompanie 160
  • Ausbildungskompanie 5/6 (bis mind. 1967 Ausbildungskompanie 14/6)

Übersicht:

Größe:
zoom_out_map  61,7 ha

Abgabe:
date_range  31.12.1997

Status:
T-Bereich, Schießanlage komplett abgerissen, diverse alte Mannschaftsblocks zu Reihenhäusern umgebaut.

Den Namen Briesen-Kaserne erhielt die Truppenunterkunft am 30. Oktober 1964. Der Namensträger war General der Infanterie Kurt von Briesen. Er fiel als kommandierender General des 111. Armeekorps am 20.11.1941 in Russland.

Nach dem Auszug der Panzergrenadierbrigade 16 wurde die Kaserne bis zu ihrer Schließung im Jahre 1997 von verschiedenen weiteren Einheiten belegt. Dazu zählten sowohl Verbände der Heimatschutzbrigade 51, als auch eine amerikanische Einheit (75th Artillery Rgt.), die für die Bewachung des nahe gelegenen Sonderwaffenlagers (SAS) Meyn zuständig war in Zusammenarbeit mit den deutschen Soldaten. Vor der endgültigen Schließung der Kaserne verabschiedeten sich die letzten Soldaten des Jägerbataillon 511 mit einem Tag der offenen Tür am 06.09.1996 noch einmal von der Bevölkerung.

Die Kaserne ist heute zur Gartenstadt umgebaut worden. Viele ehemalige Unterkunftsgebäude wurden in Mehrfamilien und Reihenhäusern umgebaut. Auch die Straßenführung hat man von der Kaserne übernommen. Die nördlich angrenzenden Standortübungsplätze Schäferhaus Nord und Süd sind heute Naturschutzgebiet, nach dem auch hier 1999 die Nutzung beendet wurde.