Geschichte

Die Geschichte der Panzergrenadierbrigade 16 beginnt mit dem Aufstellungsbefehl Nr. 98 (Heer) - Az 10-30-25 vom 6.11.1957. Mit dieser „Geburtsurkunde“ beauftragt der Führungsstab des Heeres das 1. Korps, die Kampfgruppe A 6 ab 2.1.1958 in Flensburg aufzustellen.

Das Vorkommando trifft im März 1958 in Flensburg ein und übernimmt die neuen Kasernenanlagen in Flensburg-Weiche. Dort beginnt ab April 1958 die Aufstellung der Kampfgruppe A 6 unter dem Kommando von Oberst Jürgen Bennecke. Der Aufbau der Brigade in der Heeresstruktur 1 als Kampfgruppe A 6 orientiert sich an den Gliederungsformen der Wehrmacht in den letzten Kriegsjahren. Bis zur Kommandoübernahme der 6. Panzergrenadierdivision im März 1959 bleibt die Kampfgruppe A 6 zunächst noch der 3. Panzerdivision in Buxtehude unterstellt. Die „Männer der ersten Stunde“ betreiben zügig den Aufbau der Truppenteile mit der Vorgabe, bereits im Dezember 1958 als Kampfgruppenverband einen ersten Truppenübungsplatzaufenthalt durchzuführen.

Schon nach dieser kurzen Aufbauzeit besuchen dann Verteidigungsminister Dr. Strauß und der Kommandeur der alliierten Streitkräfte Nordeuropas, Generalleutnant Sir Murray, die Kampfgruppe auf dem Truppenübungsplatz BERGEN HOHNE. Die im Verlauf des Jahres 1958 eingenommene Gliederung der Heeresstruktur 1 ist nur von kurzer Dauer: Bereits 1958 wechselt die Kampfgruppe A 6 bei gleichzeitiger Umbenennung in Panzergrenadierbrigade 16 in die Heeresstruktur 2, wird - seit 1970 nach der Heeresstruktur 3 gegliedert - aus den Standorten Flensburg und Schleswig verlegt in die Standorte Wentorf bei Hamburg und Elmenhorst im Kreis Herzogtum Lauenburg, wächst - nach Einnahme der Heeresstruktur 4 ab 1981 - zur größten Brigade des deutschen Heeres auf, führt - ab 1992 - unter Zusammenlegung der Infanterieverbände der Brigade nach dem Heeresmodell 5 einen weitreichenden Rückbau der Friedenspersonalstärke durch und erhält schließlich am 15.12.1992 die Auflösungsentscheidung.

Die 6. Panzergrenadierdivision steht Anfang der 60er Jahre vor der gewaltigen Aufgabe, die Gefechtskraft aller Truppenteile, insbesondere durch die Einführung von leistungsfähigeren Gefechtsfahrzeugen in den Verbänden aller Truppengattungen, zu steigern. Damit ist ein umfassendes Umschulungsprogramm für die Führer und Ausbilder aller Führungsebenen sowie die Weiterbildung des Fachpersonals der Materialwirtschaft, insbesondere des technischen Personals, verbunden. Für jede Armee ist eine derartige Aufgabe eine große Herausforderung, für eine Wehrpflichtarmee allemal. So entschließt sich die 6. Panzergrenadierdivision, die allgemeine Grundausbildung für den Bereich der gesamten Division in einer Brigade zusammenzufassen und erteilt der Panzergrenadierbrigade 16 für den Zeitraum 1960 bis 1964 den Auftrag, den Großteil aller Rekruten der Division - in 17 Einheiten - auszubilden.

Auf die Ausstattung der Brigade mit Schützenpanzern wird vorerst verzichtet. Von jetzt an fahren alle Rekruten der 6. Panzergrenadierdivision weit in den hohen Norden. Für die vielen Wehrpflichtigen der Division aus dem Rhein-Ruhr-Gebiet ist dies der denkbar weiteste Weg zum Dienstort; Heimfahrten mit ICE, Intercity oder eigenem Kraftfahrzeug waren in diesen frühen Jahren für niemanden vorstellbar.

Im Jahr 1962 fordert die größte Sturmflut seit Menschengedenken die Panzergrenadierbrigade 16 das erste Mal im Katastropheneinsatz; spätere Einsätze werden folgen. In der Nacht zum 17.2.1962 brechen die Deiche an der deutschen Nordseeküste. Allein in Nordfriesland sind die Deiche auf einer Gesamtlänge von 70 km überflutet. Riesige Landflächen bis weit in das Hinterland sind vom sturmgepeitschten Nordseewasser bedeckt. Über Nacht geraten viele tausend Menschen ohne Vorwarnung in äußerste Gefahr für Leib und Leben. Zum ersten Mal seit 1936 wird in den Landkreisen Husum, Eiderstedt und Süderdithmarschen wieder ein Katastrophenalarm ausgelöst. Gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen stellt sich die Panzergrenadierbrigade 16 sofort mit allen Kräften zur Verfügung. Sie wird in den Landkreisen Husum und Eiderstedt eingesetzt. Fast eine Woche stehen die Soldaten der Brigade bei Arbeits- und Rettungseinsätzen - unterstützt von Pioniergerät, Sanitäts- und Transportfahrzeugen der Truppe - pausenlos im Einsatz, helfen mit den Fernmeldemitteln der Truppenteile den Einsatz anderer beteiligter Hilfsorganisationen zu koordinieren und retten viele Menschen vor der großen Flut. In der Stunde der größten Not an der Küste hat sich die Truppe auch in den Augen der heimischen Bevölkerung im selbstlosen und bedingungslosen Einsatz außerordentlich bewährt; das gute Verhältnis zur Bevölkerung im Norden Schleswig-Holsteins wird dadurch weiter vertieft. Mehrere hundert Soldaten der Brigade werden von der Landesregierung Schleswig-Holstein mit der „Sturmflutmedaille“ ausgezeichnet.

Kampfwertsteigerungen durch Umrüstung auf den Kampfpanzer M 48 (ab 1966) und auf die Panzerhaubitze M 109 G (1967) sowie die Teilnahme an den NATO-Gefechtsübungen BIG BRISK (1967) und LAND ROVER (1968) mit Volltruppe heben nach Erhalt des Einsatzauftrages den Gefechtswert der Brigade, schaffen die Voraussetzungen, sie alsbald im Zuge des Konzeptes der Vorneverteidigung aus der räumlichen Tiefe des nördlichen Schleswig-Holsteins nach vorn, unmittelbar an die Innerdeutsche Grenze, zu verlegen.

Umzug vom hohen Norden in den Kreis Herzogtum Lauenburg

Unmittelbar nachdem die neuen Kasernenanlagen in Elmenhorst bezugsfertig sind, trifft das Panzerbataillon 164 im Oktober 1969 als erster Verband der Brigade im Kreis Herzogtum Lauenburg ein; Brigadekommando und Stabskompanie folgen im April 1970. Den „Schließenden“ bildet das Panzerartilleriebataillon 165. Mit seinem Abmarsch aus Schleswig im November 1972 wird die Verlegung der Brigade nach Wentorf bei Hamburg und Elmenhorst Ende 1972 abgeschlossen.

Patenschaften zwischen Städten und Gemeinden des Kreises und den Verbänden und Einheiten der Brigade besiegelten und vertieften dauerhaft das herzliche Einvernehmen. Die Dokumentation von Patenschaften begann bereits 1971 durch Austausch der Urkunden zwischen der Stadt Schwarzenbek und dem Panzerbataillon 164, entwickelte sich kontinuierlich fort bis zur letzten Begründung einer Patenschaft zwischen der Gemeinde Aumühle und der 2. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 162 im Mai 1991; im Laufe der Jahre wurden insgesamt 16 Patenschaften beurkundet.

Mit der Umgliederung in die Heeresstruktur 4 ab 1981 soll vor allem die Führerdichte in den Truppenteilen erhöht werden, Regie- und Serviceaufgaben zusammengefasst, insgesamt die Führungsfähigkeit der Truppe im Gefecht gestärkt werden. Die Anzahl der im Gefecht zu führenden Soldaten und Kampffahrzeuge werden vor allem auf der Führungsebene Zug und Kompanie reduziert; Regieleistungen werden auf der Verbandsebene konzentriert. Auf der Führungsebene der Brigade tritt ein neues gemischtes Panzergrenadierbataillon hinzu, das sogenannte „Bataillon mit der Endnummer 1“.

Die Brigade wird außerdem beauftragt, in Wentorf bei Hamburg das Jägerbataillon 66 aufzustellen und im Frieden truppendienstlich zu führen. Der Ausbau der Jägertruppe im Bereich der 6. Panzergrenadierdivision wirkt der konzeptionellen Schwäche gepanzerter Verbände entgegen. Diese verfügen ja über nur wenige Soldaten im abgesessenen Kampf. Ein entscheidender Gesichtspunkt bei der Planung der Verteidigungsoperationen am Elbe-Lübeck-Kanal. Aus der Umgliederung in die Heeresstruktur 4 geht die Brigade auch personell gestärkt hervor: 3.720 aktive Soldaten leisten jetzt in den Standorten Wentorf bei Hamburg und Elmenhorst ihren Dienst, davon 1.850 (50 %) Wehrpflichtige und 1.640 (44 %) Soldaten auf Zeit (SaZ 2-SaZ 15), die von 235 (6 %) Berufssoldaten geführt werden. Dem Offizierkorps der Brigade gehören jetzt 120 Offiziere an. Die personelle Stärke der Brigade wird im Verteidigungsfall durch Einberufung von Reservisten auf einen Gesamtumfang von 4.960 Soldaten angehoben; dieser Großverband steht bereit zur „Wacht am Elbe-Lübeck-Kanal“. Vereinfacht gesagt, bedeutet das Konzept der Vorneverteidigung für unsere Brigade: „Halten in jeder Lage und um jeden Preis“, und zwar am westlichen Ufer des Elbe-Lübeck-Kanals. Die Verwirklichung dieses „Festkrallens“ der Truppe unmittelbar an der Innerdeutschen Grenze ohne „Aufgabe von Räumen“ setzt auf Dauer die Billigung durch die Bevölkerung im Kreis Herzogtum Lauenburg voraus.

Die vielfältigen Verbindungen werden aber auch getragen durch die Integration der Soldaten und ihrer Familien in das gesellschaftliche Leben des Kreises Herzogtum Lauenburg. Diese spiegelt sich wider in den Mitgliedschaften in Vereinen, Verbänden, den kommunalen Vertretungen und im Kreistag. Vielfach wird von Soldaten an hervorgehobenen Positionen Verantwortung getragen. Im Gespräch mit dem damaligen Brigadekommandeur, Brigadegeneral Jürgen von Falkenhayn, regt Landrat Kröpelin an, der Panzergrenadierbrigade 16 den Beinamen „Herzogtum Lauenburg“ zu verleihen. Nachdem der damalige Kreispräsident Hermann Heins und die Mehrheit des Kreistages diese Anregung mittragen, erklärt die Landesregierung Schleswig-Holstein ihre Zustimmung zur beabsichtigten Namensgebung. Auf Antrag der Brigade verfügt der Inspekteur des Heeres die Namensgebung, so dass am 2.12.1987 der Kommandeur der 6. Panzergrenadierdivision, Generalmajor Gaus Steinkopff, im Rahmen eines Feldappells auf dem Gut Wotersen der Brigade den Beinamen „Herzogtum Lauenburg“ verleiht. Panzergrenadierbrigade 16 ist der erste Großverband des deutschen Heeres mit einem Beinamen der Gebietskörperschaft, in der sie stationiert ist. „Namen schaffen Bezüge, signalisieren Traditionsverständnis und vermitteln Sinngebung....“, diese Worte in der Festansprache des Divisionskommandeurs beschreiben zutreffend das Empfinden vieler Soldaten in der Truppe.

Im späten Frühjahr 1989 werden - einmalig während des Bestehens der Bundeswehr - die Wehrpflichtigen nicht zu Beginn eines Kalenderquartals für 18 Monate eingezogen. Neuordnung sowie Verlängerung der Dauer des Grundwehrdienstes entsprechen damaliger sicherheitspolitischer Lagebeurteilung und demografischer Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland. Das deutsche Heer bereitet sich auf die Einnahme der Heeresstruktur 2000 vor... Aber, alles kommt ganz anders! In kürzester Zeit bewirken weltpolitische Ereignisse die Änderung aller sicherheitspolitischen Bedingungen. Die am 1.6.1989 eingezogenen Wehrpflichtigen (W 18) bleiben nur 12 Monate im Grundwehrdienst. Noch innerhalb ihrer laufenden Dienstzeit wird ihre Verpflichtungsdauer um 6 Monate verkürzt: Ende Mai 1990 verlassen diese ersten „W 18er“ als „W 12er“ die Truppe. Einen Monat später scheiden die letzten „W 15er“ aus dem Grundwehrdienst aus. Ebenfalls wird die Heeresstruktur 2000 nicht weiter realisiert. So wechselt das deutsche Heer aus der Heeresstruktur 4 statt in die Heeresstruktur 2000 unmittelbar in die Heeresstruktur 5. Die Sommermonate 1990 sind die letzten normalen Ausbildungsmonate der Brigade. Im September 1990 wählen der Brigadekommandeur und die Bataillonskommandeure in Zusammenarbeit mit den zentralen personalbearbeitenden Stellen die Offiziere und Feldwebel aus, die ab 3.10.1990 die Übernahme der Befehls- und Kommandogewalt über die Nationale Volksarmee in die Tat umsetzen sollten. In vielen Einheiten und Stäben der Bundeswehr brechen Offiziere und Feldwebel in die ehemalige DDR auf. Zu unser aller Überraschung erhält der damalige Brigadekommandeur, Oberst Rolf Ocken, den Auftrag, die ehemaligen Grenztruppen der DDR aufzulösen und gleichzeitig mit vorübergehend weiterbeschäftigten Angehörigen der früheren Grenztruppen die Grenzanlagen an der Innerdeutschen Grenze und um Westberlin abzubauen; insbesondere die Minenfelder zu räumen.

Am 3.10.1990 überschreiten also an der ehemaligen Grenzkontrollstelle Gudow der Brigadekommandeur selbst, ein Bataillonskommandeur, Offiziere der Bataillonsstäbe der Brigade, Kompanie- und Batteriechefs mit begleitenden Feldwebeldienstgraden die Grenze zum „Beitrittsgebiet“. Noch ein Jahr zuvor hätte sich niemand diese Entwicklung auch nur für einen irgendwann späteren Zeitpunkt konkret vorstellen können. Den unmittelbar im Vollzug der Übernahme der Befehls- und Kommandogewalt durch den Bundesminister der Verteidigung eingesetzten Offizieren und Feldwebeln sind die Ereignisse zeitweise wie ein Traum vorgekommen; Hauptmann Michael Matz berichtet über seinen Einsatz im Bundeswehrkommando OST vom 3.10.1990 bis zum 31.3.1991: „Nachdem auf politischer Ebene die Übernahme der NVA durch die Bundeswehr beschlossen wurde, wurde auch im Jägerbataillon 66 nach freiwilligen Offizieren und Feldwebeln gesucht, die sich an der Aufbauarbeit in den neuen Bundesländern beteiligen wollten. Als die Frage nach einem Einsatz im Osten an mich herangetragen wurde, habe ich mich ohne Zögern für diese Aufgabe gemeldet, hatte man doch die Möglichkeit, seinen kleinen Beitrag zur Deutschen Einheit zu leisten. Obwohl Einsatzort, Einsatzdauer und -aufgabe ungewiss waren, gab es im Jägerbataillon 66 eine große Anzahl von freiwilligen Offizieren und Feldwebeln. Ich wurde ausgewählt und zur vorbereitenden Ausbildung zwei Tage an die Schule für Information und Kommunikation in Waldbröl befohlen.

Da mir bekannt war, dass auf hoher politischer und militärischer Ebene bereits ab Spätsommer 1990 eine Vielzahl von Gesprächen zur Lagefeststellung und zur Koordinierung des Einsatzes von Unterstützungsgruppen geführt worden waren, versprach ich mir umfassende Informationen über den bevorstehenden Einsatz. Wenn auch erste Kontakte zwischen Offizieren, Fähnrichen und Feldwebeln der NVA stattfanden, konnte man sich schließlich aber nur mit viel Fantasie ein sehr grobes Bild über das machen, was einen erwartete. Konkreter war eine Zusammenziehung aller Begleit- und Unterstützungskommandos der 6. Panzergrenadierdivision in der letzten Septemberwoche 1990. Während dieser Veranstaltung, an der auch Offiziere der 8. MotSchützendivision aus Mecklenburg teilnahmen, wurden Aufgaben konkretisiert. Ich erhielt den Auftrag, mit Oberleutnant Hans-Christoph Grohmann, Zugführer in der 3./Jägerbataillon 66 und Hauptfeldwebel Ernst Gossler, Kompaniefeldwebel der 5./Jägerbataillon 66, die Rekrutenkompanie der Ausbildungsbasis 30 in Goldberg zu unterstützen. Dieser Auftrag sollte die Aus- und Weiterbildung der Führer und Unterführer sowie die Begleitung dieser Einheit im täglichen Dienst beinhalten. Mit diesen spärlichen Informationen begannen unsere Vorbereitungen. Wir beluden einen VW-Bus und einen Lkw 2 t mit diversen Vorschriften, Ausbildungsmitteln (Videoanlage, Tageslichtprojektor usw.), Kisten voller Formblätter aller Art, Informationsmaterial über die Bundeswehr und die Bundesrepublik Deutschland.

Aufbau OST

Am 3.10.1990, gegen 11.00 Uhr, gerade 11 Stunden nachdem ich mit meiner Frau und Zehntausenden von Hamburgern auf dem Rathausmarkt der Freien und Hansestadt Hamburg die Deutsche Einheit gefeiert hatte, setzte sich unsere kleine Kolonne nach Osten in Bewegung. Die Gefühle, die ums beim Überqueren der ehemaligen Innerdeutschen Grenze erfüllten, sind nur schwer in Worte zu fassen. Die Gespräche im Wagen beschränkten sich im wesentlichen auf die Frage, was in den nächsten Tagen und Wochen auf uns zukäme und wie die Reaktionen der von uns zu begleitenden Soldaten sein würde. Schon nach wenigen Kilometern auf mecklenburgischem Territorium wurden wir von Trabbis und Wartburgs hupend überholt, die Insassen winkten uns freudig entgegen. Gegen 14.00 Uhr erreichten wir Goldberg, eine verschlafene Kleinstadt am Rande der Mecklenburgischen Seenplatte. Am Ortseingang hatten wir uns mit dem Versorgungsoffizier der Ausbildungsbasis 30 verabredet, einem ehemaligen Major der NVA, der uns als Hauptmann der Bundeswehr begrüßte. Er fühlte sich noch sichtlich unwohl in seiner neuen Uniform. Wir standen uns kurzzeitig wortlos gegenüber, grüßten militärisch und als wir uns die Hand reichten, riss - wie ein Symbol - der Himmel auf, und Goldberg lag im Sonnenschein eines schönen Spätsommertages. Die für unsere Ankunft getroffenen Vorbereitungen waren vorbildlich. Im „Ledigenwohnheim“ waren drei Zimmer, Größe und Ausstattung nach Dienstgraden gestaffelt, vorbereitet. Unsere ersten Gespräche mit zwei Offizieren des Regimentes, die bis tief in die Nacht währten, ergaben folgendes Lagebild: In der Kaserne waren die Ausbildungsbasis 30, ein Ausbildungsregiment mit einer Stärke von ca. 1.000 Soldaten sowie das Bataillon Funkelektronischer Kampf 5 (EloKa) untergebracht. Die Kommandeure der Verbände waren ehemalige NVA-Stabsoffiziere, der Einsatz von Stabsoffizieren aus den alten Bundesländern war an diesem Standort nicht vorgesehen. Überdies gab es nicht nur eine, sondern zwei Grundausbildungseinheiten.

Am nächsten Morgen meldete ich mich beim Regimentskommandeur und besprach mit ihm das Vorgehen der Unterstützung. Gemeinsam entschieden wir, dass ich im Regimentsstab Dienst leisten sollte und den Kommandeuren und Offizieren des Stabes beratend und hilfreich zur Seite stellen sollte. Oberleutnant Grohmann sollte eine Grundausbildungseinheit betreuen, Hauptfeldwebel Gossler war für die Organisation des Innendienstes in den Einheiten verantwortlich. Der erste Rundgang durch die Kaserne war ernüchternd! Eine wenig gepflegte Anlage, die Scheiben vieler Kompaniegebäude - wohl mutwillig - zerstört, die Unterkünfte der Soldaten, insbesondere die sanitären Einrichtungen, in einem erbärmlichen Zustand, ein mit Rad- und Kettenfahrzeugen überfüllter Technischer Bereich, eine Wache, die Statistenrolle zu haben schien, überall nichts tuende Soldaten, überall fragende Augen. Ein nahezu unüberwindlicher Berg voll Problemen türmte sich vor uns auf, sollte das Unterstützungsteam doch nur vier Wochen in Goldberg eingesetzt sein. Unser Auftrag zur Unterstützung der örtlichen Führer umfasste zunächst folgende Bereiche:

  • Beratung der Kommandeure in allen dienstlichen und außerdienstlichen Fragen, quer durch alle Führungsgrundgebiete,
  • Einweisung aller Offiziere des Standortes in ihre Aufgabenbereiche und in die Vorschriften der Bundeswehr,
  • Aus- und Weiterbildung aller Führer in allen Bereichen, von der Anzugsordnung bis zu Grundsätzen der Inneren Führung,
  • Begleitung des Dienstes in den Einheiten, besonders in den Grundausbildungseinheiten.

Aufgrund großen Engagements, auch vieler Soldaten der ehemaligen NVA, gelang es, nach wenigen Wochen einen nach den Regeln der Bundeswehr geordneten Dienstbetrieb im Standort zu leisten. Durch eine Vielzahl von Weiterbildungs- und Informationsveranstaltungen wurde die Disziplin, insbesondere bei den Grundwehrdienstleistenden, spürbar besser - die fragenden Augen aber kaum weniger. Nach der Neuordnung des Dienstbetriebes galt unser Augenmerk, nachdem sich unser „Vertrag“ bis zum Ende des Jahres 1990 verlängert hatte, neben der ständigen Dienstbegleitung und der Aus- und Weiterbildung aller Soldaten, besonders den außermilitärischen Fragen im Bereich der örtlichen Gemeinde und der Öffentlichkeitsarbeit. Meiner Anregung folgend, entschloss sich der Kommandeur der Ausbildungsbasis in Goldberg, die in NVA-Zeiten für die Zivilbevölkerung verschlossene Kaserne der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Regelmäßige Zusammenkünfte der Soldaten mit den Bürgern der Gemeinde und des Landkreises waren lohnende Ergebnisse unserer gemeinsamen Bemühungen. Wegen der ungeklärten Zukunftsaussichten für ehemalige NVA-Soldaten, verließen viele die Armee. Ein gewaltiges Problem, dessen Auswirkungen kurz vor Jahresende 1990 deutlich erkennbar wurden. Daher stellte das Regiment mit Erfolg den Antrag, die Kommandierungen für Hauptfeldwebel Gossler und für mich bis zum 31.3.1991 zu verlängern. Wir nutzten diese Zeit, um möglichst viele Führer, die sich entschlossen hatten, mindestens zwei weitere Jahre in den Streitkräften zu dienen, die Bundeswehr erleben zu lassen.

Wir vermittelten Einzel- und Gruppenbesuche in Wentorf sowie Lehrgangsplätze an den Schulen des Heeres. Wir unterstützten die Verantwortlichen in Goldberg nach besten Kräften. Leider wurde im März 1991 entschieden, dass der Standort Goldberg aufgelöst werden sollte. Mit dieser Entscheidung wurde die Ausbildungsbasis 30 und das Bataillon Funkelektronischer Kampf 5 zu einer Abwicklungsdienststelle degradiert. Die Unterstützung durch unser Begleitkommando endete mit Ablauf des ersten Quartals 1991. Vermutlich werde ich nie wieder vor eine solche Aufgabe, eine so große Herausforderung gestellt werden. Rückblickend war meine Entscheidung, persönlich Aufbauarbeit zu leisten, richtig. Mein bescheidener Beitrag für das Zusammenwachsen der deutschen Streitkräfte hat mich sehr erfüllt. - Ich war dabei!“ Aber auch an der „Heimatfront“ wird seit Oktober 1990 für das Zusammenwachsen der Streitkräfte im vereinten Deutschland engagiert gearbeitet. Die Ausbildungsunterstützung für das Bundeswehrkommando OST bindet Offiziere und Unteroffiziere durch unterschiedliche Unterstützungsleistungen ein: Ausbildung voll Rekruten aus Mecklenburg-Vorpommern und Berlin in den Truppenteilen der Brigade, quartalsweise Entsendung von Zugführeroffizieren, Feldwebeln und Unteroffizieren ohne Portepee in verschiedene Truppenteile des Bundeswehrkommandos OST zur Rekrutenausbildung oder zur Ausbildung von Soldaten in der Spezialgrundausbildung - zusätzlich Offiziere und Feldwebeldienstgrade zur fachlichen Unterstützung in allen Führungsgrundgebieten mit Schwerpunkt im Bereich der Logistik. Außerdem wird in Wentorf bei Hamburg und Elmenhorst gezielte fachliche Ausbildung einzelner Offiziere und Unteroffiziere des Bundeswehrkommandos OST im Brigadekommando, in den Stäben der Verbände sowie bei den Standortältesten und den Kasernenkommandanten geleistet. Neben dieser militärfachlichen Ausbildung steht das innere Zusammenwachsen der Soldaten früher so gegensätzlich konzipierter Armeen an erster Stelle; hierbei gibt der Brigadekommandeur die Linie vor. Bereits im Februar 1990 treffen sich die Kompaniechefs der Brigade in der Julius-Leber-Akademie in Ahrensburg mit 15 Oberstleutnanten und Majoren des Wehrbereichskommandos der Nationalen Volksarmee aus Schwerin. Es ist ein erstes Abtasten, das von vorgesetzten Kommandobehörden und auch im Bundesministerium der Verteidigung eher skeptisch wahrgenommen wird. Der im Führungsstab der Streitkräfte verantwortliche Referatsleiter Militärpolitik, Oberst Eckart Fischer, beschreibt später - als er selbst Brigadekommandeur der Panzergrenadierbrigade 16 geworden war - seine damalige Beurteilung der Ereignisse in Ahrensburg als „missbilligend“.

Dem Ende entgegen

Im gesamten Jahr 1992 befinden sich die Offiziere und Unteroffiziere der Brigade in einer Aufbausituation. Die Umgliederung der Kampftruppen der Brigade in die Heeresstruktur 5 wird bis Oktober abgeschlossen. Nachdem bereits eine Kampfwertsteigerung der Schützenpanzer Marder 1 auf die Version A3 durchgeführt worden war, werden jetzt auch alle Kampfpanzer Leopard 1 ausgetauscht und durch den Kampfpanzer Leopard 2 ersetzt. Die Brigade steht noch unter dem Eindruck der Brigadegefechtsübung GRÜNE EICHE 91, die unter großer Beteiligung fremder Truppenteile mit einem Kriegsbrückenschlag über die Elbe eingeleitet worden war, den britische Pioniere für unsere Brigade durchgeführt hatten. Ausbildungsinhalte werden modifiziert, der verkürzten Grundwehrdienstdauer angepasst. In der Führerweiterbildung werden insbesondere veränderte operative Verfahren zum weiträumigen Einsatz der Verbände infolge des erweiterten Aufgabenspektrums der Bundeswehr eingeübt. Die Streitkräftereduzierung hatte bereits dazu geführt, dass die Panzergrenadierbrigade 16 viele Offiziere und Unteroffiziere der zuvor umliegenden Verbände aufgenommen, diesen Soldaten eine neue militärische Heimat gegeben hatte. Auch die kostenaufwendigen infra-strukturellen Vorbereitungen für die Langzeitlagerung von Großgerät waren weithin abgeschlossen. In den Truppenteilen finden sich die Führer- und Unterführerkorps in veränderter personeller Zusammensetzung wieder zusammen. Zuversicht und eine positive Einschätzung der Zukunft des eigenen Truppenteiles und der persönlichen beruflichen Erwartungen kennzeichnen die allgemeine Stimmungslage.

Am 15.12.1992 trifft uns die Entscheidung des Bundesministers der Verteidigung völlig unerwartet: Die Panzergrenadierbrigade 16 wird aufgelöst. Die Enttäuschung ist groß. Der Gefahr allgemeiner Resignation beugt der Brigadekommandeur dadurch vor, dass er die noch verbleibende Zeit bis Ende 1994 klar unterteilt: Für 1993 gilt die nur wenig modifizierte Fortsetzung fordernder und erlebnisreicher Ausbildung für die Soldaten aller Dienstgradebenen. Für 1994 ist der Rückbau der Brigade bis Ende September des Jahres vorzusehen, danach verbleiben nur Restteile bis zum Jahresende. Mit allen Kräften bemüht sich der Brigadekommandeur, die beruflichen Perspektiven für den einzelnen Offizier und Unteroffizier der Brigade nicht als Folge der Auflösungsentscheidung zu schmälern. Daher wird der Steuerkopf/Personal, der bereits zur Einnahme der Heeresstruktur 5 in der Personalabteilung des Brigadekommandos eingerichtet worden war, jetzt personell aufgestockt und mit der umfassenden Aufgabe betraut, für alle Soldaten der Brigade, insbesondere aber für die Berufsunteroffiziere und die längerdienenden Unteroffiziere auf Zeit, eine förderliche Verwendung in einem anderen Truppenteil der Bundeswehr zu finden. Bereits zum Ende des Jahres 1993 ist klar abzusehen, dass diese Zielsetzung erreicht wird. Die Anzahl der Offiziere und Unteroffiziere, für die eine Anschlussverwendung noch nicht festgelegt ist, ist zu diesem Zeitpunkt überraschend gering.

Für 1994, das letzte Jahr des Bestehens der Panzergrenadierbrigade 16, bildet der würdevolle Abschied der Brigade aus der Öffentlichkeit und die Feierliche Außerdienststellung der Panzergrenadierbrigade 16 „Herzogtum Lauenburg“ das herausragende letzte Ereignis. Die Feierlichkeiten zur Außerdienststellung der Brigade wurden am 3. Mai 1994 durch einen ökumenischen Gottesdienst im Garten des Kasinos eingeleitet. Pfarrer Johannes Werner und Dekan Karl-Josef Weber gestalteten die Feier gemeinsam. Am 5. Mai, pünktlich um 18.30 Uhr, marschierte die Ehrenformation mit den Truppenfahnen der noch aktiven Verbände der Brigade auf den Antreteplatz der Bose-Bergmann-Kaserne ein. Noch einmal waren Abordnungen aller aktiver und bereits aufgelöster oder anderen Truppenteilen unterstellter Verbände und Einheiten im offenen Karree angetreten, um der Außerdienststellung der Panzergrenadierbrigade 16 „Herzogtum Lauenburg“ einen würdigen Rahmen zu geben. Auf dem rechten Flügel marschierte eine Abordnung der 2. Jyske Brigade auf, die 1989 eine Patenschaft mit unserer Brigade eingegangen war. Der Kommandeur des dänischen Großverbandes, Col. Pallesen, und sein Stellvertreter, LtCol. Kuula, beobachteten von der Ehrentribüne aus den Einmarsch der Truppenteile. Nachdem zunächst der frisch beförderte Brigadekommandeur, Brigadegeneral Eckart Fischer, die zahlreich erschienenen Gäste begrüßt hatte, unter ihnen die Bundestagsabgeordneten Eckart Kuhlwein, Michael von Schmude und Werner Zywitz, die Landtagsabgeordneten Claudia Preuß-Boehard, Dr. Jürgen Hinz und Hartwig Fischer sowie der Landtagspräsident a.D. Dr. Paul Rohloff und die neu gewählte Kreispräsidentin des Kreises Herzogtum Lauenburg, Helga Hinz, gab er einen Rückblick auf die wechselvolle Geschichte der Brigade - die in diesem Buch niedergeschrieben ist.

Anschließend verabschiedete der Brigadekommandeur die Brigade mit folgenden Worten: „Ende 1994 wird es die Panzergrenadierbrigade 16 „Herzogtum Lauenburg“ nicht mehr geben, die Bose-Bergmann-Kaserne, Bismarck-Kaserne, Sachsenwald-Kaserne werden aufgegeben. Damit endet ein Stück Nachkriegsgeschichte, ein Stück Militärgeschichte im Kreis Herzogtum Lauenburg. Wir gehen nicht gern, aber wir blicken stolz auf mehr als 36 Jahre Dienst für unser Vaterland, für diese Region. Neue Aufgaben warten an anderer Stelle auf jeden von uns. Wir wünschen Ihnen und uns weiterhin Frieden und Freiheit - damit verabschiedet sich die Panzergrenadierbrigade 16 „Herzogtum Lauenburg“. In den Aufbaujahren der Brigade wurde vieles „zum ersten Mal“ gemacht, seit 1993 aber immer öfter „zum letzten Mal“. So erklang jetzt „zum letzten Mal“ der Brigademarsch, der Marsch des Yorkschen Korps, und so manchem alten 16er wurde wehmütig ums Herz. Der Landrat des Kreises Herzogtum Lauenburg. Günter Kröpelin, ging dann in seiner Rede noch einmal auf die intensiven und freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Bevölkerung des Kreises und den Soldaten der Brigade ein. „Die deutliche Mehrheit der Kreisbevölkerung bedauert den Abzug der Bundeswehr. Die meisten empfanden ein Stück Geborgenheit im Schutze der Brigade, die auch innerhalb der 6. Panzergrenadierdivision und der Bundeswehr insgesamt einen guten Ruf besaß. Insbesondere die enge Verbundenheit und Verwurzelung in unserer Region, mit den Menschen in unserem Kreis Herzogtum Lauenburg suchten ihresgleichen... ...Wie schwer der Verlust für unsere Gemeinden, für den Kreis sein wird, das wird sich sicherlich erst in einigen Jahren zeigen.“ Dann war es soweit. Die Bataillonskommandeure und Kompaniechefs traten mit den Truppenfahnen vor. Bevor der Befehlshaber im Wehrbereich 1 und Kommandeur der 6. Panzergrenadierdivision, Generalmajor Jürgen von Falkenhayn, sich die Brigade zur Außerdienststellung melden ließ, bedankte sich der ehemalige Kommandeur dieser Brigade bei der Bevölkerung und seinen Soldaten. „...Genauso möchte ich mich bei der Bevölkerung dieser Region bedanken, die, ob in Hamburg-Bergedorf, in Reinbek und Umgebung oder im Kreis Herzogtum Lauenburg zu Hause, uns Soldaten Rückhalt und Einbindung gewährt hat. Ich glaube, dass nicht nur die Landschaft und die Menschen das Miteinander geprägt haben, sondern natürlich auch der uns bis 1990 übertragene Auftrag, im Rahmen der Vorneverteidigung unsere Heimat praktisch vor der Haustür zu verteidigen, wenn es hätte sein müssen.

Der Brigadekommandeur meldete jetzt die Brigade zur Außerdienststellung, und Generalmajor von Falkenhayn entband diesen stolzen Großverband mit Wirkung vom 31.12.1994 von seinem Auftrag. Mit einem dreifach kräftigen Hurra, unterstrichen durch donnerndes Kanonenfeuer, verabschiedeten sich die Soldaten von der Bevölkerung. Das anschließende Verhüllen der Truppenfahnen machte jedem die Endgültigkeit der Entscheidung vom 15.12.1992 deutlich. Die verhüllten Truppenfahnen wurden anschließend den Kommandeuren des Panzergrenadierbataillons 401 und des Panzerbataillons 403 übergeben. Sie werden die Tradition des Panzergrenadierbataillons 162 und des Panzerbataillons 164 übernehmen und lebendig halten. Nach einem Empfang im Offizierheim der Bose-Bergmann-Kaserne wurde als feierlicher Schlusspunkt dieses denkwürdigen Tages der Große Zapfenstreich auf dem Antreteplatz durchgeführt - ein Großverband hat sich verabschiedet.

Stab / Stabskompanie Panzergrenadierbrigade 16

Der Stab bzw. die Stabskompanie der Panzergrenadierbrigade 16 HERZOGTUM LAUENBURG hatte den Auftrag, die Führung der Brigade und ihrer unterstellten Einheiten/ Verbände sicherzustellen.

Die Kompanie wurde 1957 als erster Verband der Brigade in Flensburg aufgestellt und wurde als letzte Einheit der Brigade Ende 1994 aufgelöst.

Inhalt

Wappen

Das Wappen zeigt ein weißes Nesselblatt, eingerahmt mit silbernem Rand auf grünem Grund. Im Nesselblatt befindet sich das Lauenburger Wappen ohne Krone. Der grüne Grund gibt die Farbe der Panzergrenadiere wieder. An dem Nesselblatt ist zu erkennen, dass die Brigade im Bereich Holstein stationiert ist. Das Lauenburger Wappen betont die enge Verbundenheit mit dem Kreis Herzogtum Lauenburg.

 

Geschichte

  • Aufstellung der Stabskompanie

    access_time 06.11.1957 - Grenzland-Kaserne, Flensburg

    Mit dem Aufstellungsbefehl Nr. 98 (Heer) vom 6.11.1957 wurde die Stabskompanie gemeinsam mit dem Stab der Kampftruppe A6 ins Leben gerufen. Das Vorauskommando für die Aufstellung der Kampfgruppe A6, unter Führung von Hauptmann Zapp, ging zunächst im März 1958 nach Flensburg in die Grenzland-Kaserne, und ab 01.04.1958 begann die Aufstellung der Stabskompanie Kampfgruppe A6 und das Beziehen der neuen Kasernenanlage in Flensburg-Weiche.

  • Umzug nach Wentorf bei Hamburg

    access_time April 1970

    Das Weihnachtsfest 1969 war das letzte große Vorhaben der Stabskompanie, bevor sie sich im April 1970 für immer nach Wentorf bei Hamburg aufmachte.

  • Patenschaft mit der Gemeinde Brunstorf

    access_time 01.07.1973

    Stein zur Patenschaft zwischen Stabskompanie PzGrenBrig 16 und der Gemeinde Brunstorf

    "Hannes" Grohmann war Begründer der Patenschaft mit der Gemeinde Brunstorf. Begonnen hatte es damit, dass der Kompanie für Gefechtsstandsübungen ein Raum um Brunstorf zugewiesen wurde und der Chef natürlich gute Beziehungen zur ansässigen Bevölkerung anstrebte. Sein Einstieg mit Bürgermeister Arnold Kiehn war so beeindruckend, dass die Gemeinde diese Verbindung gerne einging. Grohmann ließ einen Kinderspielplatz bauen, besprach sich gerne bei Bier und Korn, und beide Seiten krönten die neue Gemeinsamkeit mit einem Dorffest und Tanz im Festzelt "am Siek" in einer lauen Sommernacht. Beim Dorffest am 1.7.1973 tauschten die Gemeinde Brunstorf und die Stabskompanie dann offiziell Patenschaftsurkunden aus.

  • Feuer im Stabsgebäude

    access_time 30.04.1974

    Durch eine von einer Zigarette schwelende Matratze eines Soldaten, der diese auf dem Dachboden des Blocks versteckt hat, brennt der Dachstuhl des Blocks der Stabskompanie ab. Bemerkt wurde das Feuer zuerst von den Offizieren der Brigadeeinheiten, die an diesem Abend eine Veranstaltung im nahe gelegenen Offizierheim hatten.

    Obwohl sich die Freiwillige Feuerwehr redlich mühte und den ganzen Block unter Wasser setzte, breitete sich das Feuer schnell über zwei Brandmauern hinweg auf das gesamte Dach aus.

  • Neue Gefechtsstandstechnik

    access_time 1975

    Durch Auslieferung der MTW M577 wurde die Gefechtsstandstechnik erheblich verändert und verbessert. Bislang standen nur einige, mit wenig Technik ausgestattete MTW M113 zusammen mit einem Lkw-Kommandowagen für die Führung der Brigade zur Verfügung.

  • Ausgliederung PzSpähZg

    access_time 01.04.1982

    Am 1.4.1982 kam bereits nach 2 1/2 Jahren die erneute Trennung vom Spähzug. Diesmal wurde der Zug aber wegen der schlechten Erfahrungen nicht in die Selbstständigkeit entlassen, sondern quasi in ein "Internat" nach Eutin geschickt, um beim Panzeraufklärungsbataillon 6 dauerhaft die „hohe Schule“ der Gefechtsaufklärung vermittelt zu bekommen. Nur bei größeren Übungen sah man sich bisweilen wieder, jedenfalls solange die Luchse fuhren.

  • Brigaderahmenübung GRÜNE EICHE

    access_time 1993

    Die Ausbildungsforderungen waren 1993 eher höher, und das Jahr schloss mit der Brigaderahmenübung GRÜNE EICHE, die die Kompanie bis in den Raum Braunschweig führte.

  • Auflösung

    access_time Dezember 1994

    1994 war bestimmt durch die Vorbereitungen zur Auflösung, die am 15.12.1992 verkündet worden war, und am Ende des Jahres wurde die Kompanie nach gut 36 Jahren als letzte Einheit der Brigade aufgelöst. Hiermit wurde auch das Kapitel in Wentorfs Geschichte "die Gemeinde als Bundeswehrstandstandort" beendet.

Gliederung

  1. Stab / StKp PzGrenBrig 16
    Stabskompanie Panzergrenadierbrigade 16

    1. Stabszug

    2. Aufklärungs- und Verbindungszug

    3. Transportzug

    4. Instandsetzungszug

    5. Sanitätszug

    6. Fernmeldezug

Personal

Stab / Stabskompanie

Bataillonskommandeure
H Zapp, H Bruhn, H v. Pleve, H Neumann, H Tausendfreund, H Matyschok, M Grohmann, M Heintke, M Wiesemann, H Weidemann, H Mohrbusen, M Schumak

Stellvertretende Bataillonskommandeure
HF Lüdemann, HF Kretschmer, HF Heppner, SF Wilke, HF Kern, OSF Leptien, OSF Teschke, OSF Krage

Panzeraufklärungskompanie 168 / 160 (1958-1961)

Kompaniechefs
Hptm Emmerich, Hptm Schwarz, Hptm Graab

Kompaniefeldwebel
HFw Gums, HFw Günter

Panzerspähzug 160 (1972-1979)

Zugführer
Hptm Kleyser, Hptm Bernhardi, Hptm Zöller, Hptm Toepke

Panzerjägerkompanie 160

"Niemals kann ein Mensch auf Erden mehr als Panzerjäger werden."

Dieser Satz, auf einer großen Holztafel im Traditionsraum der Panzerjägerkompanien 160 und 170 geschnitzt, sagte viel über den Waffenstolz, den diese kleine Truppengattung hatte. In der Form von selbstständigen Einheiten zur Bildung von Panzerabwehrschwerpunkten in der Brigade haben alle Panzerjägerkompanien, auch die der Panzergrenadierbrigade 16, eine wechselvolle Geschichte hinter sich.

Inhalt

Wappen

Das Wappen zeigt auf grünem Grund ein Nesselblatt, in dessen Mitte sich ein stilisierter Kanonenjagdpanzer mit zwei gekreuzten Pfeilen befindet. Die Farbe Grün symbolisiert die ehemalige Zugehörigkeit zur Panzergrenadiertruppe, das Nesselblatt weist auf den Standort im Süden des Landes Schleswig-Holstein hin. Die gekreuzten Pfeile stellen zusammen mit dem Panzer in Front den Mündungsblitz dar.

 

Geschichte

  • Aufstellung der Kompanie

    access_time 01.10.1956 - Neumünster

    Am 01.10.1956 wurde in Neumünster das Panzerjägerbataillon 3 aufgestellt. Damals war die Ausrüstung noch nicht vorhanden, so begann der Kader mit der Ausbildung der Rekruten. Aus der 2. Kompanie des Bataillons mit ihrem Chef, Hauptmann Friedrich, wurde nach der Umgliederung des Heeres im Jahre 1959 die selbstständige Panzerjägerkompanie 170. Damit gehörte die Kompanie zur Panzergrenadierbrigade 17 und wurde nach Rahlstedt in die Graf-Goltz-Kaserne verlegt.

  • Umgliederung auf KaJaPa

    access_time 1966

    Umgliederung der Kompanie auf neue Gefechtsfahrzeuge: es handelte sich um den Kanonenjagdpanzer mit 90 mm Kanone. Er wurde bis zum Schluß als Beobachtungsfahrzeug des Kompaniechefs eingesetzt.

  • Umzug

    access_time November1969

    1969 bestand die Kompanie aus fünf Panzerjägerzügen, sodass die Panzerjägerkompanie mit 22 Jagdpanzern das Gefechtsfeld beherrschte. Dazu kamen noch die Führungs- und Versorgungsteile mit nochmals ca. sechzig Rad- und Kettenfahrzeugen aller Art. Im November 1968 zog die Kompanie in die von-Estorff-Kaserne in Hamburg-Wandsbek um, damit sie ein Jahr später, im November 1969, in die neu errichtete Sachsenwald-Kaserne in Elmenhorst bei Schwarzenbek verlegen konnte.

    Der berühmte PUTLOS-Marsch von 140 km in vier Tagen stellte eine besondere Herausfordung dar. (siehe Anekdoten: 140km - Der Putlos-Marsch)

  • Patenschaft mit Gemeinde Gülzow

    access_time Februar 1972

    Im Februar 1972 ging die Panzerjägerkompanie 160 eine Patenschaft mit der Gemeinde Gülzow im Kreis Herzogtum Lauenburg ein. Damaliger Kompaniechef war Major Gartzke. Die Patenschaftsurkunden wurden am 22.05.1972 durch seinen Nachfolger Hauptmann Schulke und dem damaligen Bürgermeister Reimers ausgetauscht.

  • Umrüstung auf Jagdpanzer Jaguar 2

    access_time April 1985

    Im April 1985 wurde die Kompanie mit dem Panzerabwehrraketensystem TOW ausgestattet und auf Jagdpanzer Jaguar 2 umgerüstet. Sie war damit seit September 1986 mit Wärmebildgeräten voll nachtkampffähig.

  • Letzte Umgliederung vor der Auflösung

    access_time Frühjar 1992

    Im Frühjahr 1992 begann die Kompanie mit der Umgliederung in die Heeresstruktur 5. Der Umzug von Elmenhorst nach Wentorf und die Umrüstung auf Jagdpanzer Jaguar 1 gehörten zu den dringlichsten Aufgaben. Dazu übernahm die Kompanie die Jagdpanzer und das zugehörige Ausbildungsgerät der Panzerjägerkompanie 170. Wieder wurde vom alten bekannten System Abschied genommen. Das neue Waffensystem ist mit dem Panzerabwehrraketensystem HOT ausgerüstet. Für alle Zugführer und Kommandanten galt es, wieder Lehrgange zu besuchen und umgeschult zu werden.

  • Auflösung in Sicht

    access_time 1993

    Die neue Heeresstruktur wurde jedoch nicht vollständig eingenommen, da kurz vor Abschluss der Maßnahmen am 15.12.1992 der Befehl zur Auflösung der Kompanie erteilt wurde. Trotzdem wurde noch im Jahr 1993 ein kompletter Jahrgang von der Grundausbildung bis zur Kompaniebesichtigung im September 1993 ausgebildet. Teile der wehrpflichtigen Richt- und Ladeschützen konnten bereits nach 6 Wochen Panzerausbildung an der Lehrvorführung FEUERVOGEL erfolgreich im scharfen Schuss teilnehmen.

  • Auflösung

    access_time März / Juni 1994

    Die Patenschaft mit der Gemeinde Gülzow wurde fast bis zur Auflösung der Kompanie beibehalten und in einer Feierstunde im März 1994 aufgelöst.

    Am 30.06.1994 schlägt auch für den letzten Panzerjäger dieser Kompanie die Stunde. 23 erlebnisreiche Jahre im Leben der Panzerjägerkompanie 160 sind damit Geschichte. Durch die Versetzung von Führern in die Panzerjägerkompanie 400 und anderer Kompanien in den neuen Bundesländern lebte dort kurzfristig dort ein Teil von ihr fort.

Gliederung

  1. Panzerjägerkompanie 160
    Panzerjägerkompanie 160

    1. Kompanieführungsgruppe

    2. PzJgZg
      ALPHA

    3. PzJgZg
      BRAVO

    4. PzJgZg
      CHARLIE

    5. PzJgZg
      DELTA

Personal

Kompaniechefs
Hptm Friedrich (2. Kompanie/Panzerjägerbataillon 3), Hptm Lucanus (Panzerjägerkompanie 170), Hptm Bergelt (Panzerjägerkompanie 170), Hptm Burenester, Hptm Gartzke, Hptm Schulke, Hptm Mösche, Hptm Weggel, Hptm Möller, Hptm Nordhorn, Maj Roth, Maj Beck, Hptm Matthias, Maj Hellmich

Kompaniefeldwebel
HFw Krummacker, HFw Otto, HFw Treptow, HFw Haladyn, HFw Szczygiel, HFw Sieck, HFw Kolkowski, HFw Groneberg

Panzerpionierkompanie 160

Die Panzerpionierkompanie 160 war der pioniertechnische Anteil der Brigade und hatte den Auftrag, die Bewegung der eigenen Truppe sicherzustellen und den Feind an seiner Bewegung zu hindern. 1959 in Flensburg-Weiche aufgestellt, verlegte die Kompanie 1969 in die neu erbaute Sachsenwald-Kaserne in Elmenhorst / Lanken um. Dort verbliebt sie bis zur Einnahme der Heeresstruktur 5 im Jahre 1992, bevor sie in die Bismarck-Kaserne in Wentorf bei Hamburg bis zu ihrer Auflösung 1994 umzog.

Inhalt

Wappen

Das Wappen zeigt auf rotem Grund ein schwarz-grünes Eichenblatt, davor einen weißen stilisierten Panzer auf einer gelben Brücke. Das schwarz-grüne Eichenblatt auf rotem Grund symbolisiert in Verbindung mit der gelben Brücke die Verbundenheit der Pioniertruppe mit der Infanterie. Mit dem Panzerfahrzeug (HS 30) sollten die Panzerpioniere einmal ausgerüstet werden.

 

Geschichte

  • Aufstellung der Kompanie

    access_time 01.04.1959 - Flensburg-Weiche

    Aus Personal der aufzulösenden 4./PiBtl 6 aus Plön wird die Panzerpionierkompanie 160 in Flensburg aufgestellt.

  • Diverse Umrüstungen

    access_time 1963 / 64

    Die bisher vorhandenen Lkw wurden abgegeben und MTW M 113 sowie Brückenlegepanzer M 48 und Räumpanzer M 48 wurden in die Kompanie eingeführt, so dass die Kompanie jetzt erst zu Recht den Namen Panzerpionierkompanie führen konnte. Das Jahr 1964 brachte neue Aufgaben. Im Rahmen des Ausbaus von Standortübungsplätzen hatte die Kompanie den Auftrag, Handgranatenwurfstände und Sprengplätze auf mehreren Standortübungsplätzen zu bauen.

  • Umzug nach Lanken

    access_time Viertes Quartal 1969

    Im vierten Quartal 1969 kam kurzfristig der Befehl zur Verlegung in den neuen Standort Elmenhorst. Dazu verlegten die Ketten-Kfz geschlossen im Eisenbahntransport und alle Rad-Kfz im Landmarsch nach Elmenhorst bei Schwarzenbek. Der Umzug der Familien nach Schwarzenbek sollte kein Problem bedeuten, es wurde extra eine neue Siedlung (Nord-Ost) gebaut. Die Realität sah anders aus, denn in vielen Bauten fehlten noch die Wohnungstüren, die Waschbecken und an einigen die WC-Becken.

  • Glanzleistung für die TRUTZIGEN SACHSEN

    access_time September 1985

    Für die Großübung TRUTZIGE SACHSEN hatte die Kompanie den Auftrag, eine Tribüne auf dem TrÜbPl BERGEN innerhalb von fünf Tagen aufzubauen. 1.400 geladene Gäste militärischer und ziviler Art sollten von dieser Tribüne aus einen freien Blick auf das Gefechtsgeschehen auf einer Schießbahn auf dem Truppenübungsplatz BERGEN genießen.

  • Umzug nach Wentorf

    access_time Juni 1992

    Aufgrund der Umstrukturierung der Bundeswehr verlegt die Kompanie in den Standort Bismarck-Kaserne, Wentorf bei Hamburg.

  • Neues Material durch Auflösungen

    access_time 10.12.1992

    Durch Auflösung erster Pionierkompanien erhält die Kompanie endlich die Panzerschnellbrücke Biber und gibt die M 48 Brückenleger ab.

  • Auflösung

    access_time 30.06.1994

    Befehl zur Auflösung der Panzergrenadierbrigade 16 "Herzogtum Lauenburg", davon in vollem Umfang betroffen ist die Panzerpionierkompanie 160. Die Auflösung der Kompanie hatte bis zum 30.6.1994 zu erfolgen.

Gliederung

  1. Panzerpionierkompanie 160
    Panzerpionierkompanie 160

    in der Heeresstruktur 4 (1981 - 1992)

    1. KpFüGrp

    2. I.
      Panzerpionierzug

    3. II.
      Panzerpionierzug

    4. Pioniermaschinen-
      /Panzerbrückenzug

    5. Mineneinsatz-
      /Kampfmittelzug

    6. Pioniergerätetrupp

    7. Versorgungsgruppe

Personal

Kompaniechefs
Maj Keferstein, Hptm Gühlke, Hptm Koch, Hptm Noehl, Maj Liebe, Maj Hellriegel, Maj Köster, Hptm Schneider, Hptm Sick, Maj Räuber, Maj Westerhoff

Kompaniefeldwebel
HFw Kretschmer, HFw Kägler, HFw Sauerbaum, StFw Schuster, StFw Ohlandt

Nachschubkompanie 160

Die Nachschubkompanie 160 hatte den Auftrag, die Verbände und selbständigen Einheiten der Panzergrenadierbrigade 16 zu versorgen. Sie entstand im Zuge der Heeresstruktur 3 am 1. Oktober 1972 in Wentorf bei Hamburg durch Auflösung des Versorgungsbataillons 166.

Die Kompanie wurde am 30.03.1994 dem Nachschubbataillon 6 unterstellt und dort zum 01.04.1994 aufgelöst und in die 8./NschBtl 6 umgegliedert. Neuer Stationierungsort war die Lettow-Vorbeck-Kaserne (HH) in Hamburg.

Inhalt

Wappen

Das Wappen zeigt eine goldene eiserne Faust, die drei goldene Pfeile vor einem schwarzen Wagenrad auf blau-weißem Grund umschlossen hält. Die drei Pfeile symbolisieren die in der Logistik bewegten Mengen-, Einzel- und Nichtverbrauchsgüter.

Die eiserne Faust kennzeichnet die straffe Führung und Organisation. Das Rad gilt als Zeichen der Beweglichkeit und der Transportkomponente der Kompanie und stellt gleichzeitig eine historische Verbindung zum Rad im Wappen der Gemeinde Wentorf her.

Mit der Farbe Weiß wird der Bezug zur Panzergrenadierbrigade 16 als erste Brigade der 6. Panzergrenadierdivision hergestellt, die Farbe Blau symbolisiert die Zugehörigkeit zur Nachschubtruppe.

Geschichte

  • Aufstellung der Kompanie

    access_time 01.10.1972 - Wentorf bei Hamburg

    Mit der Auflösung des Versorgungsbataillons 166 auf Brigadeebene im Zuge der Umgliederung in die Heeresstruktur 3 wurde die Nachschubkompanie 160 am 1. Oktober 1972 in Wentorf bei Hamburg aufgestellt. Da die Kompanie aus Teilen der Stabs- und Versorgungskompanie, der Instandsetzungskompanie und der Transportkompanie entstanden war, waren die Anfänge in der Aufstellung des Versorgungsbataillons 166 am 1. Mai 1959 in Flensburg-Weiche zu sehen..

  • Schneekatastrophe

    access_time Januar/Februar 1979

    Während der Schneekatastrophe im Januar/Februar 1979 waren Soldaten der Kompanie mit Feldarbeitsgeräten und geländegängigen Lastkraftwagen im Einsatz. Losgelöst von der Kompanie räumten sie im Raum Dithmarschen und auf der Insel Fehmarn Straßen und Ortschaften frei. Eine Tankstelle wurde auf Fehmarn gleich mit weggeräumt.

  • Besondere Personalwechsel

    access_time Oktober 1988 & 1989

    Nach zwölfeinhalb Jahren, am 01.10.1988 wechselte Hauptfeldwebel Christofzik, Kompanietruppführer, Mann der ersten Stunde und einziger Ehrenunteroffizier der Kompanie, zur Nachschubkompanie 170 in Hamburg.

    Am 4.10.1989 übergibt Major Dammann "seine stolze Kompanie" an Hauptmann Leising und wechselt als Nachschubstabsoffizier in den Stab der Panzergrenadierbrigade 16.

  • Letzter Truppenübungsplatzaufenthalt

    access_time BERGEN - 27.09.1993

    Major Goebel übergab die Führung der Kompanie an Hauptmann Borth. 17.09.1993 bis 24.09.1993 - mit dem Rest einer einst stolzen Kompanie fand der letzte Truppenübungsplatzaufenthalt BERGEN-BOHNE statt.

  • Auflösung

    access_time 31.03.1994

    Auflösung der Kompanie. Eingliederung in das Nachschubbataillon 6 in Neumünster.

Gliederung

  1. Nachschubkompanie 160
    Nachschubkompanie 160

    in der Heeresstruktur 4 (1981 - 1992)

    1. KpFüGrp

    2. FmGrp

    3. Inv / AbrTrp

    4. TrSanDst

    5. VersDstTrp

    6. Felpostamt

    7. Umschlagstaffel

    8. TransportZg
      350 to

    9. TransportZg
      100 to

Auftrag

Die Nachschubkompanie 160 hatte den Auftrag, die Verbände und selbständigen Einheiten der Panzergrenadierbrigade 16 zu versorgen. Dazu richtete sie den Brigadeversorgungspunkt ein und hielt Bestände an Munition, Betriebsstoff, Verpflegung, Ersatzteilen und sonstigem Material bereit. Ihre Bestände ergänzte die Kompanie aus logistischen Einrichtungen der Depotorganisation in Schleswig-Holstein. Im Rahmen der regionalen Versorgung waren bis zu 29 Truppenteile auf die Nachschubkompanie angewiesen, so dass sich die Soldaten über einen Mangel an Arbeit nicht beklagen konnten. Der Auslastungsgrad der Kompanie war gleichmäßig hoch, da die Aufgabenstellung im Frieden wie im Verteidigungsfall die gleiche war.

Personal

Kompaniechefs
Hptm Stenzel, Maj Schatte, Maj Dammann, Maj Leising, Hptm Göbel, Hptm Borth

Kompaniefeldwebel
HFw Reddöhl, StFw Gebauer

Umschlagstaffelführer
OLt Meise, Hptm Marx, Lt Nacke, OLt Köster, Hptm Trost, Hptm Büschel, Hptm Becker, Hptm Schaub, Hptm Böhlein, Hptm Braunstein, Hptm Hoor, Hptm Hochwart, Hptm Gesing, OLt Hill

Instandsetzungskompanie 160

Die Instandsetzungskompanie 160 entsteht am 01.10.1972 im Zuge der Heeresstruktur 3 durch Umbenennung der 3. Kompanie des Versorgungsbataillons 166 in Instandsetzungskompanie 160. Ihre Aufgabe ist die Instandsetzung des allgemeinen Wehrmaterials des Heeres bzw. der Brigade.

Die Kompanie wurde am 30.03.1994 dem Instandsetzungsbataillon 6 unterstellt und dort zum 01.04.1994 aufgelöst und in die 3./InstBtl 6 umgegliedert. Neuer Stationierungsort war die Lettow-Vorbeck-Kaserne (HH) in Hamburg. Inzwischen ist aber auch das InstBtl 6, später InstBtl 166 aufgelöst.

Inhalt

Wappen

Das Wappen zeigt auf rot-blauem Grund, weiß eingerahmt, in der linken Hälfte ein Nesselblatt mit dem Lauenburger Wappen ohne Krone, im oberen rechten Teil einen Eisbären, darunter einen Zahnkranz mit gekreuztem Schraubenschlüssel und Kanonenrohr. Die Farbe rot, blau und weiß symbolisieren die Farben von Schleswig Holstein. Das Nesselblatt weist auf den Standort im Süden des Landes hin, das Lauenburger Wappen auf den Kreis, in dem die Einheit stationiert ist. Der Eisbär gibt Aufschluss über den ehemaligen Standort im Norden Schleswig-Holsteins, der Zahnkranz mit dem gekreuzten Schraubenschlüssel symbolisiert die Instandsetzungstruppe.

Geschichte

  • Aufstellung der Kompanie

    access_time 01.10.1956 - Flensburg-Weiche

    Die Geschichte der Instandsetzungskompanie 160 begann mit dem Heeresmodell 2. Aus der Kampfgruppe A 6 entstand die Panzergrenadierbrigade 16 und mit ihr das Versorgungsbataillon 166. Die 3. Kompanie 166 sollte später die Instandsetzungskompanie 160 werden. Sowohl personeller als auch materieller Grundstock war die leichte Feldinstandsetzungskompanie 6. Sie wurde am 01.10.1956 in Schleswig neu aufgestellt. Am 01.04.1959 nahm die 3./166 unter Hauptmann Haumann in der Briesen-Kaserne in Flensburg-Weiche ihren Dienst auf.

  • Verlegung

    access_time November 1969

    Im November verlegt die Kompanie von Flensburg-Weiche in ihren neuen Standort, die Sachsenwald- Kaserne in Elmenhorst/Lanken

  • Umbenennung

    access_time 01.10.1972

    Am 01.10.1972 endete die Geschichte des Versorgungsbataillons 166. Dieses Datum bedeutete aber nicht das Ende der 3./166. Die Kompanie wurde mit Wirkung von 01.10.1972 in Instandsetzungskompanie 160 umbenannt.

  • Patenschaft

    access_time 25.05.1974

    Ein Höhepunkt in der Geschichte der Instandsetzungskompanie 160 war der 25.05.1974. An diesem Tag ging die Kompanie eine Patenschaft mit der Gemeinde Breitenfelde ein.

  • Sportlicher Erfolg

    access_time 07.07.1978

    Am 07.07.1978 errang die Instandsetzungskompanie 160 ihren ersten großen sportlichen Erfolg. Sie belegte den 1. Platz in der Gesamtwertung beim Sportfest der Brigadeeinheiten. Durch die ausgezeichneten Leistungen der einzelnen Soldaten standen bei insgesamt 11 Wettbewerben sechsmal Soldaten der Instandsetzungskompanie 160 ganz oben auf dem Siegertreppchen.

  • Patenschaft mit Versorgungskompanie 710

    access_time 12.11.1987

    Mit dem 12.11.1987 hatte die Instandsetzungskompanie einen weiteren Paten. An diesem Tag wurde im Rathaus zu Schleswig feierlich die Patenschaft zwischen der Instandsetzungskompanie 160 und der Versorgungskompanie 710 aus Schleswig, Kaserne auf der Freiheit, geschlossen.

  • Besuch vom Bundesverteidigungsminister

    access_time 21.09.1989

    Vom 22. bis 29.09.1989 fuhr die Kompanie zur Feldeinsatzübung BECKLINGEN nach BERGEN-HORNE. Gleichzeitig fand eine Mobilmachungsübung statt. Der 21.09. wird für die Instandsetzungskompanie unvergessen bleiben. Bundesverteidigungsminister Dr. Gerhard Stoltenberg und sein britischer Amtskollege King besuchten britische und deutsche Einheiten auf dem Übungsplatz BERGEN.

  • Beseitigung der Grenzanlage

    access_time Februar 1991

    Anfang Februar 1991 leistete die Kompanie ihren Beitrag zur Beseitigung der Grenzanlagen der ehemaligen Innerdeutschen Grenze. Am 05.02. wurde ein Bergepanzer am Grenzstreifen bei Zweedorf eingesetzt. Sein Auftrag war es, einen Beobachtungsturm umzuziehen. Soldaten der Instandsetzungskompanie 160 packten auch weiterhin beim Abbau der Grenzbefestigungsanlagen mit an.

  • Das Ende

    access_time 29.09.1993

    Mit dem 29.09.1993 endete die Geschichte der Instandsetzungskompanie 160. Im Rahmen des Übergabeappells in der Sachsenwald-Kaserne, bei dem das Panzerbataillon 164 von Oberstleutnant Nachtsheim an Oberstleutnant Saame übergeben wurde, schied die Kompanie aus der Panzergrenadierbrigade 16 aus.

  • Verbleib

    access_time 01.04.1994

    Seit 01.04.1994 heißt die Kompanie 3./Instandsetzungsbataillon 6 und bezieht die Räume der ehemaligen 2./Instandsetzungsbataillon 6 in der Lettow-Vorbeck-Kaserne. Im Bataillon erfüllt die 3./Instandsetzungsbataillon 6 die Aufgaben der Krisen-Reaktions-Kräfte.

    Inzwischen ist aber auch das InstBtl 6, später InstBtl 166 aufgelöst.

Gliederung

  1. Instandsetzungskompanie 160
    Instandsetzungskompanie 160

    in der Heeresstruktur 4 (1981 - 1992)

    1. KpFüGrp

      1. FmGrp

      2. TrSanDst

      3. Inst Fü

    2. Berge Grp

    3. InstZug I

    4. InstZug II

    5. InstZug III

    6. NschGrp

    7. WtgTrp

Auftrag

Die Instandsetzungskompanie 160 war die Reparaturwerkstatt der Panzergrenadierbrigade 16 und hatte mit ihren ca. 100 Mechanikern die Aufgabe, allgemeines Wehrmaterial des Heeres instand zusetzen. Repariert wurde fast alles, von Geräten allgemeiner Art über leichte Waffen, Kräder, Lkw, Pkw, bis hin zu den kleinen und großen Panzern. Die vielen Instandsetzungsarbeiten reichten von leichten und einfachen Inspektionen bis zu dem teilweise aufwendigen Austausch von Großbaugruppen (Motor, Getriebe, Achse). Die Kompanie war sogar in der Lage, Sattler-, Tischler- und Schmiedearbeiten durchzuführen.

Personal

Kompaniechefs
Hptm Haumann, HptmPenning, Hptm Kock, Hptm Dittmann, Hptm Wegner, Hptm Bernd, Hptm Andresen, Hptm Janßen, Hptm Fichtner, Maj Dr. Neumann, Maj Knuth, Maj Seemann, Maj Deppe, Maj Mörs

Kompaniefeldwebel
HFw Paruse, HFw Streit, HFw Hacker, HFw Köpke, HFw Wüsche, HFw Reddöhl, HFw Budde

Panzergrenadierbataillon 161

Das gemischte Panzergrenadierbataillon 161 war ein Kind der Heeresstruktur 4 (1981) und hat nichts mit den Vorgängern gemein, die die gleiche "Hausnummer" trugen.

Mit dem neuen Bataillon erfuhr die Panzergrenadierbrigade 16 für den Einsatz eine Verstärkung um ein zusätzliches Kampftruppenbataillon, im Frieden lief es jedoch nur auf eine Verstärkung der vorhandenen Bataillone und eine "Mobilmachungsvorbereitungsgruppe" für das neue Bataillon hinaus.

Das Bataillon wurde mit Einführung der Heeresstruktur 5 im Jahre 1992 wieder aufgelöst.

Inhalt

Wappen

Das Wappen zeigt auf blau-weiß-rotem Grund, eingerahmt von einem schwarz-weißen Rand, einen grünen Rautenkranz und im weißen Feld ein schwarzes Wagenrad.

Die Farben blau, weiß und rot sind die Farben Schleswig-Holsteins, der schwarz-weiße Rand weist auf den Kreis Herzogtum Lauenburg hin und der grüne Rautenkranz und das Wagenrad deuten die Gemeinde Wentorf als Standort des Bataillons an.

 

Geschichte

  • Aufstellung des Bataillons

    access_time 13.10.1980 - Wentorf bei Hamburg / Lanken

    Die Aufstellung des Bataillons erfolgte aufgrund des Organisationsbefehls Nr. 10/80 (H) vom 13.10.1980. Das "gemischte Kampftruppenbataillon mit der Endnummer 1", so die offizielle Bezeichnung, gliederte sich in eine stark gekaderte Stabs- und Versorgungskompanie und 3 voll aufgestellte Kampfkompanien, davon 2 Panzergrenadierkompanien (SPz Marder) und 1 Panzerkompanie (erst M48, später KPz Leopard 1).

  • Die 2. Kompanie entstand als Neuaufstellung durch das Panzergrenadierbataillon 162.

    Die 3. Kompanie, ebenfalls eine Panzergrenadierkompanie Marder, wurde durch Umwandlung der 4. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 163 gleich vollständig aufgestellt.

    Die 4. Kompanie, eine Panzerkompanie M 48, entstand als Neuaufstellung durch und beim Panzerbataillon 164 in Elmenhorst zunächst mit Kompanieführungsgruppe und zwei Zügen.

  • Schnelle Einsatzbereitschaft

    access_time 1981

    Die 4./161 unter Hauptmann Bull machte den Anfang und nahm bereits vom 24.09. bis 12.10.1981 mit dem Panzerbataillon 164 an einem Schießplatzaufenthalt in CASTLE MARTIN / Wales teil und wenig später folgten die 2./161 unter Hauptmann Schmitz und wieder die 4./161 mit einer Teilnahme bei ihrem jeweiligen Patenbataillon vom 02. bis 05.11.1981 an der NATO-Gefechtsübung BRISK FRAY in Schleswig-Holstein. Damit hatte sich das Bataillon zumindest mit seinen kampfkräftigen Teilen in die Übungstätigkeit der Brigade eingereiht.

  • Verleihung des Fahnenbandes von Schleswig-Holstein

    access_time 09.06.1983

    Am 09.06.1983 nahm Oberstleutnant Liebe für das Bataillon vom damaligen Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Uwe Barschel, das Fahnenband des Landes für "hervorragenden Einsatz bei Naturkatastrophen zum Schutz und zur Hilfe für Bürger des Landes" bei einem feierlichen Appell entgegen.

  • Kommandeurswechsel

    access_time 26.01.1985

    Am 26.01.1985 übergab Oberstleutnant Liebe das Bataillon an Oberstleutnant Moderow. Mit Oberstleutnant Liebe verließ ein Kommandeur das Bataillon, der den Aufbau und die rasche Einsatzbereitschaft des Bataillons ganz wesentlich beeinflusst hat.

  • Truppenübungsplatzsaufenthalt in SHILO/Kanada

    access_time 09.06.1983

    1985 waren erstmalig Teile des Bataillons jenseits des Atlantiks im Einsatz. Die gesamte 4. Kompanie mit Hauptmann Globig an der Spitze nahm im Mai 1985 mit dem Panzerbataillon 164 an einem Truppenübungsplatzsaufenthalt in SHILO / Kanada teil, während von der 2./161 lediglich geringe Teile das Panzergrenadierbataillon 162 verstärkten.

  • Kommandeurswechsel

    access_time 14.03.1987

    Am Samstag, dem 14.März 1987, übergab Oberstleutnant Moderow das Bataillon an Major Heintke, der zugleich von Major Bernhardt die Aufgaben des Führer Kaderpersonal übernahm.

  • Truppenübungsplatzsaufenthalt in SHILO / Kanada

    access_time Oktober 1988

    Im Herbst 1988 verlegte nahezu das gesamte Bataillon in der Zeit vom 01. bis 25.10. nach Kanada. Die 2./161 und die 3./161 übten auf dem Truppenübungsplatz SHILO. Da auch die 1./163 zu einem erheblichen Teil aus aktivem Mobilmachungsergänzungspersonal unseres Bataillons zusammengestellt war, waren wir fast komplett. Lediglich die 4. Kompanie wurde schmerzlich vermisst.

  • Das Ende naht

    access_time 1991

    Mit dem Jahr 1991 wurde der Beginn der Auflösung des Bataillons eingeläutet. Es wurden ab diesem Zeitpunkt viele Dinge "ein letztes Mal" getan. Es begann am 12.04.1991, an dem die 1./161 ihre letzte Dienstliche Veranstaltung für Unteroffiziere und Offiziere des Stabes und der Stabs- und Versorgungskompanie durchführte. Der relativ frühe Zeitpunkt wurde gewählt, da nach der Festlegung des Auflösungsdatums bereits frühzeitig zahlreiche Personalveränderungen die Kompanien erheblich veränderten.

  • Auflösung

    access_time 30.09.1992

    Am 01.09.1991, unmittelbar nach Abschluss der Gefechtsübung GRÜNE EICHE 91, entließ der Brigadekommandeur das Bataillon ein Jahr vor seiner endgültigen Auflösung mit einem Brigadeappell aus seinem Auftrag.

Gliederung

  1. Panzergrenadierbataillon 161
    Panzergrenadierbataillon 161

    Teilaktiv

    1. Stab

      1. BtlFüGrp

    2. 1. Kompanie

      1. KpFüGrp

      2. Erk / VerbZug

      3. FmGrp

      4. SanGrp

      5. NschZug

      6. TrspGrp

      7. InstZug

      8. BergeTrp 1+2

    3. 2. Kompanie

      1. KpFüGrp

      2. I. Zug
        (3 Spz Marder)

      3. II. Zug
        (3 Spz Marder)

      4. III. Zug
        (3 Spz Marder)

    4. 3. Kompanie

      1. KpFüGrp

      2. I. Zug
        (3 Spz Marder)

      3. II. Zug
        (3 Spz Marder)

      4. III. Zug
        (3 Spz Marder)


    5. 4. Kompanie

      1. KpFüGrp

      2. I. Zug
        (4 KPz Leopard)

      3. II. Zug
        (4 KPz Leopard)

      4. III. Zug
        (4 KPz Leopard)

Personal

Bataillon

Bataillonskommandeure
OTL Uebe, OTL Moderow, OTL Heintke

Stellvertretende Bataillonskommandeure
Maj Bernhardt, Maj d.R. Moritz, Hptm d.R. Gronwaldt, Maj d.R. Bruhn, Maj Brandt, Maj Numberger

1. Kompanie

Kompaniechefs
Maj d.R. Rausch, Maj d.R. Werner, Hptm Numberger, Hptm Dollhopfl

Kompaniefeldwebel
StFw Gohl, StFw Krage

2. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Schmitz, Hptm Kriebel, Hptm Arendt, Hptm Kunkel

Kompaniefeldwebel
StFw Podlech, HFw Schalk, HFw Langhein

3. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Harrendorf, Hptm Nagel, Hptm Joers, Hptm Nichols, Hptm Gehring, Hptm Matz

Kompaniefeldwebel
StFw Dopke, HFw Westphal, HFw Thieme

4. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Bull, Hptm Globig, Hptm Obstmayer, Hptm Bertram

Kompaniefeldwebel
HFw Pohl, HFw Wargenau, HFw Lehmann

Panzergrenadierbataillon 162

Das Panzergrenadierbataillon 162 wurde unter Führung von Major Mayrhofer ab 01.10.1958 in Husum, der "grauen Stadt am Meer", als Teil der Kampftruppe A6, später Panzergrenadierbrigade 16, aufgestellt.

Bis zu seiner Auflösung am 30.09.1994 verlegt es als erster Verband der Brigade im Jahre 1963 vom hohen Norden in den Süden Schleswig-Holsteins.

Inhalt

Wappen

Das Wappen zeigt auf grün-rotem Grund, eingefasst von einem schwarz-weißen Rand, einen schwarzen Wolfskopf mit roter Zunge und einen weißen Pferdekopf. Der schwarz-weiße Rand und der Pferdekopf weisen auf den Standort im Kreis Herzogtum Lauenburg hin, der Wolfskopf symbolisiert die harte und entbehrungsreiche Ausbildung, der grüne Untergrund steht für die Truppengattung.

 

 

Geschichte

  • Aufstellung des Bataillons

    access_time 01.10.1958

    Haupteingang der Julius-Leber-Kaserne in Husum (1959 - Foto: Wagner)

    Das Grenadierbataillon 162 wurde unter Führung von Major Mayrhofer ab 01.10.1958 in Husum, der »grauen Stadt am Meer«, als Teil der Kampftruppe A6, später Panzergrenadierbrigade 16, aufgestellt. Am 01.03.1959 verlegte das Bataillon in die neugebaute Julius-Leber Kaserne an der Matthias-Claudius-Straße.

  • Sturmflut 1962

    access_time 02.1962

    1962 - Sturmfluteinsatz des PzGrenBtl 162

    Februar 1962 war für die Männer des Bataillons der Ernstfall da. An der Nordseeküste überraschte am 16.02.1962 eine verheerende Sturmflut die Bevölkerung, viele Deiche brachen oder waren stark gefährdet. Das Bataillon kämpfte Seite an Seite mit der Bevölkerung, Hilfsdiensten und weiteren Kräften der Brigade im Großeinsatz an den Husumer Deichen, um die Schäden der Flutkatastrophe in Grenzen zu halten und Leben zu retten.

  • Verlegung des Bataillons

    access_time 1963

    Ankunft des PzGrenBtl 162 in Reinbek auf dem Weg nach Wentorf (1963 - Foto: Archiv Klebe)

    1963 zog als erster Verband das Panzergrenadierbataillon 162, das spätere »Hausbataillon« der Gemeinde, in die Wentorfer Kasernen ein.

  • Umrüstung auf MTW 113

    access_time 1967

    MTW M113 der 3./JgBtl 162 in der Bismarck-Kaserne (Foto: Pirch)

    Der Umbenennung am 15.12.1966 in Panzergrenadierbataillon 162 (MTW) folgte im Frühjahr 1967 der Austausch der Lkw 1,5t gegen MTW M113.

  • Umbenennung in Jägerbataillon

    access_time 01.10.1971

    MTW M113 des JgBtl 162 (1970 - Foto: Kaulin)

    Am 01.10.1971 wurde das Bataillon in Jägerbataillon 162 (MTW) umbenannt, wodurch sich die Ausrüstung des Bataillons kaum, das Erscheinungsbild dagegen jedoch entscheidend änderte: Ab sofort trugen die Soldaten als erste weit und breit »unser« grünes Barett.

  • Der neue Spz Marder

    access_time 1975

    Der neue SPz Marder im JgBtl 162 (1975 - Foto: Bernd Schumann)

    Das Jahr 1975 war ein ausgesprochen übungsintensives Jahr, und der Truppenübungsplatz BERGEN wurde für 162 fast zur zweiten Heimat. Zunächst rüstete das Bataillon die 2. und 3. Kompanie auf fabrikneue Schützenpanzer Marder um. Hierbei handelte es sich um eine Sonderfertigung der Firma MAK Kiel, die nur für die Panzergrenadierbataillone 162 und 172 mit den bekannten fortlaufenden »804 Y-Nummern« hergestellt wurde.

  • Wentorfer Panzerspitzen im Schneegefecht

    access_time 01.1979

    Teile des Bataillons waren im Einsatz und kämpften gegen die Schneemassen nördlich des Nord-Ostsee-Kanals. Hierbei gab es auch ein Wiedersehen mit der Geburtsstadt Husum, wo das Bataillon mit zwei Bergepanzern mehrere Tage im Einsatz war.

  • Amokfahrt

    access_time 10.1979

    Die Amokfahrt im Oktober 1979 eines 20jährigen Gefreiten mit einem Schützenpanzer Marder durch Hamburg konnte erst nach längerer Verfolgungsjagd gestoppt werden. Nach Angaben der Polizei raste der Gefreite mit Geschwindigkeiten bis zu 70 Stundenkilometer von der Bismarck-Kaserne in Wentorf in Richtung Hamburger Innenstadt. Dabei zerstörte er mehrere Fahrzeuge völlig, vier Personen wurden verletzt.

  • Patenschaft mit Wentorf

    access_time 07.10.1983

    1983 - Uebergabe Patenschaftsfahne OTL Bromba - BV Kleipödszus (Foto: Archiv PzGrenBtl 162)

    Einen Höhepunkt in der Beziehung zwischen der Bundeswehr und der Gemeinde bildete die Unterzeichnung einer Patenschaftsurkunde am 07.Oktober 1983. An diesem Tage besiegelten Vertreter des Panzergrenadierbataillons 162 und der Gemeinde Wentorf bei Hamburg eine Urkunde, die die Entwicklung dieses Verbandes zum Wentorfer Hausbataillon dokumentierte.

  • Ehemalige des PzGrenBtl 162

    access_time 17.10.1987

    Am 17.10.1987 gründete sich die »Gemeinschaft der Ehemaligen des Panzergrenadierbataillons 162«. Hiermit wurde dem Wunsch vieler entsprochen, für aus dem Bataillon ausgeschiedene Soldaten, in den Ruhestand versetzte Angehörige des Bataillons sowie Freunde unseres Verbandes eine militärische Heimat, bzw. einen Anlaufpunkt zu schaffen.

  • Die Wiedervereinigung

    access_time 10.1990

    BtlKdr OTL Clauß mit Besuch von NVA Offizieren beim PzGrenBtl 162 (1990 - Foto: Archiv PzGrenBtl 162)

    Der Fall der Mauer und die Vereinigung unseres Vaterlandes wirkten bis in das Bataillon hinein. So erhielt das Bataillon am 18.09.1990 erstmalig einen Informationsbesuch von sieben Offizieren des Pionierbataillons der 8. Motorisierten Schützendivision (NVA).

  • Aumühle - die Patengemeinde der 2. Kompanie

    access_time 09.1991

    In der Gemeinde Aumühle und der 2. Kompanie reifte nach langjährigen Kontakten die Idee, das bisherige Miteinander durch eine Patenschaft zu besiegeln. Diese Patenschaft wurde durch die Gemeindevertretung der Gemeinde Aumühle im September 1991 beschlossen.

  • Heeresstruktur 5

    access_time 01.04.1992

    Am 1. April 1992 hatte das Panzergrenadierbataillon 162 (Stamm) nach der Heeresstruktur 5 folgende Gliederung eingenommen:

    • 1./- Stabs- und Versorgungskompanie,
    • 2./-, 3./-, 4./-, 5./- Kampfkompanie,
    • 6./- Panzermörserkompanie,
    • 7./- Unteroffizierlehrkompanie,
    • 8./- Feldersatzkompanie (im Frieden gekadert).
    Nach Einnahme der neuen Gliederung verfügte das Bataillon nun über mehr als 1.000 Soldaten.

  • Bekanntgabe der Auflösung

    access_time 15.12.1992

    Am 15.12.1992 traf uns die Entscheidung des Bundesministers der Verteidigung über die Auflösung der Brigade wie ein Keulenschlag. Der Divisionskommandeur, Generalmajor von Falkenhayn, und der Kommandeur der Panzerbrigade 16 »Herzogtum Lauenburg«, Oberst Fischer, teilten uns die Nachricht über die Auflösung mit.

  • Das Ende des Bataillons

    access_time 09.1994

    Abmeldung des PzGrenBtl 162 und Auflösung der Kaserne (30.09.1994 - Foto: Archiv PzGrenBtl 162)

    Am 27.05.1994 fand das letzte Sommerbiwak des Panzergrenadierbataillons 162 statt und am 30.09.1994 endete mit der Einholung der Bundesflagge in der Bismarck-Kaserne die Geschichte des Bataillons.

Gliederung

  1. Panzergrenadierbataillon 162
    Panzergrenadierbataillon 162

    in der Heeresstruktur 4 (1981 - 1992)

    1. Stab

      1. BtlFüGrp

      2. Fahrschulgruppe WENTORF 1

      3. Sanitätsbereich 11/26

    2. Panzergrenadierbataillon 162
      1. Kompanie

      1. KpFüGrp

      2. Erk / VerbZug

      3. FmGrp

      4. SanGrp

      5. NschZug

      6. TrspGrp

      7. InstZug

      8. BergeTrp 1+2


    3. 2. Kompanie

      1. KpFüGrp

      2. I. Zug
        (3 Spz Marder)

      3. II. Zug
        (3 Spz Marder)

      4. III. Zug
        (3 Spz Marder)


    4. 3. Kompanie

      1. KpFüGrp

      2. I. Zug
        (3 Spz Marder)

      3. II. Zug
        (3 Spz Marder)

      4. III. Zug
        (3 Spz Marder)


    5. 4. Kompanie
      (Jäger)

      1. KpFüGrp

      2. I. Zug
        (3 MTW M113)

      3. II. Zug
        (3 MTW M113)

      4. III. Zug
        (3 MTW M113)


    6. 5. Kompanie
      (Mörser)

      1. KpFüGrp

      2. I. Mörser-Halbzug
        (3 MTW M113)

      3. II. Mörser-Halbzug
        (3 MTW M113)

Personal

Bataillon

Bataillonskommandeure
OTL Mayrhofer, OTL Dammann, OTL Kiene, OTLCzerwensky, OTL Prange, OTL Magunia, OTL Verstl, OTL Uebe, OTL Schwarzer, OTL Neumann, OTL Helms, OTL Bromba, OTL Clauß, OTL Hofmann, OTL Harrendorf

Stellvertretende Bataillonskommandeure
Maj Heinrici, Maj Strebel, Maj Gierke, Maj Bruhns, Maj Borchert, Maj Fleischer, Maj Wisomiersky, Maj Witt, Maj Grohmann, Maj Weidemann, Maj Semrau, Maj Heintke, Maj Graumann, Maj Brandt, Maj Ronneburg, OTL Brandt

1. Kompanie

Kompaniechefs
Maj Heinrici, Hptm Lütge, Hptm Burkhardt, Maj Gierke, Maj Bruhns, Maj Borchert, Hptm Schmitt, Maj Seiler, Maj Lotzow, Maj Behrends, Hptm Graumann, Hptm Brandt, Maj Numberger, Hptm Erkes, Maj Proske

Kompaniefeldwebel
Fw Hertl, HFw Aldag, HFw Grunwald, HFw Saul, HFw Teschke, HFw Schalk, StFw Bücken, HFw Eden

2. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Kellermann, Hptm Fränkel, Hptm Henning, Hptm Reichel, Hptm Reichardt, Hptm Striegler, Hptm Melzer, Hptm Pülsch, Hptm Digutsch, Hptm Kriebel, Hptm Düfer, Hptm Morbe, Hptm Walleit, Hptm Welzel, Hptm Richter, Hptm Baier

Kompaniefeldwebel
HFw Loof, HFw Gründel, HFw Scheffrahn, HFw Teschke, StFw Berg

3. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm von Binzer, Hptm Burkhardt, Hptm Reiner, Hptm Schmitt, Hptm Beecken, Hptm Zendler, Hptm Lüdemann, Hptm Heintke, Hptm Schneider, Hptm Schecker, Hptm Grüßner, Hptm Hörner, Hptm Buske, Hptm Gauza, Hptm Kasdorf, OLt Schuldt

Kompaniefeldwebel
HFw Carsten, HFw Schulz, HFw Gehrnmann, HFw Hirschmann, HFw Werner, HFw Maraun

4. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Mousell, Hptm Matthiesen, Hptm Schmidt, Hptm Carstens, Hptm Windels, Hptm Bernhardt, Hptm Schecker, Hptm Lerps, Hptm Winkel, Hptm Clauß, Hptm Kirchhof, Hptm Nagel, Hptm Uhrig, Hptm Hillemann, Hptm Gehring
ab 1992: Hptm Kunkel, Hptm Grohmann

Kompaniefeldwebel
HFw Hannemann, HFw Last, HFw Borchert, HFw Nieber, HFw Reimer
ab 1992: HFw Langhein

5. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Tenten, Hptm Busse, Ilptm Henning, Hptm Carstens, Hptm Graf von Bothmar, Hptm Melzer, Hptm Schecker, Hptm Schneider, Hptm Engel, Hptm Buske, Hptm Eiringhaus, Hptm Völkel, Hptm Glassner
ab 1992: Hptm Kühne, Hptm Abmayr

Kompaniefeldwebel
HFw Schult, HFw Steinke, HFw Kroneberger, HFw Aldag, HFw Krieter, HFw Dahm, HFw Fischer, HFw Westphal
ab 1992: HFw Werner

6. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Neukirch

Kompaniefeldwebel
HFw Westphal

7. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Matz, Hptm Kühne

Kompaniefeldwebel
StFw Thiem, StFw Britze, HFw Giese

Panzergrenadierbataillon 163

Im November 1956 trafen auf dem Bahnhof Husum die ersten Kader des späteren Lehrbataillons der Heeresoffiziersschule II ein. Einige von ihnen kamen bereits in Bundeswehruniform von einer der Truppenschulen, während andere direkt aus dem Zivilleben zu uns kamen.

Das spätere Panzergrenadierbataillon 163 zog dann von Husum nach Hamburg und später nach Wentorf bei Hamburg um, wo es 1992 in ein nicht-aktives Bataillon dem Panzergrenadierbataillon 162 unterstellt wurde, bevor 1993 die endgültige Auflösung erfolgte.

Inhalt

Wappen

In der linken oberen Hälfte wird das Stadttor der Freien und Hansestadt Hamburg, in der rechten oberen Hälfte ein Nesselblatt und ein Wagenrad dargestellt. Das Wappen, das von einem grünen Rand eingerahmt wird, zeigt in der unteren Hälfte einen Marder auf gelbem Grund. Das weiße Stadttor auf rotem Untergrund symbolisiert die Verbundenheit des Bataillons mit ihrem ehemaligen Standort Hamburg, das Nesselblatt und das Wagenrad weisen auf den neuen Standort Wentorf im Kreis Herzogtum Lauenburg und den Südteil des Landes Schleswig-Holsteins hin. Der Marder auf gelbem Grund gibt die Ausrüstung des Bataillons symbolisch wieder und der grüne Rand steht für die Truppengattung.

Geschichte

  • Aufstellung des Bataillons

    access_time November 1956 – ehemaligen Marine-Kaserne (Husum)

    Im November 1956 trafen auf dem Bahnhof Husum die ersten Kader des späteren Lehrbataillons der Heeresoffiziersschule II ein. Einige von ihnen kamen bereits in Bundeswehruniform von einer der Truppenschulen, während andere direkt aus dem Zivilleben zu uns kamen.

  • Verlegung nach Hamburg

    access_time 21.07.1958

    Am 21.7.1958 verabschiedete sich die Heeresoffiziersschule mit einem vom Bataillon aufgeführten Großen Zapfenstreich von der Garnisonsstadt Husum. Das Bataillon selbst hatte sich entschlossen, die Bevölkerung Husums in ein dreitausend Gäste fassendes Zelt zu einem Abschiedsball einzuladen. Die Kontakte der Soldaten zur Bevölkerung waren herzlich und tief gewesen, was zahlreiche Eheschließungen bewiesen.

    Neuer Standort war die Litzmann-Kaserne.

  • Unterstellungswechsel

    access_time 1958/1959

    Der mit dem Umzug verbundenen Umgliederung und der Unterstellung für den Einsatz unter die Brigade 17 folgte die Umbenennung in Panzergrenadierbataillon (L) 173 zwar sofort, die Materialzuweisungen ließen jedoch auf sich warten, so dass die Kompanien nur zögerlich die vorgesehene Ausstattung erhielten.

  • Umrüstung auf HS30

    access_time 1959

    Im Jahr 1959 begann, nach Aufstellung der Ausbildungskompanie 402, in Hamburg die Ausbildung der ersten Wehrpflichtigen im Bataillon. Der Verband rüstete auf den damals hochmodernen Schützenpanzer HS 30 um und wurde das schlagkräftigste Grenadierbataillon im Hamburger Raum.

  • Die „Jahrhundertflut“

    access_time 1962

    Das Jahr 1962 ist allen Hamburgern noch in übler Erinnerung: Im Februar ließ der Blanke Hans die Elbe über die Deiche treten. Die »Jahrhundertflut« hatte besonders in Harburg, Veddel und Wilhelmsburg katastrophale Folgen: Todesopfer waren zu beklagen, und Tau-sende hatten aus ihren überschwemmten Häusern nichts als die bloße Haut gerettet. Dass nicht noch mehr passierte, verdankten die Hamburger »ihrem« Lehrbataillon. In selbstlosem Einsatz retteten die Soldaten manchen Wilhelmsburger aus den Obergeschossen und von den Dächern ihrer Häuser, stopften die geborstenen Deiche mit Sandsäcken und versorgten die Obdachlosen mit Wolldecken sowie Kaffee und Erbsensuppe aus der Feldküche. Hierfür wurde der Verband noch im selben Jahr durch den damaligen Innensenator Helmut Schmidt ausgezeichnet.

  • Neuer Kasernenname

    access_time 1964

    Im Jahre 1964 wurde die Litzmann-Kaserne aus politischen Gründen in Hanseaten-Kaserne umbenannt. Den Namen bekam die Kaserne nach dem General der Infanterie a.D. Karl Litzmann, der sich im 1. Weltkrieg durch hervorragende Leistungen hervorgetan hatte.

  • Erhalt der Truppenfahne

    access_time 24.4.1965

    Ein besonderes Ereignis fand am 24.4.1965 statt. An diesem Tag wurde allen Bataillonen der Bundeswehr in Münster in Westfalen die vom Bundesminister der Verteidigung, Kai Uwe von Hassel, gestifteten Truppenfahnen übergeben. Unser Bataillonskommandeur, Major Waltsgott, nahm die Fahne aus der Hand des Inspekteurs des Heeres, Generalleutnant de Maizicre entgegen.

  • Erster Truppenübungsplatzaufenthalt im Ausland

    access_time 1966

    Der sog. »Frankreichfeldzug« führte das Bataillon in fünf Transportzügen für zwei Wochen auf den Truppenübungsplatz LA COURTINE in Südfrankreich.

  • Umzug nach Wentorf

    access_time Juni 1971

    Nach vielem Ärger in Hamburg wegen des Lärms der Panzer, die über die Rodigallee zum Standortübungsplatz Höltigbaum im Schritttempo fahren mussten, verabschiedete sich im Juni 1971 das Bataillon von seinem bisherigen Standort Hamburg und der Heeresoffiziersschule II, löste die Ausbildungskompanie 402 auf und verlegte in die Bose-Bergmann-Kaserne nach Wentorf.

  • Neuer Name ohne „L“

    access_time 1972

    Bereits wenig später erfolgte die Umwandlung und Umbenennung des „stolzen“ Lehrbataillons der Heeresoffiziersschule Il in ein „schlichtes“ Panzergrenadierbataillon mit der Nummer 163. Das Bataillon führte nun die Stabs- und Versorgungskompanie, drei Kompanien mit je 16 Schützenpanzern und die Panzermörserkompanie mit 6 Mörserträgern.

  • Ausrüstung mit SPz Marder

    access_time 1973

    Im Jahr 1973 wurde das Bataillon mit dem Schützenpanzer Marder ausgerüstet. Durch ihn konnten die gestiegenen Anforderungen an Beweglichkeit, Feuerkraft und Panzerschutz beim Kampf der verbundenen Waffen erfüllt werden. Der Marder prägte von da an bis zur Auflösung das Gesicht und die Ausbildung des Bataillons.

  • Patenschaft mit Stadt Reinbek

    access_time 14. Mai 1976

    Am 2. Oktober 1975 fasste die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Reinbek folgenden Beschluss: »Die Stadt Reinbek übernimmt für das Panzergrenadierbataillon 163, Wentorf bei Hamburg, Bose-Bergmann-Kaserne, eine Patenschaft.« Mit diesem Beschluss verbindet die Stadtverordnetenversammlung die Erwartung und die Hoffnung, dass er Anstoß für die Begegnung zwischen Soldaten und Bürgern sein wird. Die Überreichung der Urkunde und offizielle Begründung der Patenschaft erfolgten am 14. Mai 1976.

  • Teilnahme an TRUTZIGE SACHSEN

    access_time September 1985

    Im September 1985 verlegte das Bataillon das letzte Mal in der fast sechsjährigen Kommandeurszeit des Oberstleutnant Gerlach auf den Truppenübungsplatz BERGEN-HOHNE. Höhepunkt war fraglos das Schießen verbundener Waffen als Abschluss der Heeresübung TRUTZIGE SACHSEN bei herrlichem Wetter und ausgezeichneter Sicht.

  • Bildung der „Mook-wi-Kameradschaft“

    access_time 08.09.1990

    Mit der am 08.09.1990 bei der Jahresversammlung beschlossenen Fusion der »Kameradschaft ehemalige 76er« und der »Kameradschaft 163er« zur »Mook-wi-Kameradschaft« ist der über 20 Jahre währenden guten und engen Zusammenarbeit konsequent Rechnung getragen worden.

  • Umgliederung in die Heeresstruktur 5

    access_time 1991

    Das Jahr 1991 stand ganz im Zeichen der Umgliederung in die Heeresstruktur 5 und der gleichzeitigen Integration von Teilen der ehemaligen Nationalen Volksarmee in die Bundeswehr. So stellte das Bataillon seit 01.01.1991 ununterbrochen Ausbilderteams für den Standort Hagenow, und langsam gewöhnte man sich an Trabis und Wartburgs in der Bose-Bergmann-Kaserne, ebenso wie an Militärfahrzeuge mit dem Kennzeichen VA (für Volksarmee) und der zusätzlichen großen Aufschrift Bundeswehr an den Türen.

  • Geplante Umgliederung in Stamm-/Aufwuchsbataillon

    access_time 05.07.1991

    Am 05.07.1991 traf der Befehl Nr. 1 für den Übergang in die Heeresstruktur 5 mit folgender Konsequenz ein: 35 Jahre und 6 Monate nach Aufstellung hatte das Panzergrenadierbataillon 163 zum 1.4.1992 seinen Dienstbetrieb endgültig einzustellen; es ging personell im Panzergrenadierbataillon 162 auf und blieb lediglich materiell als mobilmachungsabhängiges »Aufwuchsbataillon« bestehen.

  • Auflösung des Bataillons

    access_time 31.12.1993

    Aber auch dies war nur von kurzer Dauer, denn bereits mit Befehl vom 13.7.1993 wurde das letzte Kapitel des Bataillons eingeläutet, die Auflösung vorbereitet und schließlich zum 31.12.1993 vollzogen. Damit endete die Geschichte eines der ersten Bataillone des Heeres nach zwei einschneidenden Umzügen, zwei Unterstellungswechseln und vielen hervorragend gemeisterten Aufträgen.

Gliederung


  1. Panzergrenadierbataillon 163

    1. Stab

      1. BtlFüGrp

    2. 1. Kompanie

      1. KpFüGrp

      2. Erk / VerbZug

      3. FmGrp

      4. SanGrp

      5. NschZug

      6. TrspGrp

      7. InstZug

      8. BergeTrp 1+2

    3. 2. Kompanie

      1. KpFüGrp

      2. I. Zug
        (3 Spz Marder)

      3. II. Zug
        (3 Spz Marder)

      4. III. Zug
        (3 Spz Marder)

    4. 3. Kompanie

      1. KpFüGrp

      2. I. Zug
        (3 Spz Marder)

      3. II. Zug
        (3 Spz Marder)

      4. III. Zug
        (3 Spz Marder)

    5. 4. Kompanie
      (Jäger)

      1. KpFüGrp

      2. I. Zug
        (3 MTW M113)

      3. II. Zug
        (3 MTW M113)

      4. III. Zug
        (3 MTW M113)

    6. 5. Kompanie
      (Mörser)

      1. KpFüGrp

      2. I. Mörser-Halbzug
        (3 MTW M113)

      3. II. Mörser-Halbzug
        (3 MTW M113)

Personal

Bataillon

Bataillonskommandeure
Maj Weithöner, Maj Krieg, Maj Möllhoff, OTL Dr. Jäschke, OTL Busch, OTL Waltsgott, OTL Pfeiffer, OTL Remmel, OTL Bodenstein, OTL Böker, OTL Gerlach, OTL Keerl, OTL Walkhoff, OTL Hofmann

Stellvertretende Bataillonskommandeure
Maj Möllhoff, Hptm Henselmann, Maj Koch, Maj Linnigk, Maj Pfeiffer, Maj Jährig, Maj Schütze, Maj Stemmer, Maj Spatz, Maj Heink, OTL Reimers, OTL Moderow, OTL Gartzke, OTL Klaar, Maj Helms, OTL Beardi, OTL Kallweit, Maj Hofmann, Maj Parr, Maj Plesse

1. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Tenstedt, Hptm Leppich, Hptm Herrmann, Hptm Klein, Hptm Rauh, Hptm Henselmann, Maj Lennigk, Maj Pfeffer, Maj Jährig, Hptm Voigt, Maj Lindner, Hptm Witzke, Hptm Kindler, OLt Reinhard, Maj Beardi, Hptm Schecker, Maj Wildvang, Hptm Meyer, Maj Schierk, Hptm Flachmann

Kompaniefeldwebel
OFw Diermann, HFw Irrberg, HFw Herciog, HFw Drews, HFw Küttner, HFw Leptien, StFw Räder, HFw Bücken

2. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Allmenröder, Hptm von Binzer, Hptm Lissinna, Hptm Pistorius, Hptm von Stünzner-Karbe, Hptm Heink, Hptm Beardi, Hptm Siedschlag, Hptm Graumann, Hptm Schelhorn, Hptm Lemaire, Hptm Baumgärtner, Hptm Kunkel, OLt Wedekind

Kompaniefeldwebel
HFw Hohn, HFw Faustmann, OFw Labes, HFw Faustmann, OFw Wix, HFw Hülser, HFw Gohl, StFw Freitag, HFw Brandt, OFw Dussa

3. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Herrmann, Hptm Eckert, Hptm Kittner, Hptm Herzog, Hptm Hansen, Hptm von Seebach, Hptm Galensa, Hptm Witzke, Hptm Sachau, Hptm Sprenkelmann, Hptm Rex, Hptm Klein, Hptm Lamke, Hptm Hellenthal, Hptm Maul, Hptm Kühne

Kompaniefeldwebel
OFw Barnikau, HFw Jurksch, HFw Deierling, HFw Schulz, HFw Reinhard, HFw Werner, HFw Freitag, HFw Bücken, HFw Maraun

4. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Rehde, OLt Nebe, OLt Pistorius, Hptm von Lossow, Hptm Moderow, Hptm Lenz, Hptm Fitzl, Hptm Müller, Hptm Micheel, Hptm Harrendorf, Hptm Weißer, Hptm Loose, Hptm Ninnemann

Kompaniefeldwebel
OFw Krohn, HFw Bachmann, OFw Jochim, HFw John, HFw Hinne, HFw Dopke, StFw Augustin, HFw Wulff, HFw Schweizer

5. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Rauh, Hptm von Binzer, Hptm Rehde, Hptm Pawelczyk, Hptm Nebe, Hptm Herzog, Hptm Vogel, Hptm Kowling, Hptm Lenz, Hptm Fitzl, Hptm Siedschlag, Hptm Buchholz, Hptm Micheel, Hptm Bruhn, Hptm Weißer, Hptm Schmitz, Hptm Hellenthal, Hptm Nichols

Kompaniefeldwebel
HFw Dolder, OFw Haack, HFw Bringer, HFw Rohlf, HFw Pfannes, HFw Räder, HFw Krage, HFw Maraun, HFw Wiegmann

PzGren - Ausbildungskompanie 402

Kompaniechefs
Hptm Rauh, Hptm Kittner, Hptm Pawelczyk, OLt Herzog, Hptm von Lossow, Hptm Vogel, Hptm Schomaker, OLt Kowling

Kompaniefeldwebel
HFw Schulz

Panzerbataillon 164

Am Donnerstag, dem 26. Oktober 1961, erreichte, von Süden kommend, über die mit Blaubasalt gepflasterte E3 ein 0,75t Borgward-Kübel die Abzweigung Flensburg-Weiche und tauchte im Fördenebel Flensburgs unter, um dann an der Wache einer noch namenlosen Kaserne wieder aufzutauchen. "Wo sind hier die Blocks des Panzerbataillons 164'?" Doch die erstaunten Posten wussten keine Antwort. Nun setzten die »Geburtswehen« des Panzerbataillons 164 ein, denn im Borgward-Kübel saß das Vorkommando und somit die ersten Soldaten des entstehenden Bataillons.

Inhalt

Wappen

Das schwarz eingerahmte Wappen zeigt auf gelbem Untergrund einen auf zwei Beinen laufenden schwarzen Wolf, ein weißes Nesselblatt, zwei blaue übereinanderliegende Löwen und darunter einen Kampfpanzer.

Die Farbe gelb, der schwarze Wolf und das Nesselblatt symbolisieren die Verbundenheit mit dem Standort Schwarzenbek und seine Lage im Süden Schleswig-Holsteins, die beiden blauen Löwen weisen auf den Aufstellungsstandort Flensburg im Norden des Landes hin.

Der Panzer in Schrägfahrt von rechts nach links und die schwarze Umrandung des Wappens geben die Truppengattung wieder.

Geschichte

  • Vorbereitungen zur Austellung

    access_time 26.10.1961 - Briesen-Kaserne / Flensburg

    Am 26.10.1961 begann die Geschichte des Panzerbataillons 164.

    Als das Vorkommando des Bataillons mit seinem 0,75 to Borgward in der Briesen-Kaserne eintraf, lautete der erste Auftrag: Besprechung bei der Panzergrenadierbrigade 16, Klärung von Unterkunftsfragen.

  • Aufstellung des Bataillons

    access_time 16. November 1961 - Briesen-Kaserne / Flensburg

    Am 16. November 1961 war offiziell die Geburtsstunde des Panzerbataillons 164. Es wurde als letztes Bataillon der Panzergrenadierbrigade 16 aufgestellt. Das Bataillon war ein reinblütiges Kind der 6. Panzergrenadierdivision. So setzten sich die Stabs- und Versorgungskompanie aus Soldaten der Panzerbataillone 174, 183 und 184 zusammen, die 2./- bestand aus 174ern, die 3./- aus 183ern, und die 4./- wurde ab 01.07.1962 aus Männern des Panzerbataillons 184 aufgestellt.

    Der Aufstellungsbefehl Nr. 715 vom 18.08.1961 hatte vorerst nur eine Teilaufstellung ohne 4. Kompanie mit 344 Soldaten vorgesehen.

  • Bewährungsprobe Sturmflut

    access_time 18.02. bis 24.02.1962 - Adolf Koog / Husum

    Schon knapp drei Monate nach Aufstellung des Bataillons mussten sich die Soldaten während der schweren Sturmflut beim Katastropheneinsatz an der Westküste Schleswig-Holsteins bewähren. Über 100 Soldaten der 2. und 3. Kompanie waren vom 18.02. bis 24.02.1962 im Adolf Koog bei Husum Tag und Nacht im Einsatz. Alle Soldaten wurden später mit der Sturmflutmedaille ausgezeichnet.

  • Aufrüstung von KPz M47 auf M48

    access_time 1967

    Der erste Kommandeur war Oberstleutnant Kaufmann. Das Bataillon, zugehörig zur 6. Panzergrenadierdivision, war zunächst mit dem Kampfpanzer M 47 ausgestattet und wurde dann im Jahre 1967 unter seinem zweiten Kommandeur, Oberstleutnant Stoves, auf den Kampfpanzer M 48 A2 C umgerüstet.

  • Umzug nach Lanken

    access_time 1969

    1969 verließ dann das Panzerbataillon 164 Flensburg. Der neue Standort hieß Elmenhorst. Im Kreis Herzogtum Lauenburg, nahe der Gemeinde Elmenhorst, erwartete die Soldaten die neu erbaute Sachsenwald-Kaserne.

  • Erster "Tag der offenen Tür"

    access_time 29.08.1970

    Der erste "Tag der offenen Tür" war dann am 29 .08.1970. Der dritte Kommandeur des Bataillons, Oberstleutnant Lueder, begrüßte erstmalig die zahlreich erschienenen Bürger der umliegenden Kreise und Gemeinden.

  • Patenschaft mit Stadt Schwarzenbek

    access_time 06.11.1971

    Am 06. November 1971, anläßlich des 10-jährigen Bestehens des Panzerbataillons 164, wurde das bereits frühzeitig gewachsene Freundschaftsverhältnis zwischen den Soldaten des Bataillons und den Bürgern der Stadt Schwarzenbek in eine offizielle Patenschaft umgewandelt. Die Patenschaftsurkunde wurde durch den damaligen Bürgervorsteher der Stadt Schwarzenbek, Herr Püst, Bürgermeister Koch und dem damaligen Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Lueder, unterzeichnet. Anläßlich dieses Ereignisses führte das Bataillon seinen zweiten "Tag der offenen Tür" durch.

  • Stier von Lanken

    access_time 1969

    Die Umrüstung auf den Kampfpanzer M 48 A2G2 wurde unter dem fünften Kommandeur, Oberstleutnant Kary, durchgeführt. Im Rahmen eines feierlichen Appells wurde einem dieser Panzer der Beiname "Stier von Lanken" gegeben.

  • Neuer Kommandeur

    access_time 19.12.1980

    Am 19.12.1980 übernahm Oberstleutnant Schwarzmeier als sechster Kommandeur das Bataillon und gliederte es in die Heeresstruktur 4 um.

  • Verleihung des Fahnenbandes von Schleswig-Holstein

    access_time 11.06.1981

    Im Rahmen eines feierlichen Appels wurde am 11.06.1981 im Schloßpark zu Plön durch den damaligen Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein, Gerhard Stoltenberg, dem Panzerbataillon 164 für seine besonderen Verdienste, das Fahnenband des Landes übergeben.

  • Leopard 1 als Waffensystem

    access_time 25.01.1983

    Das Jahr 1983 wurde zum Zeichen der Umrüstung auf einen neuen Kampfpanzer. Am 25.01.1983 erhielt der erste Leopard l den Beinamen "Wulf de Swartebeke".

  • Siebter Kommandeur übernimmt

    access_time 22.03.1984

    Oberstleutnant Blumschein übernahm am 22.03.1984 als siebter Kommandeur das Bataillon. Im Herbst 1984 fand im Rahmen eines feierlichen Appells der älteste Panzer des Bataillons, ein M 47, vor dem Stabsgebäude seinen letzten Abstellplatz.

  • Truppenübungsplatzaufenthalt in SHILO / Kanada

    access_time Sommer 1895

    Zusammen mit den Grenadieren aus Wentorf verlegten die 164er auf den Truppenübungsplatz SHILO in der kanadischen Provinz Manitoba. Absoluter Höhepunkt des Aufenthaltes war das Bataillonsgefechtsschießen, genannt SCHWARZER BÄR.

  • 25jähriges Bestehen und die 15jährige Patenschaft zur Stadt Schwarzenbek

    access_time 25.10.1986

    Am 25.10. feierte das Bataillon sein Doppeljubiläum. Im Beisein der ehemaligen Kommandeure Luder, Kühnke, Kary, Schwarzmeier und Blumschein übergab der Bürgermeister der Stadt Schwarzenbek, Ralph Schnack, beim Bataillonsappell die Fahne der Stadt als Jubiläumsgeschenk. Mehr als 7.000 Besucher strömten durch die Kaserne und bestaunten die Vorführungen der 164er. Bei einer Tombola gab es unter anderem einen VW-Golf und einen Motorroller zu gewinnen.

  • Übersiedler in der Sachsenwald-Kaserne

    access_time 08.01.1990

    Am 08.01.1990 zogen die ersten Übersiedler in die Sachsenwald-Kaserne ein. Hierfür wurde ein kompletter Wohnblock umgeräumt. Die Soldaten rückten etwas näher zusammen, damit die hilfesuchenden Menschen eine vorläufige Unterkunft bekamen. Insgesamt wurden 68 Übersiedler, später auch Aussiedler aus Polen und der Sowjetunion, untergebracht.

  • Abriss der Grenze zur DDR

    access_time Januar / Februar 1991

    Über 3.000 Schaulustige aus Gemeinden entlang der ehemaligen Demarkationslinie - darunter auch 60 Rekruten aus Berlin-Brandenburg - starren auf den Bergepanzer des Panzerbataillons 164, der unter kräftigem Aufheulen seines Triebwerkes ein 20 Meter langes Seil langsam anspannt. Der Wachturm des ehemaligen DDR-Regimes widersteht der Kraft der über 1.000 PS nur kurz und stürzt dann langsam und unter enormer Staubentwicklung auf den hartgefrorenen Boden des ehemaligen Todesstreifens.

    Das Panzerbataillon 164, das im Ernstfall vornehmlich in diesem Raum eingesetzt gewesen wäre, hatte die anfangs ungeklärten Besitzverhältnisse und die zunächst noch "endbürokratisierte Grauzone" genutzt: Von Januar bis Februar 1991 fielen im Bereich Bröthen und Umgebung insgesamt 6 Wachtürme der ehemaligen DDR und beendeten damit symbolisch für den Kreis Herzogtum Lauenburg eine über 40 Jahre andauernde Zeit der Unfreiheit und der gewaltsam abgebrochenen Verbindungen zwischen Freunden, Familien, Deutschen.

  • Letzter Kommandeurswechsel / Leopard 2

    access_time 13.12.1991

    Am 13.12.1991 übergab Oberstleutnant Rainer Oestmann an den zehnten und letzten Kommandeur des Panzerbataillons 164, Oberstleutnant Georg Nachtsheim. Eine seiner ersten Aufgaben war die Umrüstung des Bataillons auf den Kampfpanzer Leopard 2. Da das Bataillon nur eine geringe Anzahl an Panzerfahrern und Kommandanten ausgebildet hatte, musste er mit Hand anlegen, als die ersten Panzer am Entladebahnhof eintrafen. Die ersten 15 Kampfpanzer Leopard 2 wurden direkt auf den Ex-Platz gefahren, wo sie während eines Appells vom Kommandeur an die Kompaniechefs, Hauptmann Lutz Grüne und Hauptmann Oliver Wellnitz, übergeben wurden.

  • "Till von Mölln" wird getauft

    access_time 13.03.1992

    Am 13.03.1992 wurde der erste Leopard 2, der Y-139 des Zugführers Hauptfeldwebel Ralf Tetzlaff, auf den Namen "Till von Mölln" getauft.

  • Der letzte Schuss

    access_time Bergen, 14.01.1994

    Am Freitag, dem 14.01.1994, gab Hauptmann Pietschmann mit seiner Besatzung den letzten Schuss des Panzerbataillons auf der Schießbahn 9 ab. Die "Schönheit" des Trefferblitzes auf ein Hartziel überdeckte die Traurigkeit dieses historischen Ereignisses.

  • Auflösung

    access_time 30.09.1994

    Das Panzerbataillon 164 verabschiedete sich am 19.2.1994 von seinen Ehemaligen, Freunden, Paten und der Öffentlichkeit. Vor dem Bataillonsappell auf dem Ritter-Wulf-Platz in Schwarzenbek lud die Stadt zu einem Empfang im Foyer des Rathauses ein. Am Abend stieg in der Sachsenwald-Kaserne die "große Sause".

    Am 30.09.1994 übergab Oberstleutnant Saame die Sachsenwald-Kaserne an die StoV Wentorf und beendete damit das Kapitel Elmenhorsts als Garnisonsgemeinde

Gliederung

  1. Panzerbataillon 164
    Panzerbataillon 164

    1. Stab

      1. BtlFüGrp

      2. Fahrschulgruppe ELMENHORST

      3. Sanitätsbereich 11/27

    2. 1. Kompanie

      1. KpFüGrp

      2. Erk / VerbZug

      3. FmGrp

      4. SanGrp

      5. NschZug

      6. TrspGrp

      7. InstZug

      8. BergeTrp 1+2


    3. 2. Kompanie

      1. KpFüGrp

      2. I. Zug
        (4 KPz Leopard)

      3. II. Zug
        (4 KPz Leopard)

      4. III. Zug
        (4 KPz Leopard)


    4. 3. Kompanie

      1. KpFüGrp

      2. I. Zug
        (4 KPz Leopard)

      3. II. Zug
        ((4 KPz Leopard)

      4. III. Zug
        (4 KPz Leopard)


    5. 4. Kompanie

      1. KpFüGrp

      2. I. Zug
        (4 KPz Leopard)

      3. II. Zug
        (4 KPz Leopard)

      4. III. Zug
        (4 KPz Leopard)


    6. 5. Kompanie
      (GerEinh)

      1. KpFüGrp

      2. I. Zug
        (4 KPz Leopard)

      3. II. Zug
        (4 KPz Leopard)

      4. III. Zug
        (4 KPz Leopard)

Personal

Bataillon

Bataillonskommandeure
OTL Kaufmann, OTL Stoves, OTL Lueder, OTL Kühnke, OTL Kary, OTL Schwarzmeier, OTL Blumschein, OTL Mösche, OTL Oestmann, OTL Nachtsheim

Stellvertretende Bataillonskommandeure
Maj Pohl, Maj Lenz, Maj Augustin, Maj Burchard, OTL Haake, Maj Müller, Maj Mösche, Maj Dr. Thöne, Maj Weihmann, Maj Repenning, OTL Saame

1. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Dillner, Maj Pohl, Maj Lenz, Hptm Braun, Maj Delfs, Maj Thees, Maj Friederich, Hptm Repenning, Maj Güntner

Kompaniefeldwebel
HFw Brammer, HFw Engelhard, HFw Meyer, HFw Schumann, HFw Mielke, HFw Müller, OStFw Hems

2. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm v. Heimendahl, Hptm Janssen, Hptm Müller, Hptm Pfeifer, Hptm Berger, Hptm Böhm, Hptm Skodowski, Hptm Bull, Hptm Lohmann, Hptm Grüne, Hptm Harland

Kompaniefeldwebel
HFw Schmitt, HFw Kienke, HFw Krause, HFw Groth, HFw Pasinski, HFw Ediger

3. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Vorhauer, Hptm Braun, Hptm Prinz zu Waldeck und Pyrmont, Hptm Scherer, Hptm Paprotka, Hptm Rojahn, Hptm Oldenburg, Hptm Ilies, Hptm Färber, Hptm Wellnitz, Hptm Bollmann

Kompaniefeldwebel
HFw Stührwold, HFw Rempel, HFw Mielke, HFw Hems, HFw Nippa, HFw Mladenovic

4. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Kühnke, Hptm Gradl, Hptm Delfs, Hptm Schwengler, Hptm Schäfer, Hptm Heck, Hptm Brozowski, Hptm Fiebelkorn, OLt Matthiesen, Hptm Parma, Hptm Klaas, Hptm Lauer

Kompaniefeldwebel
HFw Simon, HFw Joswikowski, HFw Klatt, HFw Matthiesen, HFw Deutsch, HFw Lehmann

(Auflösung zum 01.10.1992)

5. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm d. R. Kaack, Hptm d. R. Schoppenhauer, Hptm d.R. Raben

Kompaniefeldwebel
StFw Krause, StFw Schroeder

(ab 1992 - HS 5)

5. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Funke, Hptm Pietschmann

Kompaniefeldwebel
StFw Gabriel

6. Kompanie (ULK)

Kompaniechefs
Hptm Wellnitz

Kompaniefeldwebel
HFw Staeckling

Panzerartilleriebataillon 165

Die Einbindung in die Panzergrenadierbrigade 16 »Herzogtum Lauenburg« prägte das Bataillon und umgekehrt. Niemand konnte verleugnen, dass wir die größte Feuerkraft innerhalb der Brigade besaßen und das man sich auf »unser« Artilleriebataillon verlassen konnte.

Inhalt

Wappen

Das Wappen ist viergeteilt und zeigt im linken oberen Feld zwei blaue übereinander stehende Löwen auf gelbem Grund, im rechten oberen Feld ein weißes Nesselblatt auf rotem Grund. In der unteren Hälfte werden das Nydamboot und zwei gekreuzte Kanonenrohre auf rot-blauem Untergrund dargestellt. Die obere Hälfte des Wappens mit den beiden stehenden Löwen und dem Nesselblatt symbolisiert das Land Schleswig-Holstein, das Nydamboot weist auf den Aufstellungsort Schleswig hin und die gekreuzten Kanonenrohre geben die Truppengattung wieder.

Geschichte

  • Aufstellung des Bataillons

    access_time 12. April 1962 – Kaserne „Auf der Freiheit“ (Schleswig)

    Das Feldartilleriebataillon 165 wurde ab dem 12.04.1962 gemäß Aufstellungsbefehl Nr. 833 (H) in Schleswig aufgestellt. Es war ausgerüstet mit dem Waffensystem Feldhaubitze 155 mm. Herangezogen zur Aufstellung wurde u. a. die 4./FArtBtl 177, die fortan die 3./FArtBtl 165 war.

  • Neues Waffensystem

    access_time 06.04.1964

    Für das 1962 aufgestellte Feldartilleriebataillon mit seinem Waffensystem Feldhaubitze 155 mm erfolgte schon ein Jahr später die Umstellung auf die Feldhaubitze 105 mm in Verbindung mit dem Faun Geräteträger (GT) 8/ 15 war ein Artillerieverband im klassischen Sinne. Mit dem Umgliederungsbefehl Nr. 48/67 (11) vom 6. April 1964 hielt auch die gepanzerte Komponente in Form der neuen Panzerhaubitze M 109 G Einzug. Ebenso wird das Bataillonswappen präsentiert und genehmigt.

  • Übernahme der Truppenfahne

    access_time 26.04.1965

    Am 26. April übernimmt das Bataillon die vom Bundespräsidenten gestiftete Truppenfahne.

  • Neuer Name

    access_time 1967

    Ab dem 1. Mai wird aus dem Feldartilleriebataillon 165 das Panzerartilleriebataillon 165.

  • Verlegung nach Wentorf bei Hamburg

    access_time Oktober 1972

    Im Oktober und November steht die Verlegung aller Teile des Panzerartilleriebataillon 165 von Schleswig nach Wentorf bei Hamburg in die dortige Bose-Bergmann-Kaserne an. Gleichzeitig wird in Wentorf die 4. Batterie neu aufgestellt. Am 13. November gegen 19.00 Uhr sind zum letzten Male Kettengeräusche des Bataillons in den Straßen Schleswigs zu hören.

  • Schneekatastrophe

    access_time 1979

    Die starken Schneefälle führten dazu, dass das Bataillon mit Teilen vom 31.12.1978 bis 06.01.1979 zum Schneeräumen eingesetzt wurde und dann vom 14. Bis 20. Februar in Alarmbereitschaft wegen weiteren Schneefalls gehalten wurde.

  • Umgliederung in Heeresstruktur 4

    access_time 1980

    Schwerpunkte des Jahres war der Beginn der Umgliederung des Bataillons in die Heeresstruktur 4 mit der Auflösung der Fahrschule und der Abgabe des Auftrages zur Ausbildung von Rekruten. Damit wird die 4./- dann eine „schießende“ Batterie. Ebenso wird das neue Artilleriebeobachtungsgerät an das Bataillon übergeben.

  • Fahnenband

    access_time 1982

    Eine besondere Form ist die Verleihung von Fahnenbändern für die Truppenfahne. Es ist eine Ehrung, die nicht den einzelnen ehrt, sondern die Leistung eines Verbandes. Das Bataillon erhielt 1982 für seine Verdienste während der Katastrophen der letzten Jahre aus der Hand von Ministerpräsident Gerhard Stoltenberg das Fahnenband des Landes Schleswig-Holstein während eines Feierlichen Appells in Rendsburg.

  • Patenschaft mit der Stadt Geesthacht

    access_time 07.10.1983

    Schon längere Zeit vor der offiziellen Übernahme der Patenschaft der Stadt Geesthacht für das Panzerartilleriebataillon 165 bestanden intensive Kontakte zwischen Vertretern und Bürgern der Stadt mit Soldaten aller Dienstgrade des Bataillons. Im Februar 1982 hatte die Division einen entsprechenden Antrag des Bataillons genehmigt. Die Ratsversammlung der Stadt hatte schon am 15.12.1981 einstimmig beschlossen, die Patenschaft für die Wentorfer Artilleristen zu übernehmen. Am 14.5.1982 konnte die damalige Bürgervorsteherin, Frau Anneliese Schmidt, im Rahmen eines gut besuchten Festaktes im Ratssaal der Stadt dem seinerzeitigen Kommandeur, Oberstleutnant Führer, die Patenschaftsurkunde überreichen. Der Kernsatz ihres Textes lautete: »Die Stadt Geesthacht bekennt sich zu den Soldaten der Bundeswehr. Sie anerkennt die gesellschaftliche Stellung der Bundeswehr als Teil unseres Volkes.«

  • Artilleriestruktur 85

    access_time 01.04.1987

    Das Bataillon bewältigte die Umgliederung wie folgt: Im Februar 1987 gibt die 4. Batterie in MUNSTER ihren letzten Schuss ab, um dann zum 30. März 1987 aufgelöst zu werden. Das Material verbleibt im Bataillon, die Masse der Soldaten der 4. Batterie tritt mit wenigen Ausnahmen zur 2. Batterie, die auch die Tradition der ehemaligen 4./- weiterführt.

  • Dunkle Wolken am Horizont

    access_time 1991

    Bereits im Juni 1991 trifft die Nachricht ein, dass auf Grund einer einsamen Entscheidung des Verteidigungsministers Dr. Stoltenberg das künftige Artilleriebataillon der Brigade nicht mehr in Wentorf, sondern in Dedelsdorf liegen und das Panzerartilleriebataillon 335 sein sollte.

  • SHILO – Indianer und weites Land

    access_time 1992

    Nach 16jähriger Abstinenz zeigt das Bataillon 1992 als erster deutscher Artillerieverband wieder Präsens auf dem kanadischen Übungsplatz. Am 18. Mai 1992 erfolgte in SHILO die letzte Bataillonsfeuerzusammenfassung im Leben des Panzerartilleriebataillons 165.

  • Der »goldene Schuss« des Bataillons

    access_time 20.08.1992

    Schließlich erlebt man den »goldenen Schuss« des Bataillons am 20. August 1992 auf dem altvertrauten, liebgewonnenen Truppenübungsplatz MUNSTER.

  • Bekanntgabe der Auflösung

    access_time 15.12.1992

    Im Rahmen der Truppenreduzierung auf 370.000 Soldaten wird die Brigade zum Ende des Jahres 1994 aufgelöst. Für das Panzerartilleriebataillon bedeutet dies, dass es ein Weiterbestehen im Rahmen des Bataillons 335 nicht geben wird und man es bis zum 30.9.1993 aufzulösen hat.

  • Das Ende des Bataillons

    access_time 30.09.1993

    Als letzter verlässt der TVB Hauptfeldwebel Winterhoff nach der Blockübergabe das Stabsgebäude des Panzerartilleriebataillons 165.

Gliederung

  1. Panzerartilleriebataillon 165
    Panzerartilleriebataillon 165

    1. Stab

      1. BtlFüGrp

    2. 1. Batterie

      1. BtrFüGrp

      2. Kfz-Grp

      3. Flt-Grp

      4. DVOrg-Trp

      5. ArtBeobRadGrp

      6. Fm-Zug

      7. FlgAbwGrp

      8. SanGrp

      9. NschZug

      10. TrspZug

      11. InstZug


    3. 2. Batterie

      1. BtrFüGrp

        1. Rkr-Trp Bttr

        2. VB-Trp

      2. I. GeschZug
        (PzH M109)

        1. Gesch-Grp

        2. Flt-Trp

        3. Erk / Rkr-Trp

      3. II. GeschZug
        (PzH M109)

        1. Gesch-Grp

        2. Flt-Trp

        3. Erk / Rkr-Trp


    4. 3. Batterie

      1. BtrFüGrp

        1. Rkr-Trp Bttr

        2. VB-Trp

      2. I. GeschZug
        (PzH M109)

        1. Gesch-Grp

        2. Flt-Trp

        3. Erk / Rkr-Trp

      3. II. GeschZug
        (PzH M109)

        1. Gesch-Grp

        2. Flt-Trp

        3. Erk / Rkr-Trp


    5. 4. Batterie

Personal

Bataillon

Bataillonskommandeure
OTL Salomon, OTL Joas, OTL Schramm, OTL Köhler, OTL Liebenau, OTL Führer, OTL Kewer, OTL Piwonski, OTL Brauss 

Stellvertretende Bataillonskommandeure
OTL Tersteegen, OTL Brinkmann, OTL Warner, OTL Seese, OTL Marschall, OTL von Pappenheim

1. Batterie

Batteriechefs
Hptm Priegnitz, Maj Ahlfeldt, Maj Tersteegen, Hptm Liebenberg, Maj Alte, Maj Seese, Maj Wölk, Maj Fock, Maj Hausmann, Maj Jungius, Hptm Schacht, Maj von Rohr, Maj Fehlinger, Maj Krempf 

Batteriefeldwebel
OFw Weiss, HFw Baseler, HFw Bladt, HFw Nissen, StFw Becher

2. Batterie

Batteriechefs
OLt Stechmann, OLt Liebenberg, Hptm Mein, Maj Munderloh, Maj Lau, Hptm Sarrazin, Hptm Jungius, Hptm Höffken, Hptm Krempf, Hptm Stemann, Hptm Buhr, Hptm Fritze 

Batteriefeldwebel
HFw Mumm, StFw Skiweit, HFw Altberg, HFw Nissen, HFw Becher, HFw Klapproth

3. Batterie

Batteriechefs
Hptm Jähne,OLt Westphal, Hptm Alte, Hptm Hübner, Maj Dörrie, Hptm Zahrnt, Hptm Bohn, Hptm Deig, Hptm Becker, Hptm Kochskämper, Hptm Schöngen 

Batteriefeldwebel
HFw Aufinesser, HFw Schlösser, HFw Rössler, StFw Pelz

4. Batterie

Batteriechefs
Hptm Pätzold, Hptm Diepenhorst, Hptm Majewski, Hptm Benz, Hptm Rhein 

Batteriefeldwebel
HFw Hedwig, HFw Nissen

Jägerbataillon 66

Die Heeresstruktur 4 brachte eine Verkleinerung, gleichzeitig aber auch Vermehrung der Verbände. Jede Heeresdivision erhielt zwei Jägerbataillone und ein Sicherungsbataillon zusätzlich. So wurde zum 15. April 1981 das Jägerbataillon 66 in Wentorf aufgestellt. Es wurde truppendienstlich für Friedenszeiten der Panzergrenadierbrigade 16 unterstellt. Für die Verteidigungsplanung unterstand es der 6. Panzergrenadierdivision in Neumünster direkt.

Inhalt

Wappen

Auf grünem Grund, zweigeteilt durch eine schwarze Diagonale, befindet sich in der linken oberen Hälfte des Wappens ein gelber Eichenbruch, in der rechten unteren Hälfte ein schwarzer Mannschaftstransportwagen und darunter ein grüner Rautenkranz auf gelbem Grund. Der gelbe Eichenbruch auf grünem Grund symbolisiert die Jägertruppe, der schwarze Mannschaftstransportwagen gibt die Ausrüstung des Bataillons wieder und der grüne Rautenkranz auf gelbem Grund zeigt die Verbundenheit zum Standort Wentorf.

Geschichte

  • Aufstellung des JgBtl 66

    access_time 15.04.1981

    Die Heeresstruktur 4 brachte eine Verkleinerung, gleichzeitig aber auch Vermehrung der Verbände. Jede Heeresdivision erhielt zwei Jägerbataillone und so wurde zum 15. April 1981 das Jägerbataillon 66 in Wentorf aufgestellt. Es wurde für Friedenszeiten der Panzergrenadierbrigade 16 unterstellt. Für die Verteidigungsplanung unterstand es der 6. Panzergrenadierdivision in Neumünster direkt.

  • Patenschaft mit Bergedorf

    access_time 11.06.1981

    Nur wenige Wochen nach dem Aufstellungsappell, der am 15. 4. 1981 stattfand, gründete das Bataillon am 11.6.1981 eine Patenschaft mit dem Bezirk Bergedorf.

  • Gewinn des NEC – Wettkampf

    access_time 09.1981

    Das Bataillon war gerade 5 Monate alt, als eine Mannschaft der 2. Kompanie am NEC-Wettkampf in Dänemark teilnahm und prompt den 1. Platz belegte. NEC-Wettkampf oder NECK (Northern European Command Infantery Competition)

  • Jägerbiwak

    access_time 02.10.1981

    Am 02.10.1981 lud das Bataillon zum ersten Mal alle Bergedorfer Bürger zu einem großen Jägerbiwak in die Wentorfer Lohe ein. Dieses Jägerbiwak wurde ein voller Erfolg und ab sofort zur jährlichen Tradition im Jägerbataillon 66.

  • Ehrenjäger

    access_time 09.09.1983

    Beim Jägerbiwak am 9.9.1983 wurden vor über 1.000 Gästen zum ersten Mal Bergedorfer Bürger, die sich um die Patenschaft besonders verdient gemacht hatten, zu Ehrenjägern ernannt, die sich besonderen Leitsätzen für Ehrenjäger verpflichtet fühlten.

  • Letzter Sonntag im Monat

    access_time 02.1984

    Im Frühjahr 1984 wurde im Jägerbataillon 66 die Idee geboren, die bereits bestehende Patenschaft mit dem Bezirk Bergedorf durch eine feste Veranstaltung zu vertiefen. Nach kurzer Vorbereitungszeit fiel der Startschuss im Mai für den LeSoMo, Letzter Sonntag im Monat. Bürger des Bezirkes Bergedorf und Soldaten des Jägerbataillons, trafen sich immer am letzten Sonntag im Monat im Standortoffizierheim zu einer fröhlichen Runde.

  • 66 Kilometer Marsch

    access_time 1984

    Insgesamt viermal konnte das Bergedorfer Patenbataillon den Titel des Brigademeisters erringen und sich vor den übrigen Bataillonen der Brigade platzieren. Nur 1987 musste der Pokal dem Panzergrenadierbataillon 162 überlassen werden. Aber dieses stellte sich nur als eine kurzfristige Leihgabe heraus.

  • Fahnenband des Landes Schleswig-Holstein

    access_time 1985 – 1989

    Schon 2 Jahre nach seiner Aufstellung -1983 - wurde dem Jägerbataillon für seine besonderen Verdienste das Fahnenband des Landes Schleswig-Holstein durch den damaligen Ministerpräsidenten Dr. Uwe Barschel verliehen. Zur Rarität wurde die Truppenfahne des Bataillons jedoch, als ihr am 24.8.1989 der Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Henning Voscherau, das Fahnenband seines Stadtstaates anheftete.

  • Die letzte Bataillonsgefechtsübung

    access_time 09.1991

    Während die letzte große Bataillonsgefechtsübung EHRENJÄGER unter Einsatz des gesamten Jägerbataillons 66 vom 10. bis 12.09.1991 durchgeführt worden war, wurde mit den noch verbliebenen, zahlenmäßig geringen Kräften des Jägerbataillons 66 unmittelbar vor der geplanten Außerdienststellung zum Staunen vieler in der Panzergrenadierbrigade 16 "Herzogtum Lauenburg" noch die Kompaniegefechtsübung DONNERSCHLAG durchgeführt.

  • Auflösung

    access_time 27.03.1992

    Die Auflösung des Jägerbataillons 66 wurde am 27. 3. 1992 nicht nur mit dem üblichen militärischen Zeremoniell vollzogen. Die Bergedorfer Paten luden zuvor zu einer Feierstunde in den Spiegelsaal des Rathauses. Nach einem erlesenen Imbiss traf man sich zu einem gemeinsamen Abschiedsfoto. Am 27. 3. 1992 wurde das Jägerbataillon in einem feierlichen Appell in der Bismarck-Kaserne offiziell außer Dienst gestellt.

Gliederung

  1. Jägerbataillon 66
    Jägerbataillon 66

    Im Frieden der Panzergrenadierbrigade 16 unterstellt.

    1. Stab

      1. BtlFüGrp

      2. Fahrschulgruppe WENTORF 2

    2. 1. Kompanie

    3. 2. Kompanie

      1. KpFüGrp

        (1x MTW M113)
      2. I. Zug

        (3x MTW M113, Milan)
      3. II. Zug

        (3x MTW M113, Milan)
      4. III. Zug

        (3x MTW M113, Milan)
    4. 3. Kompanie

      1. KpFüGrp

        (1x MTW M113)
      2. I. Zug

        (3x MTW M113, Milan)
      3. II. Zug

        (3x MTW M113, Milan)
      4. III. Zug

        (3x MTW M113, Milan)
    5. 4. Kompanie

      1. KpFüGrp

        (1x MTW M113)
      2. I. Zug

        (3x MTW M113, Milan)
      3. II. Zug

        (3x MTW M113, Milan)
      4. III. Zug

        (3x MTW M113, Milan)
    6. 5. Kompanie
      (schwere)

      1. KpFüGrp

        (1x MTW M113)
      2. ??? Trp

        (1x ILTIS)
      3. Beob Trp

        (2x KaJaPa)
      4. FEL Trp

        (2x MTW M113)
      5. Mörser Trp

        (6x MTW M113 Mörser 120mm)
      6. PzJg Trp

        (6x Milan)

Personal

Bataillon

Bataillonskommandeure
OTL Kobe, OTL Beeck, OTL Beardi, OTL Weblus, OTL Graumann 

Stellvertretende Bataillonskommandeure
OTL Fitzl, Maj Doerr, Maj Keck, Maj Heinen, Maj Hochhausen

1. Kompanie

Kompaniechefs
Maj Kallweit, Maj Keck, Hptm Hofmann, Hptm Ibing, Maj Rogge 

Kompaniefeldwebel
HFw Sieck, HFw Thiem

2. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Klein, Hptm Weng, Hptm Knies, Hptm Matz 

Kompaniefeldwebel
HFw Stüwe, HFw Tessmann

3. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Gebauer, Hptm Breuer, Hptm Rahn, Hptm Neukirch 

Kompaniefeldwebel
HFw Britze

4. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Lindner, Hptm Hillebrand, Hptm Müller-Wusterwitz, Hptm Hagemann, Hptm Both 

Kompaniefeldwebel
-

5. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Heide, Hptm Lemaire, Hptm Weng, Hptm Rohde 

Kompaniefeldwebel
HFw Erdmann, HFw Beier, HFw Goßler

Feldersatzbataillon 63

Reservisten sind die Hauptträger unserer Landesverteidigung: früher, heute und morgen mehr denn je. Die Brigade hatte in ihrer "Blütezeit" über 3.000 Soldaten der Reserve zu betreuen, auszubilden und in Übung zu halten, eine schier unlösbare Aufgabe. Es mussten also Prioritäten gesetzt werden. Diese galten den mobilmachungsabhängigen Verbänden, nämlich dem Panzergrenadierbataillon 161 und natürlich dem Feldersatzbataillon 63 mit seiner stattlichen Stärke von 865 Mann (nahezu ausschließlich Reservisten). Dennoch hatte dieser einzige »Reservetruppenteil« der Panzergrenadierbrigade 16 unter lauter »Einsatztruppenteilen« nicht immer einen leichten Stand.

Inhalt

Wappen

Die grüne Raute auf gelbem Grund ist das taktische Zeichen für Person, sie weist in Verbindung mit den strahlenförmig angeordneten Pfeilen auf diesen Auftrag hin. Das Nesselblatt auf grünem Grund symbolisiert wie beim Brigadewappen das Land Schleswig-Holstein und die Truppengattung Infanterie.

Geschichte

  • Aufstellung als Feldersatzbataillon 167

    access_time 1. Juli 1962 – Flensburg

  • Umzug des Bataillons

    access_time 1969

    Das Bataillon -oder vielmehr das eingelagerte Material- zog von Flensburg nach Hamburg-Sülldorf in den dortigen Mobilmachungsstützpunkt um.

  • Mobilmachungs-Übung während NATO-Übung BRISK FRAY

    access_time 1977

    Das größte Problem während dieser Übung war die ATN-gerechte Verwendung der Soldaten des Personalersatzes.

  • Umbenennung in Feldersatzbataillon 63

    access_time 01.Januar 1981

    Im Rahmen der Heeresstruktur 4 erfolgt die Umbenennung in Feldersatzbataillon 63.

  • Mobilmachungsübung

    access_time Juli 1982

    Die taktische Weiterbildung stand bei der nächsten Mobilmachungsübung im Juli 1982 ebenfalls im Vordergrund, jetzt schon als Feldersatzbataillon 63. Den Mittelpunkt bildete dabei eine Planübung mit anschließender Geländebesprechung in der Nordheide.

  • Erneuter Umzug

    access_time 1984

    Das Bataillon verlegte schließlich 1984 an seinen Endstandort, die Lettow-Vorbeck-Kaserne in Hamburg-Jenfeld. Diese Standorte waren die sog. Mobilmachungsstützpunkte, das heißt, hier lagerten Waffen und Gerät des Bataillons und hier hätte es im Krieg „mobilgemacht“.

  • Mobilmachungsübung mit neuem Ansatz

    access_time Oktober 1988

    Bei der Mobilmachungsübung im Oktober 1988 wurden ganz andere Wege beschritten. Neben dem Führungs- und Funktionspersonal wurden erstmals seit 1977 wieder Offiziere des Personalersatzes einberufen. Damit erhielt diese Mob-Übung den Charakter einer Führerweiterbildung. Die Übung hatte durch die Schwerpunktsetzung auf die Vermittlung von Informationen, flankiert durch ein Schulschießen mit Handwaffen und eine aufwendige Waffenschau, allerdings eher den Charakter eines Seminars denn einer Mobilmachungsübung.

  • Neuer Kommandeur: OTL d. R. von Osten

    access_time 08. Juni 1989

    Im Juni 1989 ging die 15jährige „Ära Sulanke“ schließlich zu Ende. Der Befehl des Brigadekommandeurs, Oberst Rolf Ocken, vom 08.06.1989 lautete dazu militärisch knapp: „Am Montag, dem 19. Juni 1989, wird der Brigadekommandeur das Kommando über das Feldersatzbataillon 63 von Oberstleutnant d. R. Dr. Sulanke an Oberstleutnant d. R. von Osten im Rahmen eines feierlichen Übergabeappelles übertragen.“

  • Kurzwehrübungen

    access_time 1989 ff.

    Es folgt die Zeit der Kurzwehrübungen (dreimal jährlich!) und der rasch aufeinanderfolgenden Truppenwehrübungen (1991 und 1992). Es folgt aber auch die große Beförderungswelle: In den Jahren 1990 bis 1992 waren wir bei Offizieren und Unteroffizieren das Bataillon mit der höchsten Beförderungsquote aller Reservetruppenteile der gesamten Bundeswehr! Das war für den Korpsgeist unseres Haufens natürlich ungemein förderlich.

  • Auflösung durch Heeresstruktur 5

    access_time Dezember 1992

    Ursprünglich war geplant, im Rahmen der Einnahme der Heeresstruktur 5 die Reservisten des Bataillons in die neu aufzustellenden Feldersatzkompanien der Stamm- und Aufwuchsbataillone der Brigade zu überführen. Die Entscheidung des Bundesministers der Verteidigung über die Auflösung der Brigade vom 15.12.1992 machte diese Planung zunichte. Erfreulicherweise nahm jedoch die Heimatschutzbrigade 40 „Mecklenburg“ in Schwerin unseren Vorschlag zur Übernahme des Führungspersonals an. Damit konnten unsere Reservisten, die weitermachen wollten, im Osten ihre neue militärische Heimat finden.

  • Letzte Truppenwehrübung

    access_time September 1993

    Neben den Planunübungen folgte auch eine Betreuungsfahrt nach Schwerin.

  • Auflösungsappell

    access_time 18. September 1993

    Am 18. September 1993 war es dann leider soweit. In einem würdigen und stilvollen Feldappell auf dem Truppenübungsplatz BERGEN entließ der Brigadekommandeur, Oberst Eckart Fischer, das Feldersatzbataillon 63 aus seinem Auftrag. Das Besondere und wohl Einmalige an diesem Appell war die Teilnahme einer starken Abordnung aller aktiven Truppenteile der Heimatschutzbrigade 40 „Mecklenburg“. Die Abordnung wurde angeführt vom Oberstleutnant Schulke, dem S1-Stabsoffizier der Brigade, dem für sein überaus engagiertes Eintreten für die Aufnahme unseres Führungspersonals in die Heimatschutzbrigade 40 unser besonderer Dank gilt. Es war eine Szene von hohem Symbolwert, als nach dem Feldappell die Soldaten der Brigade 40 mit den Soldaten unseres Bataillons die Verbandsabzeichen tauschten -- eine großartige Idee von Oberstleutnant Schulke, die mehr als Worte deutlich machte, dass dies kein Ende war, sondern ein Neuanfang.

  • Ende und Statistik

    access_time September 1993

    Das Bataillon hat von 1990 bis zur Auflösung im September 1993 die Kurzwehrübungen, Truppenwehrübungen und DVag statistisch aus-gewertet: In diesen vier Jahren wurden 13 Wehrübungen/DVag des Führungs- und Funktionspersonals durchgeführt; die durchschnittliche Teilnahmequote betrug erstaunliche 88 %, wobei die Kurzwehrübungen im März 1991 und im Februar 1993 mit jeweils 93 % die höchste Beteiligung aufwiesen.

Gliederung

  1. Feldersatzbataillon 63
    Feldersatzbataillon 63

    1. Stab

      1. BtlFüGrp

    2. 1. Kompanie

    3. 2. Kompanie

    4. 3. Kompanie

    5. 4. Kompanie

    6. 5. Kompanie

Personal

Bataillon

Bataillonskommandeure
OTL Lange, OTL Dr. Sulanke, OTL von Osten

Stellvertretende Bataillonskommandeure
OTL Paul, OTL Kriszo, Maj von Rohr, Maj Fehlinger, Maj Krempf

1. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Schloen, Hptm von Gizycki, Maj Reichert, Maj Schoppenhauer

Kompaniefeldwebel
HFw Thodens, StFw Jebe, StFw Podlech, StFw Grabow, HFw Sibbers

2. Kompanie

Kompaniechefs
OLt Achilles, OLt Behrens, Hptm Sellhorn, OLt Eschke

Kompaniefeldwebel
OFw Barz, StFw Gründel, HFw Fischer

3. Kompanie

Kompaniechefs
Lt Schröder, OLt Justus, Hptm Reichert, Hptm Schönfeld, Hptm Dr. Kirsten

Kompaniefeldwebel
HFw Heinecke, StFw Barz

4. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Schmidt, Hptm Ziehm

Kompaniefeldwebel
OStFw Hinne, HFw Maske

5. Kompanie

Kompaniechefs
Hptm Reichert, Hptm Dr. Kirsten, Hptm Schönfeldt

Kompaniefeldwebel
HFw Rohlf, HFw Arnold