Gliederung Fernmeldekompanie 6 [erl.]

Die Fernmeldekompanie 6 war ein besonderes Konstrukt. Wer kann etwas zu Gliederung der Kompanie sagen? Ich weiß bislang nur, dass der Verband über 10 TPz FUCHS in der Version HUMMEL verfügte. Die Kompanie hatte in der Hindenburg-Kaserne in Neumünster einen besonders gesicherten Block, direkt am Ex-Platz. Hatte die Kompanie auch etwas mit dem Fernmeldebunker in der Kaserne zu tun?

Alle bisherigen Informationen der Kompanie befinden sich auf der Unterseite des Verbandes.

Zuletzt aktualisiert am 11.06.2021 von Webmaster /sku.

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Kommentar von Sören |

Super, vielen Dank für das tolle Feedback, Thomas. Ich habe die Gliederung der Kompanie schon angepasst, dank deiner Hinweise!

Kommentar von Thomas Siems |

Hallo Admin,
zu meiner Zeit gab es mit Sicherheit keine 10 Hummel in der FmKp 6, sondern nach meiner Erinnerung nur zwei. Da die wegen ihrer Sendeleistung von 10 KW ganz Schleswig-Holstein fernmeldetechnisch lahm gelegt hätten, sind die in Deutschland nicht eingesetzt worden. Es hieß immer, dass die nur einmal bei einer internationalen Übung in Dänemark verwendet worden seien. Da aber kein Funkverkehr möglich war, sei ein Melder geschickt worden, um die beiden abzuschalten.
Die Kompanie bestand aus zwei Zügen: Russisch-Aufklärung und elektronische Aufklärung. Die elektronische Aufklärung hat Radarstation gepeilt. Teil des Zuges war auch ein Fernmeldetrupp, der bei Übungen an der Deutsch-Deutschen-Grenze die Fernmeldeinfrastruktur aufgebaut hat.
Ich selber war Unteroffizier der Sprechfunkaufklärung. Wir hatte mehrere Unimogs mit Kabinen für jeweils zwei Soldaten und bis zu fünf Empfängern. In der Regel haben Unteroffiziere zwei Empfänger bedient und russischen Sprechfunk auf verschiedenen Frequenzen links und rechts auf dem Kopfhörer abgehört und mitgeschnitten und parallel schon die ersten Gespräche aufgeschrieben. Die Soldaten haben den Funkverkehr nur aufgezeichnet, da die nur einen grundlegenden Russischkurs bekommen haben. Unteroffiziere haben eine ca. anderthalbjährige Russischausbildung erhalten.
In meiner Erinnerung hatten wir drei solche Trupps.
Ebenso gab es drei Trupps, die in ihren Unimogs die Sprechfunksender gepeilt hatten. Wenn auf einer Frequenz russischer Sprechverkehr erkannt wurde, haben die Trupps den Standort bestimmt.
Ein weiterer Trupp war die Auswertung, wo die Aufzeichnungen der Unteroffiziere und die Tonbänder analysiert wurden.
Außerdem gab es einen Trupp, der für den Auf- und Abbau der Antenne LPV-70 (Logarithmisch-periodische vertikale Antenne mit 70 Grad Empfangswinkel) zuständig war.
Militärisch unterstand die Kompanie der 6. Panzergrenadierdivision, fachlich dem Fernmeldebataillon 120, Rotenburg (Wümme). Das erklärt auch den besonderen Status der FmKp 6.
Der Fernmeldebunker war nicht Teil der Kompanie.
Ich hoffe, damit bei der Gliederung helfen zu können.

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