Tollwut bei der ABC-Abwehr?

von

ABC-AbwKp 6 - aus der Chronik

Winter 1964/65 (Übung Winterheide 2)

Ein Ereignis, über das ein ganzer Standort lachte, war die Großübung Winterheide 2. Der BrigABCAbwZg 180 unter Führung von OFw Gehrmann rückte nach Bergen-Hohne aus. Es war bitterkalt, Glatteis und Schneetreiben, Geleitschutz durch den Spähzug 18 bis zum Biwakraum Ostenholzer Moor.

Am nächsten Morgen ein großes Hallo. Die Küchenbullen hatten einen Fuchs gefangen und ihm das Fell über die Ohren gezogen. Der Fuchsschwanz hing an irgendeiner Antenne. Zwei Stunden später ein Auflauf am Gefechtsstand: Förster, Polizei und eine böse Vorahnung beschlich die Beteiligten. Der Fuchs hatte Tollwut und somit war der ganze Zug unter Quarantäne! Keiner durfte den Platz verlassen, Verpflegung wurde vor dem Bereich abgeworfen, Abmarschbereitschaft wurde sofort hergestellt, der Brigade- und Divisionsarzt erschienen.

Sofortige Rückkehr in den Standort wurde befohlen, beim Passieren der Wache in Plön wurde der gesamte Zug sofort zum San Bereich dirigiert, keiner durfte die Fahrzeuge verlassen und die Pioniere stimmten ein lautes Gebell und Geheule an. Das war schon peinlich.

Bilanz: 5 Soldaten kamen sofort ins Hafenkrankenhaus nach Hamburg und wurden mil Tollwutspritzen behandelt. Der Rest des Zuges wurde untersucht und kam noch einmal mit einem blauen Auge davon. Nach drei Wochen waren auch die Soldaten aus dem Krankenhaus zurück. Seit diesem Tag durfte in der Kompanie nicht mehr gebellt werden.

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 7 und 5.