Pionierbataillon 61

Das Pionierbataillon 61 wurde am 16.10.1963 als lePiBtl 537 in BAD SEGEBERG aufgestellt und verlegte 1969 in die Lübecker Trave-Kaserne, wo es 1993 aufgelöst wurde. Als Besonderheit der 6. Panzergrenadierdivision bestand mit diesem Bataillon ein zweites, komplett ausgestattetes Pionierbataillon (mit der Nummer 6) in Plön.

Die Lübecker Pioniere verließen den Standort zum 30.09.1993. Die Tradition wurde vom Pionierbataillon 6 fortgeführt.

Inhalt

Wappen

Das Wappen des Pionierbataillon 61 zeigt auf grauem Grund das Lübecker Holstentor sowie den Reichsadler als Zeichen der Verbundenheit zu seiner Garnisonsstadt, der Hansestadt Lübeck.

 

 

 

Geschichte

  • Aufstellung

    access_time 16.10.1963

    Beginn der Aufstellung des lePiBtl 537 in BAD SEGEBERG, "Neue Kaserne", heute "Lettow-Vorbeck-Kaserne"

  • Erster Tag der offenen Tür

    access_time 14.06.1964

    "Tag der offenen Tür", gemeinsam mit dem Panzergrenadierbataillon 182, dabei Besuch des Ministerpräsidenten von SH Dr. Lemke

  • Patenschaftsübernahmen

    access_time 01.10.1964

    Patenschaftsübernahme der 1. Kp durch die Gemeinden "HÜTTBLECK, STRUWENHÜTTEN, SIEVERSHÜTTEN und STUVENBORN"“"

  • Truppenfahne

    access_time 28.04.1965

    Das Bataillon übernimmt seine Truppenfahne

  • NATO-Pionierübung "BLACK COLOUR V"

    access_time 28.09.- 20.10.1965

    NATO-Pionierübung "BLACK COLOUR V" mit Brückenschlag über die Schlei bei MISSUNDE

  • Vereidigung / Feierliches Gelöbnis

    access_time März 1968

    Vereidigung / Feierliches Gelöbnis in der Patengemeinde der 2./- HANERAU-HADEMARSCHEN

  • Umzug

    access_time 16.10.1969

    Abschiedsappell des Btl aus dem Standort Bad Segeberg und Umzug nach Lübeck

  • Umbenennung

    access_time 01.04.1970

    Umbenennung des Btl in lePiBtl 13 bei gleichzeitiger Unterstellung unter das Heimatschutzkommando 13

  • 4. Kompanie aufgestellt

    access_time 01.11.1970

    Aufstellung der 4. Kp als Geräteeinheit

  • Taufe der Trave-Kaserne

    access_time 22.04.1971

    Die neue Truppenunterkunft wird auf den Namen "Trave-Kaserne" getauft.

  • Umbenennung

    access_time 01.10.1973

    Umbenennung des Btl in lePiBtl 610. Gleichzeitig Rückunterstellung unter 6. PzGrenDiv

  • Schneemassen

    access_time Januar 1979

    Großeinsatz des Btl gegen die Schneemassen in Ost-Holstein

  • Umgliederung

    access_time 01.10.1980

    Umgliederung des Btl nach Heeresstruktur 4, gleichzeitig Umbenennung in PiBtl 61; Aufstellung der 4. Kp als aktive PiKp, Neuaufstellung der 5. Kp als Maschinen- und Brückenkompanie.

  • Geburtstag

    access_time 18.-21.03.1983

    Gefechtsübung GRÜNE EICHE, luftverlasteter Sperreinsatz süd-ostwärts HAMBURG/SACHSENWALD. 20. Geburtstag des Btl mit einem Tag der offenen Tür auf der umgebauten und modernisierten Teerhofinsel.

  • Fahrschule

    access_time 01.08.1986

    Umgliederung der Btl Fahrschule zur Fahrschulgruppe Lübeck 1

  • BLACK GAP 87

    access_time 30.08.-04.09.1987

    Multinationale Pionierübung BLACK GAP 87 in LÜBECK

  • 25-jahriges Jubiläum

    access_time 02. - 04.09.1988

    25-jahriges Jubiläum des PiBtl 61, vormals lePiBtl 610, vormals lePiBtl 13, vormals lePiBtl 537

  • Informationsveranstaltung

    access_time 01.06.1989

    Es ist zur guten Tradition geworden, dass sich die Repräsentanten der Stadt LÜBECK und der umliegenden Gemeinden einmal im Jahr mit den aktiven und ehemaligen Pionieren sowie den Freunden des PiBtl 61 auf der TEERHOFSINSEL treffen, um das gute Miteinander zu pflegen und zu vertiefen.

  • Pionierbataillon 61 erhält seinen ersten "DACHS"

    access_time 19.07.1989

    Nun hat auch das Pionierbataillon 61 endlich seine schweren „Kettenteile", nachdem Mitte 1987 bereits vier Minenwerfer „SKORPION" in das Btl eingegliedert wurden. In Anwesenheit des BtlKdr OTL HOCKE und des KpFw der 5. Kp, HFw SCHULZ, übernahmen die Soldaten des PiMaschZg der 5. Kp ihren ersten Pionierpanzer "DACHS" vom Güterbahnhof LÜBECK.

  • Gefechtsübung "NASSER SAND"

    access_time 14.05. - 17.05.90

    Unter Führung von Kompaniechef Hptm SCZESNY rückte die 2. Kompanie zur Durchführung der Gefechtsübung "NASSER SAND" in den nördlichen Teil Schleswig-Holsteins aus. Hierbei wurden nicht nur Sperren jeglicher Art angelegt, sondern es erfolgte auch ein Übersetzen der gesamten Kompanie über die SCHLEI mit SE-Fähren des Schwimmbrückenbataillon 660 aus SCHLESWIG.

  • Pariner Radarschirm eingerollt

    access_time 16.12.90

    Nach zehn Jahren steht für die Bundeswehr-Einheit die Uhr still. (Zeitungsmeldung) Die Radaranlage war wirtschaftlich an das PiBtl 61 angegliedert und wurde durch den Bereitschaftszug auf besonderen Befehl des "Offizier der Führungsbereitschaft" der Trave-Kaserne zusätzlich gesichert.

  • Arbeitseinsatz an der ehern. DDR-Grenze

    access_time 1991

    Die Wiedervereinigung hat es möglich gemacht, dass die ehern DDR-Grenzanlagen, die Deutschland über vier Jahrzehnte teilten, endlich wieder abgebaut werden. Der Pioniermaschinenzug, verstärkt durch Tei1e des Brückenzuges der 5. Kompanie des Lübecker Pionierbataillon 61 trug durch folgende Arbeitseinsätze dazu bei, dass diese widernatürliche Trennungslinie schnell verschwand.

  • Pionierbataillon 61 wird aufgelöst!

    access_time 24.05.91

    Die Entscheidung ist nun offiziell gefallen, die Bundeswehr wird Lübeck verlassen. Lübeck gehört zu den 213 Bundeswehr-Standorten in den alten Bundesländern, die völlig aufgelöst werden. Das Panzergrenadierbataillon 172 verlegt zum 01.10.92 nach Bad Segeberg und das Pionierbataillon 61 wird zum 01.10.93 aufgelöst.

  • Tarn- und Täuschmaterial

    access_time 17./18.09.91

    Ein Sonderstab der PiBrig 80 aus STORKOW/BRANDENBURG zeigt im Rahmen einer Lehrvorführung auf der TEERHOFSINSEL die verschiedensten Tarn- und Täuschmaterialien der ehem. NVA.

  • Pionierübungsplatz TEERHOFSINSEL wird aufgelöst

    access_time 06.04.92

    Gemäß einem Fernschreiben vom heutigen Tag wird der Pionierübungsplatz Land/Wasser TEERHOFSINSEL in Lübeck mit Wirkung vom 30.09.93 aufgelöst.

  • Arbeitsgruppe 5 "Tradition" erarbeitet Traditionskonzept

    access_time 21.01.93

    Mit Btl- Befehl Nr. 3/93 vom 21.01.93 erhielt die in Teilen neu zusammengesetzte Arbeitsgruppe 5 "Tradition" den Auftrag, neben der Erstellung der Bataillonschronik, ein Konzept für die Pflege der Trad1t1on des P1Btl 61 zu entwickeln. Hierbei hat sich die Arbeitsgruppe an die vom Inspekteur des Heeres herausgegebenen Richthemen zu orientieren. Nach Auflösung des PiBtl 61 zum 30.09.93 erhält das Pionierbataillon 6 in PLÖN den Auftrag, die Tradition des PiBtl 61 weiter zu pflegen.

  • Räumung des Pionierübungsplatzes TEERHOFSINSEL

    access_time 16.02.1993

    Beginn der Räumung des Pionierübungsplatzes TEERHOFSINSEL / LÜBECK. Rege Tätigkeit herrscht auf der TEERHOFSINSEL bei der schrittweisen Absteuerung des Pioniergerätes des PiBtl 61. So begann heute das Schwimmbrückenbataillon 803 aus HAVELBERG mit der Übernahme und dem Abtransport des Hohlplattenkriegsbrückengerätes.

  • Auflösungsappell

    access_time 26.05.93

    Mit einem Appell löst der Kommandeur WBK I/6. PzGrenDiv, Generalmajor von Falkenhayn, den Standort Lübeck auf. Betroffen von der Auflösung sind das VKK 114 und das Pionierbataillon 61. Bis zum 30.09.93 sind dann die letzten Auflösungstätigkeiten abgeschlossen und der letzte Soldat der Bundeswehr hat Lübeck verlassen.

Gliederung


  1. Pionierbataillon 61

    in der Heeresstruktur 4 (1980 - 1990)

    1. KpFüGrp

      1. Truppenarzt
        Plön

      2. SanBereich
        11/25

      3. Fahrschulgruppe
        Lübeck 1

    2. 1. Kompanie
      Stabs- und VersKp

    3. 2. Kompanie
      Pionierkompanie

    4. 3. Kompanie
      Pionierkompanie

    5. 4. Kompanie
      Pionierkompanie

    6. 5. Kompanie
      PiMasch- und BrückenKp

Standorte

Lettow-Vorbeck-Kaserne

Die Bad Segeberger Lettow-Vorbeck-Kaserne beherbergte neben dem Panzergrenadierbataillon 182 zeitweise auch die Panzerjägerkompanie 180.

Trave-Kaserne

Die Lübecker Trave-Kaserne war -neben Plön- Heimat vieler Pioniereinheiten der Division.

Waffensysteme

TPz Fuchs

Der TPzFuchs ist ein geländegängiges, gepanzertes Radfahrzeug und kann neben Fahrer und Beifahrer bis zu acht Soldaten im hinteren Kampfraum transportieren. Der Fuchs wird mit verschiedenen Rüstsatzvariationen in verschiedensten Bereichen der Truppe genutzt.

BrLgPz M48

Der Brückenlegepanzer M48 war (bis zur Einführung des Brückenlegepanzers Biber) der aus US-amerikanischer Produktion stammende standardmäßige Brückenleger der Bundeswehr. Die Basis war die Panzerwanne des M48. Die knapp 20 Meter lange Faltbrücke wurde mit insgesamt vier Hydraulikzylindern verlegt bzw. aufgenommen. Bei der Bundeswehr wurden je vier Stück in den Panzerpionierkompanien der Brigaden geführt. Bis 1992 wurden die verbliebenen Geräte zugunsten des Biber ausgemustert.

PzSchnBr Biber

Der Brückenlegepanzer mit der namensgebenden Panzerschnellbrücke Biber ist dazu vorgesehen, im Gefecht je nach Geländebeschaffenheit Geländeeinschnitte wie Gewässer und Schluchten bis 20 Meter Breite zu überwinden.  Er gehört zur Gruppe der Kampfunterstützungsfahrzeuge und basiert auf dem Fahrgestell des Leopard 1.

PiPz Dachs

Der Pionierpanzer Dachs ist das Arbeitsgerät der Pioniertruppe und wurde auf der Basis des Kampfpanzers Leopard 1 entwickelt. Er wird noch heute in den Panzerpionierkompanien und Pionierbataillonen eingesetzt. Der Dachs kann mit seinem 9,15 Meter langem Baggerarm und seinem Löffel, der 1,1 Kubikmeter fasst, sehr rasch größere Erdmassen bewegen. Außerdem verfügt der Dachs über weitere Werkzeuge und Pioniergerät an Bord.

Minenverlegesystem 85

Beim Minenverlegesystem 85 handelt es sich um einen einachsigen Anhänger, der Panzerabwehrminen vom Typ DM-31 verlegt. Als Zugmaschine ist jeder geländegängige militärische Lkw ab einem zulässigen Gesamtgewicht von sieben Tonnen geeignet. Auf der Ladefläche des Lkw werden die Minen gelagert. Diese gelangen über eine Rutsche in den Anhänger, der sie anschließend auf dem Boden oder unterirdisch mithilfe eines integrierten Pflugs in einer Tiefe von bis zu 20 Zentimetern ausbringt.

Minenwurfsystem Skorpion

In den Jahren 1981/82 wurden von der Bundeswehr 300 in den USA gefertigte Basisfahrzeuge des Typs M 548 A1 G beschafft, die auf dem Fahrgestell des M113 basieren. Jede der sechs Minenwurfeinheiten kann 5 Magazine à 20 Minen aufnehmen. Die Gesamtanzahl beträgt 600 Minen. In einem Verlegedurchgang ist das Minenwurfsystem in der Lage, eine Minensperre von 1.500 Meter Länge und rund 50 Meter Breite in fünf Minuten zu legen. Seit 2011 wurde das System komplett ausgemustert.

Patenschaften

1. Kompanie 2. Kompanie
Hüttbleck, Struvenhütten, Sievershütten und Stuvenborn Hanerau-Hademarschen

Personal

Bataillon

Bataillonskommandeure
OTL Weißbrodt, OTL Obbarius, OTL Uebel, OTL Krohm, OTL Masch, OTL Nuding, OTL Helms, OTL Hocke, OTL Hofeditz, OTL Friese

Stellvertretende Bataillonskommandeure
M Schmidt, M Witt, M Schrammek, M Uebel, M Domrös, M Moriz, M Nuding, M Stephan, M Frankenberger, M Werner, M Tetzlaff, M Friese

1. Kompanie

Kompaniechefs
M Schmidt, M Witt, M Schrammek, H Zehr, H König, H Hildebrandt, H Milsch, M Burdack, M Friese, M Schütte-Felsche

Kompaniefeldwebel
HF Brügemann, HF Bredemeier, HF Zegarski, HF Neu, SF Thilow, HF Nonnewitz

2. Kompanie

Kompaniechefs
OL Hagemann, OL Leber, H Laskowski, H Burdack, H Kuhse, H Klitzing, H Müller S., H Müller W., H Hofeditz, H Coerdt, H Schmaglowski, H Lünebourg, H Sczesny, H Skotte

Kompaniefeldwebel
HF Sommer, HF Dreiza, HF Seyffert, HF Gast

3. Kompanie

Kompaniechefs
H Michatsch, H Sommer, H König, H Frankenberger, H Böthling, H Müller S., H Stregger, H Bulang, H Puls, H Fiebelkorn, H Lieven

Kompaniefeldwebel
HF Rademacher, HF Hintzen, HF Behrens, HF Wrage, SF Lampe, HF Nonnewitz

4. Kompanie

Kompaniechefs
H Bardet, H Schmier, H Sollich, H Römmeling, H Brandt, H Nagels

Kompaniefeldwebel
HF Sievers, HF Rudat, HF Halfmann, SF Thilow, HF Schulz H., HF Schütt

5. Kompanie

Kompaniechefs
H Friese, H Bischoff, H Höppnter, H Schilling, H Sczesny, H Flüh, H Skottke

Kompaniefeldwebel
SF Halfmann, HF Schulz H., HF Neu, SF Schulz H.

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