Panzerpionierkompanie 180

Die Geschichte der Panzerpionierkompanie 180 beginnt 1959 mit der Aufstellung in Plön. Im Zuge der Einnahme der Heeresstruktur 5 werden die Panzerpionierkompanie 180 und die Pionierkompanie 510 1993 zur neuen Panzerpionierkompanie 510 fusioniert. In dieser neuen Kompanie lebt die Geschichte der Panzerpionierkompanie 180 bis zur endgültigen Auflösung 2007 weiter.

Inhalt

Wappen

Das Wappen der Panzerpionierkompanie 180 zeigt auf schwarzem Grund das Nesselblatt von Schleswig-Holstein, womit die Farbe des Kragenspiegels der Pioniere dargestellt werden soll.

Innerhalb des Nesselblattes befindet sich ein angedeuteter Fluss, der von einer Klappbrücke des M48-Brückenlegepanzers überspannt wird. Hierdurch soll die Fähigkeit der Pioniere verdeutlicht werden, die befähigt sind, Sperren und Hindernisse zu überwinden.

Geschichte

  • Aufstellung

    access_time 01.03.1959

    Mit dem Aufstellungsbefehl Nr 236 (Heer) beginnt die Geschichte der Panzerpionierkompanie 180. Das 1. Korps stellt ab dem 01.03.1959 in Plön die neue Kompanie auf. Als Endstandort ist Eutin geplant und eine Sollstärke von 155 Mann.

  • Umzug

    access_time 1961

    Der anstehende Umzug wird durch die katastrophalen Zustände in Eutin getrübt, fehlende Fensterscheiben, dunkle und ungepflegte Räume und herausgerissene Fußböden werden durch die Kameraden der Kompanie wieder in bewohnbare Zustände gebracht.

  • Flutkatastrophe in Hamburg

    access_time 1962

    Zum ersten großen Einsatz der Kompanie kommt es 1962 bei der Flutkatastrophe in Hamburg.

  • Kompaniewappen genehmigt

    access_time März 1967

    Im März 1967 gewinnt der Hauptgefreite Hoffmann das Preisausschreiben „Kompaniewappen“. Das von ihm entworfene Wappen ist, mit kleinen Ergänzungen, bis zur Auflösung der Kompanie aktuell.

  • Umzug und Hilfsleistungen

    access_time 1969

    Wieder ist ein Einsatz gegen die Schneemassen in Schleswig-Holstein erforderlich. Am 18. und 19. März 1969 rückt die Kompanie insgesamt 18-mal aus, um mit Soldaten und Pioniergerät Unterstützung zu gewähren. Am 10.11. heißt es Abschied nehmen. Die Panzerpionierkompanie 180 wird von Eutin nach Boostedt, in die Rantzau-Kaserne verlegt.

  • Erneuter Umzug

    access_time 1972

    Nachdem die Kompanie nun 3 Jahre ihren Dienst in Boostedt geleistet hat, wird es wieder einmal Zeit für einen Umzug. Die Trave-Kaserne in Lübeck wird die neue Heimat für die Kompanie. Der Umzug wird im Januar 1973 abgeschlossen sein. In der Trave-Kaserne ist bereits das Pionierbataillon 61 und die Panzerpionierkompanie 170 vertreten, somit sind in Lübeck nahezu die Hälfte aller Pioniere in Schleswig-Holstein stationiert.

  • Erneuter Einsatz gegen Schneemassen

    access_time 1979

    Wie schon in den ersten beiden Jahren ihres Bestehens, ist die Kompanie auch im Jahr 1979 wieder im Katastropheneinsatz gefordert. Vom 01.-05.Januar 1979 rückt die Einheit aus, um mit Personal und Material bei der Bekämpfung der Schneemassen zu helfen. Der zweite Einsatz dieser Art erfolgt dann vom 12.-17.Februar.

  • Große optische Veränderungen

    access_time 1980

    Ein Kleidungsstück wird 1980 in der Kompanie eingeführt, an dem sich die Geister scheiden - das rote Barett. Noch ahnt niemand, wie viele verschiedene Tragemöglichkeiten im Laufe der Zeit für dieses Barett entstehen werden. Das einschneidendste Ereignis des Jahres ist zweifelsohne die Einführung des Transportpanzers FUCHS. Der TPz löst den MTW M 113 als Mannschaftstransportfahrzeug und als Führungspanzer ab.

  • Schadensfall

    access_time 11.1987

    Im November 1987 kommt es zu dem wahrscheinlich merkwürdigsten Schadensfall in der Geschichte der Kompanie. Es verschwinden 100 Sechseckplatten im Wert von mehreren tausend DM, tauchen dann wieder auf, verschwinden dann wieder. Des Rätsels Lösung ergibt sich dann aus vielen Vernehmungen und akribisch genauer Detektivarbeit. Die Angestellten und Arbeiter des PiÜbPl Teerhofinsel haben es mit der Buchführung nicht so genau genommen. Materialausgabelisten wurden nachträglich geändert.

  • Neues Gerät

    access_time 02.05.1989

    Am 02.Mai 1989 übernimmt der PzBr u.PiPz Zg den ersten Pionierpanzer 2 DACHS. Die Epoche des M 48 Räumpanzers geht nun zu Ende, mit dem neuen Pionierpanzer verfügt die Pioniertruppe über ein leistungsfähiges System, das die Truppe befähigt, ihre Aufträge schneller, umfangreicher und vor allem sicherer durchzuführen.

  • Folgen der Wiedervereinigung

    access_time 1990

    Die Wiedervereinigung Deutschlands sorgt für große Veränderungen innerhalb der Kompanie. Nach ersten Besuchen in Brandenburg, wird bald klar, dass die Panzerpionierkompanie 180 im Jahre 1993 aufgelöst werden soll. Trotzdem geht das Tagesgeschäft mit spannenden Übungsplatzaufenthalten weiter.

  • Anfang vom Ende

    access_time August 1992

    Der „goldene“ Wasserübungsplatzaufenthalt im Jahre 1992 in Windheim-Jössen (bei Minden) findet für die Kompanie im August statt.

  • Der Countdown läuft

    access_time Januar 1993

    Am 01. Januar 1993 ist es soweit, der Countdown beginnt. Der Kompanie oder besser gesagt den Überbleibseln der Kompanie verbleiben neunzig Tage um die Auflösung und die Absteuerung von Fahrzeugen und Gerät sicherzustellen. Zunächst wird der schwerste Zug, der Panzerbrücken und Pionierpanzer Zug nach Plön überführt, es folgt die Minenwerfergruppe und anschließend die Fahrzeuge und das Gerät der beiden Panzerpionierzüge.

  • Letzte Feier & Fusion

    access_time März 1993

    Die Panzerpionierkompanie 180 und die Pionierkompanie 510 werden zum 01.04.1993 fusioniert zur neuen Panzerpionierkompanie 510, die der Panzerbrigade 18 untersteht.

Gliederung

  1. Panzerpionierkompanie 180

    in der Heeresstruktur 4

    1. KpFüGrp

    2. I.
      Panzerpionierzug

    3. II.
      Panzerpionierzug

    4. Pioniermaschinen-
      /Panzerbrückenzug

    5. Mineneinsatz-
      /Kampfmittelzug

    6. Pioniergerätetrupp

    7. Versorgungsgruppe

Standort

Trave-Kaserne

Die Lübecker Trave-Kaserne war -neben Plön- Heimat vieler Pioniereinheiten der Division.

Waffensysteme

TPz Fuchs

Der TPzFuchs ist ein geländegängiges, gepanzertes Radfahrzeug und kann neben Fahrer und Beifahrer bis zu acht Soldaten im hinteren Kampfraum transportieren. Der Fuchs wird mit verschiedenen Rüstsatzvariationen in verschiedensten Bereichen der Truppe genutzt.

Bergepanzer 2

Der Bergepanzer 2 (BPz-2) ist ein gepanzertes Arbeitsgerät und basiert auf dem Leopard 1-Chassis. Zu seinem Aufgabengebiet zählen: Sicherstellung der Mobilität der gepanzerten Truppen, das Bergen von Schadfahrzeugen im Gefecht, Hilfeleistung beim Ein- und Ausbau von Triebwerken und Türmen sowie Unterstützung im Instandsetzungsbetrieb.

BrLgPz M48

Der Brückenlegepanzer M48 war (bis zur Einführung des Brückenlegepanzers Biber) der aus US-amerikanischer Produktion stammende standardmäßige Brückenleger der Bundeswehr. Die Basis war die Panzerwanne des M48. Die knapp 20 Meter lange Faltbrücke wurde mit insgesamt vier Hydraulikzylindern verlegt bzw. aufgenommen. Bei der Bundeswehr wurden je vier Stück in den Panzerpionierkompanien der Brigaden geführt. Bis 1992 wurden die verbliebenen Geräte zugunsten des Biber ausgemustert.

PzSchnBr Biber

Der Brückenlegepanzer mit der namensgebenden Panzerschnellbrücke Biber ist dazu vorgesehen, im Gefecht je nach Geländebeschaffenheit Geländeeinschnitte wie Gewässer und Schluchten bis 20 Meter Breite zu überwinden.  Er gehört zur Gruppe der Kampfunterstützungsfahrzeuge und basiert auf dem Fahrgestell des Leopard 1.

PiPz Dachs

Der Pionierpanzer Dachs ist das Arbeitsgerät der Pioniertruppe und wurde auf der Basis des Kampfpanzers Leopard 1 entwickelt. Er wird noch heute in den Panzerpionierkompanien und Pionierbataillonen eingesetzt. Der Dachs kann mit seinem 9,15 Meter langem Baggerarm und seinem Löffel, der 1,1 Kubikmeter fasst, sehr rasch größere Erdmassen bewegen. Außerdem verfügt der Dachs über weitere Werkzeuge und Pioniergerät an Bord.

Minenverlegesystem 85

Beim Minenverlegesystem 85 handelt es sich um einen einachsigen Anhänger, der Panzerabwehrminen vom Typ DM-31 verlegt. Als Zugmaschine ist jeder geländegängige militärische Lkw ab einem zulässigen Gesamtgewicht von sieben Tonnen geeignet. Auf der Ladefläche des Lkw werden die Minen gelagert. Diese gelangen über eine Rutsche in den Anhänger, der sie anschließend auf dem Boden oder unterirdisch mithilfe eines integrierten Pflugs in einer Tiefe von bis zu 20 Zentimetern ausbringt.

Minenwurfsystem Skorpion

In den Jahren 1981/82 wurden von der Bundeswehr 300 in den USA gefertigte Basisfahrzeuge des Typs M 548 A1 G beschafft, die auf dem Fahrgestell des M113 basieren. Jede der sechs Minenwurfeinheiten kann 5 Magazine à 20 Minen aufnehmen. Die Gesamtanzahl beträgt 600 Minen. In einem Verlegedurchgang ist das Minenwurfsystem in der Lage, eine Minensperre von 1.500 Meter Länge und rund 50 Meter Breite in fünf Minuten zu legen. Seit 2011 wurde das System komplett ausgemustert.

Personal

Kompaniechefs
H Tiepold, H Krug, M Mackowiak, H Handrischek, H Haak, OL Schäfer, H Domrös, H Freytag, H Erbe, H Burdack, H Hildebrandt, M Naue, M Müller, M Meier zu Doeldissen, M Glaß, OL Werner

Kompaniefeldwebel
OF Miller, HF Steppat, SF Conrad, SF Wrage

Videos

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