Panzergrenadierbataillon 173

Die Geschichte des Panzergrenadierbataillon 173 beginnt mit der Wiederaufstellung einer deutschen Armee nach dem 2. Weltkrieg. Als offizielles Geburtstdatum ist auf dem Aufstellungsbefehl Nr. 3 (Heer) der 30.09.1956 verzeichnet, jedoch betrat am 12. Juli 1956 mit StFw Mörler der erste Soldat des zukünftigen Panzergrenadierbataillon 3 die Boehn-Kaserne. Der Standort war damals noch in einem mangelhaften Zustand, denn die Gebäude waren noch nicht vollständig wiederhergestellt. Der Aufstellungsbefehl sah vor, dass das der 3. Panzerdivision unterstellte Panzergrenadierbataillon 3 bis zum 01.11.1956 eine Auffüllung bis auf eine Stärke von 80% des Solls von ca. 979 Soldaten erreichen soll.

Inhalt

Wappen

Das Wappen des Panzergrenadierbataillons 173 zeigt auf grünem Grund (Farbe der Infanterie) das rote Hanseaten Kreuz mit der Abbildung der Hammaburg in dessen Mitte.

Das Hanseatenkreuz wurde während des 1. Weltkrieges von den Hansestädten Bremen, Hamburg und Lübeck als Anerkennung der kriegerischen Leistungen sowohl den eigenen Staatsangehörigen, als auch den Truppen und Flotteneinheiten, die auf hanseatischen Boden standen oder aufgestellt wurden verliehen. In der Mitte des Hanseaten Kreuzes befindet sich das Wappen der verleihenden Hansestadt.

Geschichte

  • Aufstellung

    access_time 12.07.1956

    Als offizielles Geburtsdatum ist auf dem Aufstellungsbefehl Nr. 3 (Heer) der 30.09.1956 verzeichnet, jedoch betrat am 12. Juli 1956 mit StFw Mörler der erste Soldat des zukünftigen Panzergrenadierbataillon 3 die Boehn-Kaserne.

  • Erreichte Mannschaftsstärke

    access_time 07.1958

    Schon Anfang Juli 1958 verfügt das PzGrenBtl 3 über eine Personalstärke von 900 Soldaten und damit fast über seine Sollstärke. Diesen Soldaten wurde die besondere Ehre zuteil, an der Lehr- und Versuchsübung 1958 mit 162 Kfz als "Üb-PzGrenBtl 503" teilzunehmen.

  • Umbenennung

    access_time 16.03.1959

    Am 01. Februar 1959 wurde das Panzergrenadierbataillon 3 aus der 3. Panzerdivision herausgelöst und der in Hamburg neu aufgestellten Kampfgruppe A3 zugeteilt, die schon im darauffolgenden Monat zur Panzergrenadierbrigade 17 umbenannt wurde. Diese Brigade war der 6. Panzergrenadierdivision unterstellt und damit einhergehend bekam auch das Bataillon den neuen Namen Panzergrenadierbataillon 172 am 16.3.1959.

  • SPz HS 30

    access_time 07.1960

    Erst im Juli 1960 war es soweit, dass das Bataillon seinen ersten HS30-Schützenpanzer bekam, der jetzt das Hauptwaffensystem der Panzergrenadiere war. Jedoch konnte die Freude darüber nur geteilt sein, denn die Panzer wurden ohne Turm ausgeliefert.

  • access_time Flutkatastrophe 1962

    16.02.1962

  • Umbenennung zum PzGrenBtl 173

    access_time Im Zuge der Umgliederung des Heeres in die Struktur 3 und größerer Truppenverschiebungen innerhalb der 6. Panzergrenadierdivision wurde das Panzergrenadierbataillon 172 am 01.10.1971 umbenannt in Panzergrenadierbataillon 173.

  • Zusammenstoß

    access_time 04.05.1972

    Am 04.05.1972 stieß der Transportzug der Deutschen Bundesbahn, mit dem unter anderen das PzGrenBtl 173 nach einem Truppenübungsplatzaufenthalt in Bergen-Hohne per Bahn in den Standort Hamburg zurück verlegt werden sollte, auf der eingleisigen Strecke Buchholz-Soltau auf Grund menschlichen Versagens mit einem Güterzug zusammen. Neben dem Lokführer des Zuges verloren bei diesem Unglück zwei Panzergrenadiere ihr Leben, über 20 weitere Soldaten wurden zum Teil schwer verletzt.

  • SPz Marder

    access_time 26.04.1973

    Am 26.04.1973 wurde das Ende der HS 30- Ära im Bataillon eingeläutet. Die ersten beiden Schützenpanzer Marder wurden an die 3. Kompanie übergeben, Ende Oktober 1973 waren alle 50 Marder ausgeliefert.

  • 20-jähriges Bestehen

    access_time 11.11.1976

    Am 11.11.1976 beging das Panzergrenadierbataillon 173 mit einem Bataillons-Appell und einem feierlichen Gelöbnis sein 20-jähriges Bestehen. Zahlreiche Gäste nahmen daran teil und brachten damit ihre in den 20 Jahren der Bataillonsgeschichte ständig gewachsene enge Verbundenheit zum Bataillon sichtbar zum Ausdruck.

  • access_time 25-jähriges Bestehen

    1981

  • 100 Km Marsch

    access_time 1983

    1983 wird viele Soldaten in Erinnerung bleiben, denn der Quartalsausbildungsbefehl sah vor, dass die Truppenteile der Brigade 17 nach Durchführung der Bataillonsgefechtsübung LINDWURM den Weg in den Heimatstandort von BERGEN zu Fuß (100km-Marsch) zurücklegen. Drei Tage waren die Soldaten unterwegs. Auch Reporter der BILD versuchten sich daran.

  • access_time 25 Jahre PzGrenBrig 17

    1984

  • Trutzige Sachsen

    access_time 09.1985

    Der Schwerpunkt des Jahres war die Heeresübung "TRUTZIGE SACHSEN" vom 12.09. bis zum 21.09.1985. Dabei stellte die Panzergrenadierbrigade 17 den Angreifer dar. Um ihren Auftrag zu erfüllen setzte die gesamte Brigade über die Elbe. Dies stellte die erste Elbüberquerung der Bundeswehr dar. Unter den rund 3.600 Soldaten waren 500 Reservisten. Im PzGrenBtl 173 wurden die 1./-, 2./- und 4./Kompanie mit Reservisten aufgefüllt.

  • access_time Übungen

    1986

  • Tarnen und Täuschen

    access_time 1987

    Im Jahresausbildungsplan der Brigade 17 war von 173 die Durchführung einer Lehrübung "TARNEN UND TÄUSCHEN" gefordert worden. Die 3./173 bekam vom Kdr 173 den Auftrag, diese Lehrübung durchzuführen.

  • Salmonellen

    access_time 05.1988

    Leider rückte die Truppenküche der Boehn-Kaserne im Jahre 1988 auch zweimal in das negative Rampenlicht der Öffentlichkeit. Am 09.05.88 kam es zu einer Salmonellen-Infektion, an der ca. 90 Soldaten, u.a. der Truppenarzt, erkrankten. Diese Soldaten fielen über mehrere Tage vom Dienst aus.

  • Wiedervereinigung

    access_time 1989/90

    Der Fall der Mauer und die bald darauffolgende Wiedervereinigung Deutschlands hatte natürlich auch Auswirkungen auf die Geschichte des Panzergrenadierbataillons 173. Ein Ereignis besonderer Art war das erste Gelöbnis von Rekruten aus den alten und neuen Bundesländern.

  • Shilo und letzte Übung

    access_time 1991

    Fast wie ein letztes Aufbäumen mutete der TrÜbPI-Aufenthalt in SHILO an. Unter Mobilisierung aller Reserven und Einbeziehung einer Reihe anderer Verbände verlegte das Bataillon vom 24.05. bis zum 16.06. nach SHILO. Vom 30.08. - 10.09.1991 fand die letzte Truppenwehrübung statt.

  • access_time Auflösung

    1994

Gliederung


  1. Panzergrenadierbataillon 163

    1. Stab

      1. BtlFüGrp

    2. 1. Kompanie

      1. KpFüGrp

      2. Erk / VerbZug

      3. FmGrp

      4. SanGrp

      5. NschZug

      6. TrspGrp

      7. InstZug

      8. BergeTrp 1+2

    3. 2. Kompanie

      1. KpFüGrp

      2. I. Zug
        (3 Spz Marder)

      3. II. Zug
        (3 Spz Marder)

      4. III. Zug
        (3 Spz Marder)

    4. 3. Kompanie

      1. KpFüGrp

      2. I. Zug
        (3 Spz Marder)

      3. II. Zug
        (3 Spz Marder)

      4. III. Zug
        (3 Spz Marder)

    5. 4. Kompanie
      (Jäger)

      1. KpFüGrp

      2. I. Zug
        (3 MTW M113)

      3. II. Zug
        (3 MTW M113)

      4. III. Zug
        (3 MTW M113)

    6. 5. Kompanie
      (Mörser)

      1. KpFüGrp

      2. I. Mörser-Halbzug
        (3 MTW M113)

      3. II. Mörser-Halbzug
        (3 MTW M113)

Personal

Bataillon

Bataillonskommandeure
OTL Dr. Jäschke, OTL Busch, OTL Waltsgott, OTL Pfeiffer, OTL Marx, OTL Söder, OTL Zumkley, OTL Lindner, OTL Müller, OTL v. Claer, OTL Schmidt, OTL Siedschlag

Stellvertretende Bataillonskommandeure

M Herzig, H Semrau, OTL Ludwig, H Pfeiffler, M Schünemann, M Quade, M Pelz, M Oertel, M Zumkley, OTL Meyer-Sommer, OTL Unterfelt, M Bernhard, M Albrecht, OTL Seifert, M Wiesemann, M, Kartzfleisch, M Zimmermann, M Nitzschka,M Brenne-Wegener

1. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Klein, Hptm Rauh, Hptm Henselmann, Mj Lennigk, Mj Pfeifer, Mj Jährig, Hptm Voigt, Mj Lindner, Hptm Reichard, Hptm Wietzker, Mj Albrecht, Mj Brenne-Wegener

Kompaniefeldwebel
HFw Imberg, HFw Herciug, HFw Drews, HFw Scheiner, StFw Splettstößer, StFw Kollien, HFw Hintz

2. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm v. Binzer, Hptm Lissinna, Hptm Pistorius, Hptm v. Stünzner-Karbe, Hptm Heink, Hptm Dernbach, OLt Wiesemann, Hptm Stave, Hptm Heep, Hptm Lass, Hptm Rogge, Hptm Sättler, Hptm Witzke, Hptm Detsch

Kompaniefeldwebel
HFw Hohn, HFw Faustmann, OFw Labes, OFw Wix, HFw Hülser, HFw Hüsken, HFw Volkmann, HFw Haselhuhn

3. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Rehde, OLt Nebe, OLt Pistorius, Hptm v. Lossow, Hptm Moderow, Hptm Lenz, Hptm Fitzl, Hptm Perschau, Hptm Seifert, OLt Heinen, Hptm Wünsche, Hptm Breuer, Hptm Hochhausen, Hptm Krake, Hptm Staniczek

Kompaniefeldwebel
OFw Krohn, HFw Bachmann, OFw Jochim, HFw John, HFw Hinne, StFw Rosenberg, HFw Thönes

4. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Herrmann, Hptm Eckert, Hptm Kittner, Hptm Herzog, Hptm Hansen, Hptm v. Seebach, Hptm Galensa, Hptm Witzke, Hptm Dr. Schwarz, Hptm Albrecht, OLt Stave, Hptm Brenne-Wegener, Hptm Winkel, Hptm Block, Hptm Breuer, Hptm Brandes

Kompaniefeldwebel
OFw Barnikau, HFw Jurksch, HFw Deierling, HFw Schulz, HFw Reinhard, HFw Splettstößer, HFw Kollien, HFw Scheer

5. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Rauh , Hptm v. Binzer, Hptm Rehde, Hptm Pawelczyk, Hptm Nebe, Hptm Herzog, Hptm Vogel, Hptm Kowling, Hptm Lenz, Hptm Böhm, Hptm Perschau, OLt Lindenau, Hptm Joachim, Hptm Niehoff, Hptm Heilemann, Hptm Carle, Hptm Wulf, Hptm Wien

Kompaniefeldwebel
HFw Dolder, OFw Haack, HFw Bringer, HFw Dreger, HFw Ahl, HFw Arens

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