Panzerpionierkompanie 180

Die Panzerpionierkompanie 180 blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück, die 1993 mit der Fusion der PiKp 510 zur PzPiKp 510 endete.

Inhalt

Wappen

Das Wappen der Panzerpionierkompanie 180 zeigt auf schwarzem Grund das Nesselblatt von Schleswig-Holstein, womit die Farbe des Kragenspiegels der Pioniere dargestellt werden soll.

Innerhalb des Nesselblattes befindet sich ein angedeuteter Fluss, der von einer Klappbrücke des M48-Brückenlegepanzers überspannt wird. Hierdurch soll die Fähigkeit der Pioniere verdeutlicht werden, die befähigt sind, Sperren und Hindernisse zu überwinden.

Geschichte

  • Aufstellung

    access_time 01.03.1959

    Mit dem Aufstellungsbefehl Nr 236 (Heer) beginnt die Geschichte der Panzerpionierkompanie 180. Das 1. Korps stellt ab dem 01.03.1959 in Plön die neue Kompanie auf. Als Endstandort ist Eutin geplant und eine Sollstärke von 155 Mann.

  • Umzug

    access_time 1961

    Der anstehende Umzug wird durch die katastrophalen Zustände in Eutin getrübt, fehlende Fensterscheiben, dunkle und ungepflegte Räume und herausgerissene Fußböden werden durch die Kameraden der Kompanie wieder in bewohnbare Zustände gebracht.

  • Flutkatastrophe in Hamburg

    access_time 1962

    Zum ersten großen Einsatz der Kompanie kommt es 1962 bei der Flutkatastrophe in Hamburg.

  • Kompaniewappen genehmigt

    access_time März 1967

    Im März 1967 gewinnt der Hauptgefreite Hoffmann das Preisausschreiben „Kompaniewappen“. Das von ihm entworfene Wappen ist, mit kleinen Ergänzungen, bis zur Auflösung der Kompanie aktuell.

  • Umzug und Hilfsleistungen

    access_time 1969

    Wieder ist ein Einsatz gegen die Schneemassen in Schleswig-Holstein erforderlich. Am 18. und 19. März 1969 rückt die Kompanie insgesamt 18-mal aus, um mit Soldaten und Pioniergerät Unterstützung zu gewähren. Am 10.11. heißt es Abschied nehmen. Die Panzerpionierkompanie 180 wird von Eutin nach Boostedt, in die Rantzau-Kaserne verlegt.

  • Erneuter Umzug

    access_time 1972

    Nachdem die Kompanie nun 3 Jahre ihren Dienst in Boostedt geleistet hat, wird es wieder einmal Zeit für einen Umzug. Die Trave-Kaserne in Lübeck wird die neue Heimat für die Kompanie. Der Umzug wird im Januar 1973 abgeschlossen sein. In der Trave-Kaserne ist bereits das Pionierbataillon 61 und die Panzerpionierkompanie 170 vertreten, somit sind in Lübeck nahezu die Hälfte aller Pioniere in Schleswig-Holstein stationiert.

  • Erneuter Einsatz gegen Schneemassen

    access_time 1979

    Wie schon in den ersten beiden Jahren ihres Bestehens, ist die Kompanie auch im Jahr 1979 wieder im Katastropheneinsatz gefordert. Vom 01.-05.Januar 1979 rückt die Einheit aus, um mit Personal und Material bei der Bekämpfung der Schneemassen zu helfen. Der zweite Einsatz dieser Art erfolgt dann vom 12.-17.Februar.

  • Große optische Veränderungen

    access_time 1980

    Ein Kleidungsstück wird 1980 in der Kompanie eingeführt, an dem sich die Geister scheiden - das rote Barett. Noch ahnt niemand, wie viele verschiedene Tragemöglichkeiten im Laufe der Zeit für dieses Barett entstehen werden. Das einschneidendste Ereignis des Jahres ist zweifelsohne die Einführung des Transportpanzers FUCHS. Der TPz löst den MTW M 113 als Mannschaftstransportfahrzeug und als Führungspanzer ab.

  • Schadensfall

    access_time 11.1987

    Im November 1987 kommt es zu dem wahrscheinlich merkwürdigsten Schadensfall in der Geschichte der Kompanie. Es verschwinden 100 Sechseckplatten im Wert von mehreren tausend DM, tauchen dann wieder auf, verschwinden dann wieder. Des Rätsels Lösung ergibt sich dann aus vielen Vernehmungen und akribisch genauer Detektivarbeit. Die Angestellten und Arbeiter des PiÜbPl Teerhofinsel haben es mit der Buchführung nicht so genau genommen. Materialausgabelisten wurden nachträglich geändert.

  • Neues Gerät

    access_time 02.05.1989

    Am 02.Mai 1989 übernimmt der PzBr u.PiPz Zg den ersten Pionierpanzer 2 DACHS. Die Epoche des M 48 Räumpanzers geht nun zu Ende, mit dem neuen Pionierpanzer verfügt die Pioniertruppe über ein leistungsfähiges System, das die Truppe befähigt, ihre Aufträge schneller, umfangreicher und vor allem sicherer durchzuführen.

  • Folgen der Wiedervereinigung

    access_time 1990

    Die Wiedervereinigung Deutschlands sorgt für große Veränderungen innerhalb der Kompanie. Nach ersten Besuchen in Brandenburg, wird bald klar, dass die Panzerpionierkompanie 180 im Jahre 1993 aufgelöst werden soll. Trotzdem geht das Tagesgeschäft mit spannenden Übungsplatzaufenthalten weiter.

  • Anfang vom Ende

    access_time August 1992

    Der „goldene“ Wasserübungsplatzaufenthalt im Jahre 1992 in Windheim-Jössen (bei Minden) findet für die Kompanie im August statt.

  • Der Countdown läuft

    access_time Januar 1993

    Am 01. Januar 1993 ist es soweit, der Countdown beginnt. Der Kompanie oder besser gesagt den Überbleibseln der Kompanie verbleiben neunzig Tage um die Auflösung und die Absteuerung von Fahrzeugen und Gerät sicherzustellen. Zunächst wird der schwerste Zug, der Panzerbrücken und Pionierpanzer Zug nach Plön überführt, es folgt die Minenwerfergruppe und anschließend die Fahrzeuge und das Gerät der beiden Panzerpionierzüge.

  • Letzte Feier & Fusion

    access_time März 1993

    Die Panzerpionierkompanie 180 und die Pionierkompanie 510 werden zum 01.04.1993 fusioniert zur neuen Panzerpionierkompanie 510, die der Panzerbrigade 18 untersteht.

Gliederung


  1. Panzerpionierkompanie 180

    1. KpFüGrp

    2. I.
      Panzerpionierzug

    3. II.
      Panzerpionierzug

    4. Pioniermaschinen-
      /Panzerbrückenzug

    5. Mineneinsatz-
      /Kampfmittelzug

    6. Pioniergerätetrupp

    7. Versorgungsgruppe

Personal

Kompaniechefs
Hauptmann Tiepold, Hauptmann Krug, Major Mackowiak, Hauptmann Handrischek, Hauptmann Haak, Oberleutnant Schäfer, Hauptmann Domrös, Hauptmann Freytag, Hauptmann Erbe, Hauptmann Burdack, Hauptmann Hildebrandt, Major Naue, Major Müller, Major Meier zu Doeldissen, Major Glaß, Oberleutnant Werner

Kompaniefeldwebel
OFw Miller (1959-1964), OFw/HFw Steppat (1964-1971), HFw/SFw Conrad (1971-1984), HFw/SFw Wrage (1984-1993)

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