Jägerbataillon 67

Das Jägerbataillon 67 war von 1981 bis 1992 in Breitenburg-Nordoe stationiert. Das Bataillon war ein mit Teilen mobilmachungsabhängiger, für den Kampf in bedecktem Gelände gegliederter, ausgerüsteter und ausgebildeter Verband. Zur Erfüllung seiner Aufgaben war der Verband im Wesentlichen auf seine infanteristische Kampfkraft angewiesen.

Das Bataillon war in der Freiherr-von-Fritsch-Kaserne in Breitenburg-Nordoe stationiert.

Inhalt

Wappen

Das Wappen des Jägerbataillons 67 hat die Spatenform in den Grundfarben "Grün", linke obere Hälfte und "Rot" in der rechten unteren Hälfte. Beide Hälften sind diagonal von links unten nach rechts oben geteilt.

Als Diagonalteiler dient ein zweischneidiges Schwert, in der Farbe "Weiß". Dieses Schwert ist zu der "grünen" und zu der "roten" Hälfte in Schwarz abgesetzt.

In der grünen Wappenhälfte befindet sich ein goldfarbenes dreiblättriges Eichenblatt mit unten angebrachter Eichel (Jägeremblem). In der roten Wappenhälfte befindet sich ein weißes Denkmal, das den "Nordoer Tempel" darstellt.

Das gesamte Wappen soll das Jägerbataillon 67 darstellen, mit örtlichem Bezug zur Standortgemeinde Breitenburg-Nordoe. Als Symbol für die Jäger dient das goldfarbene Eichenblatt mit Eichel auf der Grundfarbe Jägergrün. Das Schwert wurde gewählt als Hinweis auf das erste Jägerbataillon in der Freiherr-von-Fritsch-Kaserne (JgBtl 391), in dessen Wappen das Schwert aufrecht als Senkrechtteiler bereits enthalten war. Dieses Schwert stellt gleichzeitig die Wehrhaftigkeit der Jägertruppe dar.

Die rechte untere Farbe "Rot" deutet auf die Gemeinde Breitenburg-Nordoe hin, deren Wappen die Grundfarbe Rot hat. Das Denkmal auf dem roten Untergrund zeigt den historischen "Nordoer Tempel", der unmittelbar neben der Freiherr-von-Fritsch-Kaserne steht.

Der "Tempel von Nordoe" entstand im Jahr 1578. Damals wettete Ritter Heinrich zu Rantzau mit dem König Christian von Dänemark, dass er innerhalb einer Nacht in der Lage wäre, ein Bauwerk zu errichten, welches höher sein würde als der Kirchturm von Krempe. Der Dänenkönig nahm die Wette an und so entstand der "Nordoer Tempel" innerhalb einer Nacht. Der "Nordoer Tempel", der auf einer Anhöhe errichtet wurde, ist tatsächlich einige Zentimeter höher als der Kirchturm von Krempe.

Geschichte

  • Aufstellung

    access_time 01.04.1981 – Breitenburg

    Das Jägerbataillon 67 wurde 1981 im Rahmen der Heeresstruktur 4 in der Freiherr-von-Fritsch-Kaserne in Breitenburg-Nordoe aufgestellt. Das Bataillon war ein selbstständiger Verband der 6. Panzergrenadierdivision, der der Brigade bis zu seiner Auflösung 1992 im Frieden unterstellt war. Es verfügte über insgesamt fünf Kompanien (3. Kompanie mobilmachungsabhängig) mit rund 600 Soldaten.

  • GefÜb BRIK FRAY

    access_time 1981

    Teilnahme an der Gefechtsübung der 6. PzGrenDiv „Brisk Fray“

  • NEC Wettkampf

    access_time 1983

    Teilnahme am NEC-Wettkampf

  • Übung mit dänischer Armee

    access_time 1984

    2. Kompanie übt zusammen mit 2./ Fynsk Live Rgt (DK) in Hammelburg

  • Uffz-Austausch

    access_time 1985

    Das Bataillon nimmt an einem Unteroffiziersaustausch mit dem 2./ Fynsk Live Rgt (DK) teil.

  • NEC Wettkampf

    access_time 1986

    Teilnahme am NEC-Wettkampf

  • Soldatenaustausch

    access_time 1988

    Soldatenaustausch in Holstebro (DK)

  • Unterstellungswechsel

    access_time 01.041991

    Umgliederung zum TerrKdo S-H/Vfg TrKdo 41 zum 01.04.1991

  • Umgliederung

    access_time 01.10.1991

    Umgliederung in JgBtl MobAusb in Breitenburg

  • Auflösung

    access_time 30.09.1992

    Das Jägerbataillons 67 wurde zum 30.09.1992 offiziell außer Dienst gestellt.

Gliederung


  1. Jägerbataillon 67 (teilaktiv)

    Im Frieden der Panzerbrigade 18 unterstellt.

    1. Stab

      1. BtlFüGrp

      2. Fahrschulgruppe BREITENBURG

      3. Sanitätsbereich 11/10

    2. 1. Kompanie


    3. 2. Kompanie

      1. KpFüGrp

        (1x MTW M113)
      2. I. Zug

        (3x MTW M113, Milan)
      3. II. Zug

        (3x MTW M113, Milan)
      4. III. Zug

        (3x MTW M113, Milan)
    4. 3. Kompanie
      (GerEinh)

      1. KpFüGrp

        (1x MTW M113)
      2. I. Zug

        (3x MTW M113, Milan)
      3. II. Zug

        (3x MTW M113, Milan)
      4. III. Zug

        (3x MTW M113, Milan)

    5. 4. Kompanie

      1. KpFüGrp

        (1x MTW M113)
      2. I. Zug

        (3x MTW M113, Milan)
      3. II. Zug

        (3x MTW M113, Milan)
      4. III. Zug

        (3x MTW M113, Milan)
    6. 5. Kompanie
      (schwere)

      1. KpFüGrp

        (1x MTW M113)
      2. ??? Trp

        (1x ILTIS)
      3. Beob Trp

        (2x KaJaPa)
      4. FEL Trp

        (2x MTW M113)
      5. Mörser Trp

        (6x MTW M113 Mörser 120mm)
      6. PzJg Trp

        (6x Milan)

Waffensysteme

MTW M113  in Fahrt des Jägerbataillon 66 auf dem StOÜbPl Wentorfer Lohe

MTW M113

Der MTW M113 ist ein leicht gepanzertes Kettenfahrzeug. In der Basisversion ist der M113 schwimmfähig und luftverladbar. Hauptaufgabe: Früher wurde der M113 überwiegend als Transportfahrzeug von Soldaten genutzt. Später wurde er unter anderem als gepanzertes Gefechtsstandsfahrzeug, Sanitätseinsatzfahrzeug und als Artilleriebeobachtungsradarfahrzeug (ABRA) eingesetzt.

Waffensystem Milan

Panzerabwehrwaffe MILAN

Die Panzerabwehrwaffe MILAN ist eine in deutsch-französischer Zusammenarbeit entwickelte leichte Boden-Boden-Panzerabwehrlenkwaffe. Sie dient der Bekämpfung von Panzern und gepanzerten Fahrzeugen. Sie kann aber auch gegen befestigte Stellungen eingesetzt werden. Mit der Panzerabwehrwaffe MILAN wird ein drahtgelenkter Flugkörper verschossen, der mit einem Hohlladungsgefechtskopf bestückt ist. Dieser ist in der Lage, bis zu 700 Millimeter Panzerstahl zu durchschlagen. Bestückt mit einem Wärmebildgerät, ist die MILAN voll nachtkampffähig.

Panzermörser 120 mm

Mörser 120 mm

Der Mörser 120 mm ist eine Vorderlader-Steilfeuerwaffe und unterstützt hauptsächlich den Kampf der Infanterie gegen Flächenziele. Neben Sprengpatronen werden mit ihm auch Leuchtpatronen für die Gefechtsfeldbeleuchtung und Nebelpatronen verschossen, die dem Feind die Sicht erschweren. Der Mörser 120 mm wird entweder von einem Mannschaftstransportwagen M113 aus abgefeuert oder mit geländegängigen Geländewagen des Typs Wolf (früher Iltis)  transportiert und dann auf einer Bodenplatte eingesetzt. Die Steilfeuerwaffe kann auch leicht- und ungepanzerte Fahrzeuge erfolgreich bekämpfen.

Personal

Bataillon

Bataillonskommandeure
OTL Kittelmann, OTL Freienstein, OTL Duschner

Stellvertretende Bataillonskommandeure
M Herold, M Thöne, M Knapek

Zurück