Traditionsverband Panzergrenadierbrigade 16

Die anstehende Auflösung der Panzergrenadierbrigade 16 zum Ende des Jahres 1994 sorgte innerhalb der Mehrzahl der Verbände zu Überlegungen, die man an die Bundeswehr in Wentorf und im Kreis Herzogtum Lauenburg erinnern könnte. So gründete sich im November 1993 der Traditionsverband Panzergrenadierbrigade 16 HERZOGTUM LAUENBURG. Organisiert als Dachverband mit Einzelmitgliedern und Mitgliedsverbänden anderer Verbände und Einheiten.

Im August 2020 löste sich der Traditionsverband aus Altergründen auf.

Inhalt

Wappen

Als Wappen führte der Traditionsverband Panzergrenadierbrigade 16 HERZOGTUM LAUENBURG das Wappen der aufgelösten Stabskompanie der Panzergrenadierbrigade 16.

Das Wappen zeigt ein weißes Nesselblatt, eingerahmt mit silbernem Rand auf grünem Grund. Im Nesselblatt befindet sich das Lauenburger Wappen ohne Krone. Der grüne Grund gibt die Farbe der Panzergrenadiere wieder. An dem Nesselblatt ist zu erkennen, dass die Brigade im Bereich Holstein stationiert war. Das Lauenburger Wappen betont die enge Verbundenheit mit dem Kreis Herzogtum Lauenburg.

Geschichte

  • Aufstellung des Bataillons

    access_time 12. April 1962 – Kaserne „Auf der Freiheit“ (Schleswig)

    Das Feldartilleriebataillon 165 wurde ab dem 12.04.1962 gemäß Aufstellungsbefehl Nr. 833 (H) in Schleswig aufgestellt. Es war ausgerüstet mit dem Waffensystem Feldhaubitze 155 mm. Herangezogen zur Aufstellung wurde u. a. die 4./FArtBtl 177, die fortan die 3./FArtBtl 165 war.

  • Neues Waffensystem

    access_time 06.04.1964

    Für das 1962 aufgestellte Feldartilleriebataillon mit seinem Waffensystem Feldhaubitze 155 mm erfolgte schon ein Jahr später die Umstellung auf die Feldhaubitze 105 mm in Verbindung mit dem Faun Geräteträger (GT) 8/ 15 war ein Artillerieverband im klassischen Sinne. Mit dem Umgliederungsbefehl Nr. 48/67 (11) vom 6. April 1964 hielt auch die gepanzerte Komponente in Form der neuen Panzerhaubitze M 109 G Einzug. Ebenso wird das Bataillonswappen präsentiert und genehmigt.

  • Übernahme der Truppenfahne

    access_time 26.04.1965

    Am 26. April übernimmt das Bataillon die vom Bundespräsidenten gestiftete Truppenfahne.

  • Neuer Name

    access_time 1967

    Ab dem 1. Mai wird aus dem Feldartilleriebataillon 165 das Panzerartilleriebataillon 165.

  • Verlegung nach Wentorf bei Hamburg

    access_time Oktober 1972

    Im Oktober und November steht die Verlegung aller Teile des Panzerartilleriebataillon 165 von Schleswig nach Wentorf bei Hamburg in die dortige Bose-Bergmann-Kaserne an. Gleichzeitig wird in Wentorf die 4. Batterie neu aufgestellt. Am 13. November gegen 19.00 Uhr sind zum letzten Male Kettengeräusche des Bataillons in den Straßen Schleswigs zu hören.

  • Schneekatastrophe

    access_time 1979

    Die starken Schneefälle führten dazu, dass das Bataillon mit Teilen vom 31.12.1978 bis 06.01.1979 zum Schneeräumen eingesetzt wurde und dann vom 14. Bis 20. Februar in Alarmbereitschaft wegen weiteren Schneefalls gehalten wurde.

  • Umgliederung in Heeresstruktur 4

    access_time 1980

    Schwerpunkte des Jahres war der Beginn der Umgliederung des Bataillons in die Heeresstruktur 4 mit der Auflösung der Fahrschule und der Abgabe des Auftrages zur Ausbildung von Rekruten. Damit wird die 4./- dann eine „schießende“ Batterie. Ebenso wird das neue Artilleriebeobachtungsgerät an das Bataillon übergeben.

  • Fahnenband

    access_time 1982

    Eine besondere Form ist die Verleihung von Fahnenbändern für die Truppenfahne. Es ist eine Ehrung, die nicht den einzelnen ehrt, sondern die Leistung eines Verbandes. Das Bataillon erhielt 1982 für seine Verdienste während der Katastrophen der letzten Jahre aus der Hand von Ministerpräsident Gerhard Stoltenberg das Fahnenband des Landes Schleswig-Holstein während eines Feierlichen Appells in Rendsburg.

  • Patenschaft mit der Stadt Geesthacht

    access_time 07.10.1983

    Schon längere Zeit vor der offiziellen Übernahme der Patenschaft der Stadt Geesthacht für das Panzerartilleriebataillon 165 bestanden intensive Kontakte zwischen Vertretern und Bürgern der Stadt mit Soldaten aller Dienstgrade des Bataillons. Im Februar 1982 hatte die Division einen entsprechenden Antrag des Bataillons genehmigt. Die Ratsversammlung der Stadt hatte schon am 15.12.1981 einstimmig beschlossen, die Patenschaft für die Wentorfer Artilleristen zu übernehmen. Am 14.5.1982 konnte die damalige Bürgervorsteherin, Frau Anneliese Schmidt, im Rahmen eines gut besuchten Festaktes im Ratssaal der Stadt dem seinerzeitigen Kommandeur, Oberstleutnant Führer, die Patenschaftsurkunde überreichen. Der Kernsatz ihres Textes lautete: »Die Stadt Geesthacht bekennt sich zu den Soldaten der Bundeswehr. Sie anerkennt die gesellschaftliche Stellung der Bundeswehr als Teil unseres Volkes.«

  • Artilleriestruktur 85

    access_time 01.04.1987

    Das Bataillon bewältigte die Umgliederung wie folgt: Im Februar 1987 gibt die 4. Batterie in MUNSTER ihren letzten Schuss ab, um dann zum 30. März 1987 aufgelöst zu werden. Das Material verbleibt im Bataillon, die Masse der Soldaten der 4. Batterie tritt mit wenigen Ausnahmen zur 2. Batterie, die auch die Tradition der ehemaligen 4./- weiterführt.

  • Dunkle Wolken am Horizont

    access_time 1991

    Bereits im Juni 1991 trifft die Nachricht ein, dass auf Grund einer einsamen Entscheidung des Verteidigungsministers Dr. Stoltenberg das künftige Artilleriebataillon der Brigade nicht mehr in Wentorf, sondern in Dedelsdorf liegen und das Panzerartilleriebataillon 335 sein sollte.

  • SHILO – Indianer und weites Land

    access_time 1992

    Nach 16jähriger Abstinenz zeigt das Bataillon 1992 als erster deutscher Artillerieverband wieder Präsens auf dem kanadischen Übungsplatz. Am 18. Mai 1992 erfolgte in SHILO die letzte Bataillonsfeuerzusammenfassung im Leben des Panzerartilleriebataillons 165.

  • Der »goldene Schuss« des Bataillons

    access_time 20.08.1992

    Schließlich erlebt man den »goldenen Schuss« des Bataillons am 20. August 1992 auf dem altvertrauten, liebgewonnenen Truppenübungsplatz MUNSTER.

  • Bekanntgabe der Auflösung

    access_time 15.12.1992

    Im Rahmen der Truppenreduzierung auf 370.000 Soldaten wird die Brigade zum Ende des Jahres 1994 aufgelöst. Für das Panzerartilleriebataillon bedeutet dies, dass es ein Weiterbestehen im Rahmen des Bataillons 335 nicht geben wird und man es bis zum 30.9.1993 aufzulösen hat.

  • Das Ende des Bataillons

    access_time 30.09.1993

    Als letzter verlässt der TVB Hauptfeldwebel Winterhoff nach der Blockübergabe das Stabsgebäude des Panzerartilleriebataillons 165.

Gliederung

  1. Stab / StKp PzGrenBrig 16
    Traditionsverband Panzergrenadierbrigade 16


    1. Einzelmitglieder

    2. Panzergrenadierbataillon 162
      Ehemalige Panzergrenadierbataillon 162


    3. Ehemalige Panzergrenadierbataillon 163


    4. Kameradschaft "Ehemalige Wentorf im DBwV"

    5. Feldersatzbataillon 63
      Mob-Truppenkameradschaft Feldersatzbataillon 63


    6. Reservistenkameradschaft Bergedorf



    1. Reservistenkameradschaft Wentorf

    2. Panzerartilleriebataillon 165
      Traditionsgemeinschaft Panzerartilleriebataillon 165


    3. Wirtschafts-Initiative-Wentorf WIW e. V


    4. Ehemalige Mitgliedsverbände

      1. Jägerbataillon 66
        Bergedorfer Freundeskreis Jägerbataillon 66 e. V.

      2. Panzergrenadierbataillon 161
        Panzergrenadierbataillon 161 -Ehemalige-


      3. Verein zur Erhaltung des 76er Denkmals e. V.


      4. Polizeirevier 43 u. Verkehrsstaffel Billstedt / Bergedorf


      5. Freiwillige Feuerwehr Wentorf


      6. Reservistenkameradschaft Reinbek


      7. Jagdhornbläsergruppe Kreis Hzgt. Lauenburg


      8. Klönschnack 8 nach 8

Personal

Erster Vorsitzender

Oberst a. D. Peter Dankert (1993-1996), OTL a. D. Karl-Heinz Dammann (1996-2008), Herr Holger Gruhnke (2008-2020)

Stellvertretender Vorsitzender

StFw a. D. Eugen Kroneberger (1993-1996), Oberst a. D. Hartmut von Osten (1996-1999), Hptm a. D. Rudolf Oppermann (1999-2011), StFw a. D. Helmut Lütgens (2011-2016), StFw a.D. Rüdiger Bladt (2016-2020

Kassenwart

Hptm a. D. Rudolf Oppermann (1993-1999), RegAmtm a. D. Fritz Hartwig (1999-2005), Hptm d. R. Thomas Walleit (2005-2008), StFw a. D. Hans-Jürgen Kuhr (2008-2020)

Schriftführer

Major a. D. Hartwig Busche (1993-1996), StFw a. D. Günther Wagner (1996-2005), OStFw a. D. Heinz Christofzik (2005-2020)

Archivar / Leiter Organisation

OTL a. D. Karl-Heinz Dammann (1993-1996), Maj. d. R Hans-Werner Sticken (1996-1999), OFA a. D. Dr. Eckard Schmidtsen (1999-2008), Herr Sören Kuhrt (2008-2020)

Ehrenvorsitzender

Oberst a. D. Peter Dankert (1996), StFw a. D. Eugen Kroneberger (1996), OTL a. D. Karl-Heinz Dammann (2008)

Ehrenmitglieder

Hptm a. D. Rudolf Oppermann (2008), Frau Lisa Marks (2015)

Treffen der norddeutschen Traditionsverbände

Am 27. September 2010 trafen sich erstmalig ein Großteil der norddeutschen Traditionsverbände aller Teilstreitkräfte in Wentorf bei Hamburg. Ziel dieser Veranstaltung ist es, gemeinsame Probleme zu erörtern und in Zukunft die Zusammenarbeit zu stärken.

Da sich die Bundeswehr mit jeder weiteren Strukturreform immer weiter verkleinert und aus der Fläche zurückzieht, fällt den Traditionsverbänden eine wichtige Rolle zu.

Auf den nachfolgenden Seiten werden alle Informationen zu dieser Veranstaltung festgehalten.

Treffen 2010 (Wentorf)

Das erste Treffen fand am 27.9.2010 in Wentorf bei Hamburg statt.

Treffen 2011 (Boostedt)

Im Jahre 2011 trafen sich die Verbände auf Einladung im Offiziersheim der Rantzau-Kaserne in Boostedt.

Treffen 2012 (Husum)

Im Jahre 2012 trafen sich die Verbände in der Julius-Leber-Kaserne und der Fliegerhorst-Kaserne in HUSUM.

Treffen 2013 (Flensburg)

Im Jahre 2013 folgten die Verbände der Einladung der Flensburger Jäger Ende September in die Fördestadt.

Treffen 2014 (Stadum)

Im Jahre 2014 erfolgte die Einladung durch die Kameraden der TG Aufklärungsgeschwader 52 nach Stadum in Nordfriesland.

Treffen 2015 (Eutin)

Im Jahre 2015 erfolgte die Einladung durch die Kameraden des Traditionsverbandes Auflärungsbataillon 6 nach Eutin in Ostholstein.

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