Kunst am Bau

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RakArtBtl 62 - Kellinghusen

Im Rahmen einer Feierstunde fand am 26.01.1989 die Übergabe und Einweihung des neuen Bataillons-Stabsgebäudes in der Liliencron-Kaserne statt. Mit dem Bau wurde auch das erste "Kunst am Bau"- Projekt der Liliencron-Kaserne verwirklicht. Die Gesamtkosten dieses Bauwerkes belaufen sich auf insgesamt 2,2 Millionen Mark, seine Nutzfläche beträgt 77 Quadratmeter, und am Bau waren ausschließlich Firmen aus der regionalen Bauwirtschaft beteiligt.

Für die "Kunst am Bau" verantwortlich ist Heinrich Brand aus Lübeck. Für 17.300 Mark schuf er das Werk "Dreimal Kugel und Mauer". Nach Auffassung des Hausherrn Oberstleutnant Jan Oerding, hat Heinrich Brand Wesen und Wirken der Artillerie mit "geradezu barocker Kraft" zum Ausdruck gebracht. Das Kunstwerk verdeutlicht zum einen die Abwehr der Kugel mit dem "Bollwerk", zum zweiten das Eindringen der Kugel in die Mauer, die "Bresche" schlagend, und zum dritten das Ruhen der Kugel in der Balance, die "Ausgewogenheit der Kräfte".

Verantwortlich für den gesamten Bau war der Vorsteher des Landesbauamtes Itzehoe, der Regierungsbeauftragte Frank Thode. Er richtete sich mit Grußworten ebenso an die Soldaten, wie Oberst Ulrich Schroeter, der in dem Stabsgebäude einen hoffnungsvollen Auftakt sieht für weitere bauliche Großtaten, die kommen müssen, insbesondere das neue Wirtschaftsgebäude.

Für die Verwirklichung des Kunstwerkes waren neben Heinrich Brand auch die beiden Maurer Eckhard Rusch und Rudolf Hamann verantwortlich. Heinrich Brand hob den maßgeblichen Anteil der beiden Handwerker hervor. "Im Handwerk ruhen viele schöpferische Kräfte, die aktiviert werden können", betonte darüber hinaus Frank Thode.

Um den Soldaten, die bereits reges Interesse an dem Kunstwerk bekundeten, sein Werk besser zu veranschaulichen, versprach Heinrich Brand, seine Gedanken zum Werk noch schriftlich niederzulegen, damit sie im Flur des neuen Gebäudes aufgehängt werden können.

Quelle: Hallo Zeitung vom 28.01.1989

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